(Allgemein) Deutscher Verteidigungshaushalt
#61
Das kommt von den merkwürdigen Forderungen nach entsprechenendem Raumangebot an Bord, der Intensivnutzung, Mehrbesatzungskonzept und der ganzen Modulbauweise an sich. Da hat man am Ende 8 Besatzungen, vier davon sitzen an Land herum oder bauen Urlaub ab (Ja es gibt die Ausbildungszentren, aber die Beste Ausbildung ist der Tagesbetrieb an Bord). Und dann ist man mit dem Schiff immer auf fremde Hilfe angewiesen: Instandsetzung der Anlagen oder nur das Ausräumen des Schiffes wenn's ins Arsenal geht. Und ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn durch Gefechtseinwirkung 50% der Besatzung zumindest zeitweise ausfallen und im Leitstand alles am Blinken ist. Für fast das gleiche Geld hätte man mit dem gleichen Personalansatz (mehr Mannschaftsdienstgrade) 6 Fregatten mit sehr vergleichbaren Fähigkeiten gehabt. Oder man hätte gleich 8 in zwei Versionen gebaut, wie es jedes andere Land auf der Welt außer Deutschland auch macht, aber nein, wir wollen ja keine verteidigungsfähige Marine, sondern eine nach Wirtschaftsmaßstäben auf Auslandseinsätze zurechtgeschnittene.
Ich entschuldige mich im Vorhinein für diesen Ausbruch, aber nur Gott weiß, was die Beweggründe für das Mehrbesatzungskonzept sind.
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#62
https://esut.de/2019/11/fachbeitraege/ru...t-geplant/

Die Beschaffung von vier Mehrzweckkampfschiffen 180 ist im Bundeshaushalt mit insgesamt 5,27 Milliarden Euro berücksichtigt: Im Haushaltsjahr 2019 sind Mittel in Höhe von 195 Millionen Euro veranschlagt. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Auftragsvergabe noch in diesem Jahr erfolgen könnte. Für die Folgejahre sind jährliche (gesperrte) Verpflichtungsermächtigungen von insgesamt 5,075 Milliarden Euro eingestellt, für das Haushaltsjahr 2020 in Höhe von 385 Millionen Euro. Die Aufhebung der Sperre bedarf der Einwilligung des Haushaltsausschusses des Deutschen Bundestages, wenn der Haushalt so vom Parlament verabschiedet wird.

Eine Option für zwei weitere Mehrzweckkampfschiffe 180, für die die Marine eintritt, ist im Haushalt bisher nicht berücksichtigt.

2018 waren 4,232 Milliarden Euro ausgewiesen worden. Der Kostensprung wurde bereits zum Stein des Anstoßes. Bei weiteren Steigerungen besteht nicht nur das Risiko der schwindenden Akzeptanz innerhalb und außerhalb des Parlaments. So gilt jetzt schon: Aus der diesjährigen Haushaltsaufstellung zeichnet sich die Linie ab, von der in der NATO gegebenen Zusage, die Verteidigungsausgaben bis 2024 auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts anwachsen zu lassen, abzuweichen. Kostensteigerungen bei dem Mehrzweckkampfschiff 180 könnten deswegen zu unerwünschten Effekten führen – etwa Streckung des Projektes oder Kompensationsleistungen innerhalb des Einzelplans 14. Neben dem Finanziellen bleiben zügige Auftragsvergabe, rechtzeitiger Mittelabfluss, Überwachung in der Umsetzung und Einhaltung der Zeitvorgaben kritische Faktoren bei der Realisierung des Großprojektes.
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#63
Zitat:Für fast das gleiche Geld hätte man mit dem gleichen Personalansatz (mehr Mannschaftsdienstgrade) 6 Fregatten mit sehr vergleichbaren Fähigkeiten gehabt. Oder man hätte gleich 8 in zwei Versionen gebaut, wie es jedes andere Land auf der Welt außer Deutschland auch macht, aber nein, wir wollen ja keine verteidigungsfähige Marine, sondern eine nach Wirtschaftsmaßstäben auf Auslandseinsätze zurechtgeschnittene.
Ich entschuldige mich im Vorhinein für diesen Ausbruch, aber nur Gott weiß, was die Beweggründe für das Mehrbesatzungskonzept sind.


Perspektivisch wäre es sinnvoll 8 Einheiten mit dem Einsatzprofil des MKS 180 (die zweiten 4 als Ablöse für die F-123) zu beschaffen. Dann käme die Marine auch auf ihre Zielgröße von 15 Fregatten.

