(Luft) Future Combat Air System (FCAS) und New Generation Fighter (NGF)
(06.03.2026, 15:31)Bairbus schrieb: Ich bin auch ein Verfechter eines gemeinsamen Kampfflugzeugs, aber es spielt keine Rolle mehr.

Was glaubt Ihr, weshalb die CDG in Schweden war, bevor sie ins Mittelmeer abgezogen wurde?

Hier einmal ein Artikel aus der BBC zum Thema nuklearer Schutzschirm für europäische Partner:

https://www.bbc.com/news/articles/cj4zlnezrl7o


Diese Chance, Europa ohne die USA nuklear verteidigen zu können, ist wichtiger als der Streit zwischen Dassault und Airbus.

Nein, ist interessanterweise das Gegenteil. Ein großes Land wie Deutschland darf seine industrielle Stärke im Rüstungsbereich nicht zerstören lassen nur um zu einem niederen Zulieferer für Dassault zu degenerieren. Ohne diese Stärke hätte die Ukraine zum Beispiel niemals die wichtigen IRIS-T Batterien erhalten, da man Mica gekauft hätte und keine eigene Flugkörperfamilie entwickelt.

Mehr Europa kann nicht immer mehr Frankreich bedeuten. Wieso wurden die zwei großen Panzerhersteller fusioniert aber nicht Airbus D&S und Dassault?
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1680 Beiträge seit 2018. So ziemlich alles wurde schon mehrmals durchgekaut; Die Diskussion dreht sich oft im Kreise.
Schon vor Jahren schrieb ich das es einen Wettbewerb zwischen Airbus DS und Dassault um den Platz N°1 im Bereich Kampfflugzeuge gibt, ausgetragen mit harten Banden.

Aber hier im Forum wird dieser Wettbewerb oft idealisiert, als Konflikt zwischen Gut und Böse.

Und es geht das Winken mit dem Scheckbuch. Fakt ist allerdings das, als Deutschland die Friedensdividende einstrich, Frankreich jedes Jahr seine strategische Streitkräfte modernisierte, die jetzte das souveräne nukleare Rückgrat der europäischen vorausgehenden Abschreckung” («dissuasion avancée») sind. Fakt ist auch das wenn es wie jetzt im Nahen Osten brennt, französische Fregatten auslaufen ,während die deutsche Marine "blank" kaputt gespart wurde.

Von Zeit zu Zeit in den Rückspiegel schauen hilft.

Das Projekt FCAS (SCAF) wurde schlecht aufgesetzt, ohne den Ukraine-krieg hätte es sich vielleicht "durchgewustelt", aber heute stehen wir endlich vor einer Entscheidung, braucht DE eine atomwaffenfähigen Kampfflieger. Wenn die deutsche Antwort bei Nein bleibt, dann it das Projekt gestorben, dann sind alle Diskussionen vergeudete Zeit.

Aber es ist richtig das sich die Politik jetzt erst mal um den Libanon kümmert.
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Bairbus schrieb:Was glaubt Ihr, weshalb die CDG in Schweden war, bevor sie ins Mittelmeer abgezogen wurde?
Ich hätte jetzt gesagt primär zu Werbezwecken, da Frankreich und Schweden ihre Verteidigungskooperation seit dem NATO-Beitritt Schwedens vertiefen. Ich glaube nicht, dass dies etwas mit FCAS zu tun hat.
Zitat:Diese Chance, Europa ohne die USA nuklear verteidigen zu können, ist wichtiger als der Streit zwischen Dassault und Airbus.
Wie uns Monty Python einst lehrte:
die einzigen, die die Volksfront von Judäa noch mehr hasset als die Römer, sind diese verdammten Schweine von der Judäischen Volksfront Big Grin

Aber ja, mit der Aussage hast du recht. Scheint glücklicherweise auch in der Politik angekommen zu sein, zumindest teilweise.
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Berlin, 06. ⁠Mrz (Reuters) - Die Entscheidung über den Bau des europäischen Luftkampfsystems FCAS wird erneut verschoben. "Wir befinden uns in einem intensiven Dialog mit Frankreich und werden hier sicherlich auch innerhalb ‌der nächsten Wochen dann auch zu einer Entscheidung kommen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Freitag in ⁠Berlin. ⁠Das Projekt werde von der Bundesregierung als "sehr, sehr wichtig" erachtet, sei aber auch sehr komplex. Zuletzt hatte die Bundesregierung eine Entscheidung bis Ende Februar angekündigt.

https://www.onvista.de/news/2026/03-06-d...0-26486939
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Ich liebe ja wie man es als Dassault vs Airbus hoch sterilisiert in Frankreich wenn wir doch wissen es will eigentlich nur eine Seite den politischen Rahmenvertrag ändern.
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(06.03.2026, 16:39)voyageur schrieb: heute stehen wir endlich vor einer Entscheidung, braucht DE eine atomwaffenfähigen Kampfflieger. Wenn die deutsche Antwort bei Nein bleibt, dann it das Projekt gestorben
An diesem Detail soll es deiner Ansicht nach scheitern?

