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(22.05.2025, 16:11)DeltaR95 schrieb: Diese exorbitant hohe Summe wird ja wohl nicht nur für "Verwaltung" sein? Nein, für die Zurverfügungstellung bzw. Überlassung zum Gebrauch, so wie bei jedem Vermieter. Kosten für Modernisierungsmaßnahmen werden selbstverständlich auf den Mieter umgelegt, kommen also hinzu.
So um Seite 100-102 im Thread Bundeswehrreform wurde das Thema hier vor einem Jahr schon mal diskutiert.
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In nur fünf Jahren werden die Schulden um 50 Prozent nach oben klettern. Sie könnten sich im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung amerikanischen Verhältnissen nähern.
Zitat: In nur fünf Jahren wird der Schuldenberg des Bundes um 50 Prozent in die Höhe schießen. In den 75 Jahren seit Bestehen der Bundesrepublik hat der Bund eine Kreditlast von rund 1700 Milliarden Euro angehäuft. Nach den Plänen, die Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) Anfang der Woche vorgelegt hat, kommen nun bis Ende 2029 rund 850 Milliarden Euro hinzu.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/b...60171.html
Zitat:„Die exzellente Bonität des deutschen Staates an den Finanzmärkten war bislang ein Stabilitätsfaktor“, sagt Stefan Kooths, Konjunkturchef des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel: „Dieser Standortfaktor schwindet, wenn demnächst bis zu fünf Prozent der Wirtschaftsleistung in die erweiterte Sicherheit fließen und die Finanzpolitik die dafür möglichen Kreditspielräume voll ausschöpft.“
https://www.welt.de/wirtschaft/plus25631...-wird.html
Absoluter Wahnsinn. Zeit für Neuwahlen.
"Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair."
Hautsache Rheinmetall darf 1.000 Boxer bauen. Warum nicht gleich 10.000?
Wenn wir das Geld wenigstens vernünftig investieren würden.
Zeit chinesisch zu lernen.
Wittgenstein - 维特根斯坦
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Was war nochmal das Credit Rating für China?
Ist dass die alte Leier von fragste zwei VWLer kriegste drei verschiedene Meinungen. Faktisch erwiesen ist ja zumindest dass die Schwarze Null der Vergangenheit das Land schlicht geschadet hat bzw. was der ökonomische Schaden wäre wenn Osteuropa angegriffen wird wäre?
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Die EU ist heute schon massiv überlegen, wenn es um Panzer, Schiffe und Flugzeuge geht. 1000 Panzer mehr machen keinen Unterschied.
Sicherheitspolitische Überlegungen dienen nur als Vorwand für massive Wirtschaftssubventionen. Man versucht die schrumpfende Autoindustrie durch Investitionen in der Rüstungsindustrie abzufangen.
Zitat:Weltweit kam im vergangenen Jahr knapp jedes sechste neue Auto aus Werken deutscher Konzerne. Doch die internationale Bedeutung von Marken wie Mercedes, BMW und VW schrumpft.
https://www.handelsblatt.com/unternehmen...12677.html
https://finanzmarktwelt.de/autoindustrie...gs-323554/
Soll die Autobranche ins Rüstungsgeschäft einsteigen? Die Debatte spaltet Belegschaften und zeigt die Herausforderungen Deutschlands auf seinem Weg zur Verteidigungsfähigkeit.
Zitat:Landauf landab prüfen Manager in den Automobilunternehmen, ob – und wenn ja, wie – sie von steigenden Rüstungsausgaben profitieren können. Die Branche steckt im Umbruch. Vielerorts fallen Stellen weg, und potentielle Partner aus der Rüstung werben schon offensiv darum, frei werdende Kapazität und Fachkräfte zu nutzen, um die Produktion von Drohnen, gepanzerten Fahrzeugen und anderem Kriegsgerät hochzufahren.
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/u...95593.html
Auto-Hersteller und Zulieferer: Rüstungsgeschäft als Geschäftserweiterung
https://www.isw-muenchen.de/online-publi...rweiterung
Dieser Plan ist einfach dumm, nicht nachhaltig und wird grandios scheitern. Wir werden dadurch nicht sicherer sondern haben mehr nutzlosen Panzerschrott in Garagen stehen. Wir ruinieren unsere Wirtschaft für Jahrzehnte und technologisch (ich rede nicht von Forschung) wird der Abstand immer größer.
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Man fragt sich wie Westdeutschland damals überlebt hat bei den damaligen Verteidigungsausgaben. Aber Deutschland geht nun unter weil man zusätzlich noch einmal 1000 Boxer bestellen wird.
Währenddessen ist die Wirtschaft im 1. Quartal schon wieder stärker gewachsen als prognostiziert.