Das Mehrbesatzungskonzept finde ich unter zwei Voraussetzungen sinnvoll: a) die Schiffe haben wirklich die lange Standzeit im Einsatz und b) man bindet nicht krampfhaft zwei Crews an ein Schiff.
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#64
(01.11.2019, 17:49)Vanitas schrieb: Perspektivisch wäre es sinnvoll 8 Einheiten mit dem Einsatzprofil des MKS 180 (die zweiten 4 als Ablöse für die F-123) zu beschaffen. Dann käme die Marine auch auf ihre Zielgröße von 15 Fregatten.

Das Mehrbesatzungskonzept finde ich unter zwei Voraussetzungen sinnvoll: a) die Schiffe haben wirklich die lange Standzeit im Einsatz und b) man bindet nicht krampfhaft zwei Crews an ein Schiff.

Schauen wir auf die Ausschreibung 4+2
Dann müsste man da ja Vergaberechtlich tricksen um 8 beschaffen zu können ?
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#65
https://www.idowa.de/inhalt.wieder-keine...7574e.html

VERTEIDIGUNG

Auch der Etat des Verteidigungsministeriums wächst etwas stärker als geplant auf 45,1 Milliarden Euro. Der Ausschuss bewilligte 134 Millionen Euro zusätzlich, mit denen vor allem Munition beschafft werden soll. Die Nato-Quote steigt nach Berechnungen der Union auf 1,42 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit nähere sich Deutschland dem 1,5-Prozent-Ziel im Jahr 2024, betonte Haushälter Eckhardt Rehberg (CDU). Der Grünen-Haushaltsexperte Sven-Christian Kindler dagegen bezeichnete Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) als Verliererin der Sitzung. Ihre Vorgängerin habe vom Ausschuss zuletzt ein deutlich höheres Plus bekommen. "Die Koalition hat sie im Regen stehen lassen", sagte Kindler.

=> Das hört sich immer noch nicht nach 6x MKS 180 an.
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#66
(15.11.2019, 18:06)Mike112 schrieb: => Das hört sich immer noch nicht nach 6x MKS 180 an.

Natürlich werden wir sechs MKS180 bekommen, wir brauchen die Einheiten schließlich. War doch bei der vierten F124 nicht anders Wink
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#67
(16.11.2019, 08:25)Helios schrieb:
(15.11.2019, 18:06)Mike112 schrieb: => Das hört sich immer noch nicht nach 6x MKS 180 an.

Natürlich werden wir sechs MKS180 bekommen, wir brauchen die Einheiten schließlich. War doch bei der vierten F124 nicht anders Wink

Damals glaubte man darauf verzichten zu können. Heute wünscht sich der Eine oder Andere man hätte sie.Big Grin
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#68
Sinnvoll wäre es jetzt 6x MKS 180 und danach 6x F127 zu beschaffen.
Weniger Vielfalt mehr von einer Serie erleichtert Unterhalt, Personalgestellung ect.

12+4 Wäre dann auch erst einmal ausreichend um die Fregatten für die beiden NATO GRuppen zu stellen.
Wenn dann 10 K130 Unterstützen wären 26 Überwasserkampfeinheiten im Pool.

Darum sehe ich auch den Bedarf so schnell wie möglich 6x MKS zu beschaffen.
sonst fällt das wieder hinten runter Undecided
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#69
(16.11.2019, 16:59)Mike112 schrieb: Sinnvoll wäre es jetzt 6x MKS 180 und danach 6x F127 zu beschaffen.
Weniger Vielfalt mehr von einer Serie erleichtert Unterhalt, Personalgestellung ect.

12+4 Wäre dann auch erst einmal ausreichend um die Fregatten für die beiden NATO GRuppen zu stellen.
Wenn dann 10 K130 Unterstützen wären 26 Überwasserkampfeinheiten im Pool.

Darum sehe ich auch den Bedarf so schnell wie möglich 6x MKS zu beschaffen.
sonst fällt das wieder hinten runter Undecided

Es wäre schon ein Fortschritt die 4 MKS zu bestellen. Für Nummer 5 und 6 kann man noch 3-4 Jahre warten.
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#70
(16.11.2019, 20:28)ede144 schrieb: Es wäre schon ein Fortschritt die 4 MKS zu bestellen. Für Nummer 5 und 6 kann man noch 3-4 Jahre warten.

Finale Angebote liegen doch vor ?
Haushalt gibt die Beschaffung von 4 auch her ?
Warum sollten die nicht auch beauftragt werden ?

Wobei die weitere Finanzplanung da nicht unbedingt für 2 weitere garantieren muss Undecided
Und es wäre nicht das erste Projekt wo die Option nicht gezogen wird...
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#71
Die F127 wird soweit auch all das können müssen wie das MKS 180, weshalb ich persönlich bei der Stimmungslage nicht an die Optionen glaube.
Ich halte es tatsächlich für möglich, man sagt erstmal abgespeckte Fahigkeiten der ersten 2 Schiffe der Klasse F127 und dann erst volle AAW/BMD Fähigkeit.
Somit kann man sich in der Politik möglichst lange davor drücken neue Gelder für MKS180 zur Verfügung zu stellen, mit der zusätzlichen Argumentation, ob denn wirklich so viele Schiffe uberhaupt dann noch gebraucht werden...