(06.03.2026, 17:12)Mic schrieb: Berlin, 06. ⁠Mrz (Reuters) - Die Entscheidung über den Bau des europäischen Luftkampfsystems FCAS wird erneut verschoben.
[Bild: https://media.tenor.com/oxKH9ZNksREAAAAM...-funes.gif]

(06.03.2026, 18:25)Pmichael schrieb: Ich liebe ja wie man es als Dassault vs Airbus hoch sterilisiert in Frankreich wenn wir doch wissen es will eigentlich nur eine Seite den politischen Rahmenvertrag ändern.
Welchen? Den ursprünglichen zwischen D und F oder den später veränderten zwischen D, F und E? Tongue
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(06.03.2026, 21:25)Broensen schrieb: An diesem Detail soll es deiner Ansicht nach scheitern?

[Bild: https://media.tenor.com/oxKH9ZNksREAAAAM...-funes.gif]

Welchen? Den ursprünglichen zwischen D und F oder den später veränderten zwischen D, F und E? Tongue

Den der jetzt von französischer Seite einseitig geändert werden soll
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(06.03.2026, 22:00)Pmichael schrieb: Den der jetzt von französischer Seite einseitig geändert werden soll
Nachdem er gegen den Willen von Dassault zuvor geändert wurde.

Ich weiß halt nicht, ob man genau das Dassault tatsächlich vorhalten sollte. Sie hatten ursprünglich den Lead in einem 50/50-Projekt, jetzt haben sie nur noch ein Drittel vom (größeren) Kuchen und sollen aus dieser Minderheitsposition führen. Ich kann verstehen, dass ihnen das nicht schmeckt, ganz unabhängig vom unangenehmen Gehabe Trappiers. Da hat sich schon mit dem Einstieg Spaniens etwas in der Konstruktion des Projekts problematisch verschoben.
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(06.03.2026, 21:25)Broensen schrieb: heute stehen wir endlich vor einer Entscheidung, braucht DE eine atomwaffenfähigen Kampfflieger. Wenn die deutsche Antwort bei Nein bleibt, dann it das Projekt gestorben
An diesem Detail soll es deiner Ansicht nach scheitern?
Detail, es bedeutet ja das es zwei NGF geben muss und das hat Macron ja schon abgelehnt.

Zur Erinnerung Frankreich muss den Rafale als Atomwaffenträger gegen 2040 ablösen.
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(06.03.2026, 22:08)Broensen schrieb: Nachdem er gegen den Willen von Dassault zuvor geändert wurde.

Ich weiß halt nicht, ob man genau das Dassault tatsächlich vorhalten sollte. Sie hatten ursprünglich den Lead in einem 50/50-Projekt, jetzt haben sie nur noch ein Drittel vom (größeren) Kuchen und sollen aus dieser Minderheitsposition führen. Ich kann verstehen, dass ihnen das nicht schmeckt, ganz unabhängig vom unangenehmen Gehabe Trappiers. Da hat sich schon mit dem Einstieg Spaniens etwas in der Konstruktion des Projekts problematisch verschoben.

Spanien ist ein halbes Jahr später offiziell zugestoßen, nachdem es allgemein bekannt war, dass die Spanier Teil von FCAS werden. Das ist der politische Rahmen, mit dem alle letztendlich einverstanden waren, und im Gegensatz zu Deutschland und Spanien sitzt in Frankreich weiterhin die Person, die dies mitgetragen hat.
Eine nachträgliche Änderung basierend auf der technischen Empfehlung von Dassault ist eine ganz andere Hausnummer.

Letztendlich haben wir eine klassische You can’t have your cake and eat it Situation. Die zwei Kampfflugzeuge Lösung würde technisch gesehen Dassault genau das geben, was sie öffentlich verlangen, aber Frankreich will und kann eine solche Lösung nicht finanzieren, daher will man nicht nur die volle Kontrolle über das Kampfflugzeug haben, sondern auch noch deutsches und spanisches Geld.
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(04.03.2026, 23:25)ede144 schrieb: Und wer bezahlt das? Frankreich sicher nicht. Das ist ja das Problem von Macron

Und wäre das nicht die Steilvorlage für FR-DE Kooperation 2. Flieger mit größerem Anteil bezahlt durch DE, inkl. A Waffentauglichkeit (oder auch später ausgelagert nach XYZ) und im großen Konsens eine *verbindlichiche*, "politische Wechsel" überdauernde, glaubhafte Atomare Schutzschildleistung für Europa/EU?
Zwei Zielgruppen auf dem internationalen Markt.
Die Hauptbedarfsträger abgedeckt, vielleicht inkl. der Miniträger, aka Hubschaubi/Drohnen andere Nationen als Alternative zu US Produkten.