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(30.06.2025, 21:14)Pmichael schrieb: Man fragt sich wie Westdeutschland damals überlebt hat bei den damaligen Verteidigungsausgaben. Aber Deutschland geht nun unter weil man zusätzlich noch einmal 1000 Boxer bestellen wird.
Fragts du mich das?
Das Verhältnis von Steuerzahlern und Rentnern in den 80ern ist mit heute nicht vergleichbar.
Der Warschauer Pakt ist Geschichte. Es gibt keine hunderte rote Divisionen im Osten mehr.
(30.06.2025, 21:14)Pmichael schrieb: Währenddessen ist die Wirtschaft im 1. Quartal schon wieder stärker gewachsen als prognostiziert.
Hättest du auch nur einen verlinkten Artikel gelesen, wüsstest du das einzuordnen.
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Zitat:Sicherheitspolitische Überlegungen dienen nur als Vorwand für massive Wirtschaftssubventionen.
Diesen einen Punkt kann man meiner Meinung nach gar nicht genug hervor heben.
Die vermeintliche Sicherheitspolitik dieser Bundesrepublik der Gegenwart hat alle möglichen Ziele, aber die Kriegsfähigkeit kommt da erst nach allem anderen. Und vor allem anderen steht allein die Frage der Berreicherung und der Umverteilung von Steuergeldern aus der Bevölkerung an die Profiteure dieses Systems.
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Ist das bei Rüstungsgütern nicht immer so?
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Solche Annahmen dienen meistens um die Befriedigung eigener zynischen Bedürfnissen.
Hier geht es nicht mehr dass Deutschland untergeht sondern Deutschland soll untergehen.
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Bevor Weihnachten ansteht, dreht der gute Boris noch mal richtig auf:
Zitat:Bundeswehr
Haushaltsausschuss winkt 50 Milliarden für Rüstungsprojekte durch
Die Bundeswehr will in neue Ausrüstung, Raketenabwehr und Schützenpanzer investieren. Der Haushaltsausschuss hat nun den Weg für die milliardenschweren Vorhaben freigegeben. Die Opposition nennt das »kopflose Beschaffungen«. [...]
Die Bundeswehr bekommt 50 Milliarden Euro für Rüstungsgüter. Das bewilligte der Haushaltsausschuss des Bundestags. Mit dem Geld sollen persönliche Schutzausstattung und Kleidung für die Soldaten gekauft werden. Außerdem gibt es rund vier Milliarden Euro für die Erweiterung des Raketenabwehrsystems Arrow 3 sowie zwei Milliarden Euro für das Luftverteidigungssystem Patriot. Mehr als vier Milliarden Euro sollen für weitere Schützenpanzer Puma (»2. Los«) ausgegeben werden. [...]
»Wir meinen es ernst, wenn wir sagen, dass wir unsere Bundeswehr leistungsstark und mit Durchhaltefähigkeit ausstatten und das so schnell wie möglich«, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). »Und wir meinen es ernst, wenn wir den Bürgerinnen und Bürgern und unseren Bündnispartnern immer wieder sagen: Wir übernehmen Verantwortung und auf uns ist Verlass.« [...] Aus der Opposition kam deutliche Kritik an der Vorgehensweise der Bundesregierung. »Der Weihnachtseinkauf des Verteidigungsministeriums zeigt deutlich auf, warum der Bundesrechnungshof immer wieder gewarnt hat, dass unbegrenzte Finanzmittel nicht zu kopflosen Beschaffungen führen dürfen«, sagte der grüne Haushälter Sebastian Schäfer.
https://www.spiegel.de/politik/deutschla...dfeb92fa13
Schneemann
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Nach der historischen Kaufkraft-Tabelle der Bundesbank dürfte Deutschland mit knapp €90 Mrd. heuer die höchsten Rüstungsausgaben seit 1939 getätigt haben.
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1939 stand nur Polen im Programm.
Schneemann
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Korrektur. Meine Beobachtung war so, wie sie da steht, absolut falsch formuliert, denn natürlich waren die deutschen Rüstungsausgaben nach 1939 höher—sogar um ein Vielfaches. Ich hätte schreiben sollen: "Die höchsten Rüstungsausgaben in Friedenszeiten seit 1939".
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Militärausgaben in Prozent zum BIP
1930 1,0%
1931 1,2%
1932 1,5%
1933 3,2%
1934 3,4%
1935 5,5%
1936 7,6%
1937 9,6%
1938 18,1%
https://www.bundestag.de/resource/blob/5...f-data.pdf
2024 2.1%
2025 2.4% oder so
Die Rüstungsausgaben die da genehmigt wurden strecken sich ja über Jahre.
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