Würden sich denn dann Vorteile in der Entwicklung ergeben? Früherer Start der F127 mit weniger Risiko in der Entwicklung alles zeitgleich funktionsfähig haben zu müssen und erst hinterher die nochmal deutlich komplexerer Technologie für BMD zu integrieren?
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#72
Da die F124 auf BMD aufgerüstet werden sollen, ist für einen Nachfolger nicht wirklich was neues. Es sei denn man erfindet neue Effektoren
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#73
(17.11.2019, 16:49)ede144 schrieb: Da die F124 auf BMD aufgerüstet werden sollen, ist für einen Nachfolger nicht wirklich was neues. Es sei denn man erfindet neue Effektoren

So wie in dem Thread zur Nachfolge ja auch geschrieben steht wird da wohl nur die Shoterfunktion dazukommen , die bei der F124 nicht mehr realisiert wird...
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#74
Wink 
Als ich eines der Titelbilder der heutigen Online Ausgabe von ESUT gesehen hatte, hatte ich das Bild auf mich wirken lassen und dann viel mir ein : Suche den Fehler!

https://esut.de/2020/02/meldungen/streit...undeswehr/

Bei den vielen Millarden Euronen die das Budget der Bundeswehr umfasst, sollten doch ein "paar" € für ordentliche Uniformen, zumindest in der Ausführung "knitterfrei" (sorry), über sein. Die militärische Führung der Bundeswehr ist doch ein Aushängeschild der Bundesrepublick Deutschland. Vergleicht man dieses Bild, dieser intergeren und honorigen Herren Soldaten mit dem Auftritt eines Boards eines Dax Konzerns auf deren Bilanzpressekonferenz... die CEO's und CFO's usw. usw. würden sich so nicht ablichten lassen!

Sorry dafür, aber diese Uniformen werden diesen Soldaten und Bürgeren in Uniform nicht gerecht. Die Führung der Bundeswehr reprensentiert doch weit mehr als das Board eines Dax Konzern. Diesem Umstand sollten die Uniformen dann bitte doch auch entsprechen.

Okay okay, wir haben dringender Probloem zu lösen, aber Kleider machen Leute! Dieser Leitsatz gilt zumindest in meinem beruflichen Umfeld nach wie vor.
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#75
https://www.n-tv.de/politik/Nato-haelt-a...35630.html

Trotz Corona-Krise Nato hält an Zwei-Prozent-Ziel fest

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie haben Verteidigungsausgaben nicht unbedingt Priorität. Die Nato mahnt ihre Mitglieder dennoch zur Rüstungsdisziplin. Ansonsten drohe sich die globale Machtbalance noch schneller zu verschieben.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg pocht darauf, dass die Alliierten trotz der durch die Corona-Pandemie entstandenen Wirtschaftskrise das Zwei-Prozent-Ziel bei den Verteidigungsausgaben einhalten. "Ich sehe den Konjunkturabschwung in den Mitgliedstaaten und ich weiß, dass erhöhte Ausgaben in vielen Bereichen erforderlich sind, um dagegenzuhalten", sagte der Norweger der "Welt". Die Bedrohungen und Herausforderungen in Sicherheitsfragen, die es vor der Krise gegeben habe, seien aber während der Pandemie nicht zurückgegangen.

"Russland rüstet militärisch weiter auf, die globale Machtbalance verschiebt sich durch den Aufstieg Chinas und die Terrororganisation Isis versucht wieder verstärkt, in Syrien und im Irak Boden zurückzugewinnen", sagte Stoltenberg. Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato sieht vor, dass sich alle Alliierten bis 2024 dem Ziel annähern, mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben.

Deutschland hat die Ausgaben in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert, lag aber 2019 dennoch erst bei einem BIP-Anteil von 1,36 Prozent. Vor allem US-Präsident Donald Trump übt deswegen kontinuierlich Kritik an der Bundesregierung und wirft ihr zu geringes Engagement vor. Im vergangenen November hatte Deutschland der Nato für das Jahr 2020 Verteidigungsausgaben in Höhe von rund 50,3 Milliarden Euro gemeldet.
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Damals wurde geschätzt, dass der Betrag einem Anteil von 1,42 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) entsprechen wird. Wegen der Wirtschaftskrise dürfte der Betrag nun allerdings einer Quote von mehr als 1,5 Prozent entsprechen. Zum Vergleich: Die USA gaben 2019 nach Nato-Zahlen rund 730 Milliarden US-Dollar (644 Mrd. Euro) für Verteidigung aus und lagen damit bei einer BIP-Quote von rund 3,4 Prozent.
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