Nur welche Struktur bietet einem Partner der Franzosen einen sichere, dauerhafte Zweitschlagskapazität, wenn diese nur durch den FR Präsi entschieden wird? Das ist kein DE Thema, ein EU oder Europa Thema.

(05.03.2026, 20:56)voyageur schrieb: Eure Wunschwelt, eure Träume ...
....Jetzt ist Deutschland am Zuge, wie soll es weitergehen.
Ja, aber nicht nur DE.

In der Beziehung zur EN-JP Lösung mit Prob in Bezug auf die Saudis.
Sind das die zwei Flugzeug-Optionen die alles abdecken, wird etwas dritte benötigt?
Was wäre es für eine Lösung die Träger und Ferne+Luft oder Ferne+Zuladung in zwei Systeme bündel könnte, ganz klar mit KI Sozius der das fehlende jeweils ausgleicht, wir reden über MORGEN oder in X Jahren bzgl Lieferung?
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(06.03.2026, 22:21)voyageur schrieb: Detail, es bedeutet ja das es zwei NGF geben muss und das hat Macron ja schon abgelehnt.
Achso, ja okay. Wenn man das so annimmt, dann natürlich. Nur ist dann der Grund halt nicht, dass wir keinen Atomwaffenträger wollen, sondern dass jemand behauptet, man müsste deswegen zwei verschiedene Flugzeuge bauen. Wink
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(06.03.2026, 23:34)Broensen schrieb: Achso, ja okay. Wenn man das so annimmt, dann natürlich. Nur ist dann der Grund halt nicht, dass wir keinen Atomwaffenträger wollen, sondern dass jemand behauptet, man müsste deswegen zwei verschiedene Flugzeuge bauen. Wink

Das man einen seperaten Jet haben will wegen Atomwaffen ist ein absolut Fadenscheiniges Argument, der Hauptunterschied in den Anforderungen ist der Einsatzradius und die Waffenkapazität der Jets.

Deutschland will viel Reichweite und möglichst auch viel waffenlast was zu einem relativ großen Flugzeug führt, wenn man Stealth haben will.

Frankreich hingegen benötigt ein relativ kompaktes Flugzeug, um es in Ausreichenden Stückzahlen vom Träger aus einsetzen zu können, was bei einem Stealth Flugzeug zu Einschränkungen bei Waffenlast und/oder Reichweite führt.

Ich bin der Überzeugung, das ein Kompromiss möglich wäre, wenn das Projekt alle Projektteilnehmer Kompromissbereitschaft an den Tag legen würden, was ich aber nicht für Realistisch halte.
Und sei es das Airbus SE die Dassault Group bei Dassault Aviation auskauft.(wird nicht passieren)
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(06.03.2026, 22:08)Broensen schrieb: Nachdem er gegen den Willen von Dassault zuvor geändert wurde.

Ich weiß halt nicht, ob man genau das Dassault tatsächlich vorhalten sollte. Sie hatten ursprünglich den Lead in einem 50/50-Projekt, jetzt haben sie nur noch ein Drittel vom (größeren) Kuchen und sollen aus dieser Minderheitsposition führen. Ich kann verstehen, dass ihnen das nicht schmeckt, ganz unabhängig vom unangenehmen Gehabe Trappiers. Da hat sich schon mit dem Einstieg Spaniens etwas in der Konstruktion des Projekts problematisch verschoben.

Es sind immer noch 50 Prozent.

Nur weil Airbus Defence and Space auf mehrere Länder aufgeteilt ist, ist es am Ende dennoch ein Unternehmen.

Also haben Dassault und Airbus jeweils 50 Prozent am NGF.
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(Gestern, 09:58)Bairbus schrieb: Nur weil Airbus Defence and Space auf mehrere Länder aufgeteilt ist, ist es am Ende dennoch ein Unternehmen.

Das ist exakt was Trappier sagt, weswegen er gegen die aktuelle Aufteilung von einem Drittel Dassault zu einem Drittel "Airbus Deutschland" zu einem Drittel "Airbus Spanien" argumentiert.
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