(Vor 10 Stunden)Quintus Fabius schrieb: Du bist meiner Meinung nach zu sehr auf die Atombombe und zu sehr auf den Iran fixiert. Bzw. die Kombination von Atombombe und Iran. Das lässt die Fernwirkungen außer Acht und dass es noch andere Möglichkeiten gibt, insbesondere für irrational agierende Akteure.
Das es andere Gefahren gibt und jede Aktion diverse Folgewirkungen hat sind Binsenweisheiten.
Eine iranische Bombe wäre verheerend. Nicht primär weil dieses Regime sofort einen Atomkrieg gegen Israel starten würde. Das sind Untergangsszenarien, die dann relevant werden wenn dieses Regime fällt. Und das ist ob der Gegebenheiten sowieso nur eine Frage der Zeit. Es ist Wahnsinn Endzeitfanatiker am groißen roten Knopf sitzen zu haben wenn das Volk mit Mistgabel und Fackeln vor der Tür steht.
Genauso ist es Wahnsinn diesem Regime eine defakto Unangreifbarkeit zuzugestehen hinter der es die laufenden Terroraktivitäten völlig ungestört ausleben kann. Der Machtzuwachs des Regimes wäre erheblich. Schon deswegen würde es unweigerlich dazu kommen, dass sich die anderen relevanten Akteure in der Region ebenfalls Nuklearwaffen zulegen würden. Das ist angesichts des vorherrschenden religiösen Fanatismus und der schwieriger innenpolitischen Lager diverser Länder der Region blanker Wahnsinn und garantiert längerfristig eine völlig unkontrollierbare Gemengelage.
(Vor 10 Stunden)Quintus Fabius schrieb: Das war keineswegs nur ein Junior Officer und ein NCO. Es kam in ungefähr 30 Standorten des US Militärs zu ähnlichen Ansagen.
Das ist lediglich die Behauptung Wichtigtuers. Es ist durchaus möglich, dass die Behauptungen frei erfunden sind.
https://www.friendlyatheist.com/p/before...tory-about
Es wir sicher auch den ein oder anderen Fall geben, in denen irgendwer derartig gelagerte Überzeugungen in seinem aktiven Dienst zum Ausdruck bringt, aber bitte, hier eine Parallele zum Mullah-Regime zu konstruieren ist hochgradig lächerlich.
Zitat: Kurzfristig ja. Etwaig auch mittelfristig. Aber langfristig ist diese Politik des defätistischen, fatalistischen Rasenmähens selbst für Israel katastrophal. Die Idee, dass man die aktuelle Strategie beliebig in Zukunft fortführen kann, stellt die Existenz Israels mehr in Frage als alles andere.
Das Argument funktioniert halt nicht, selbst wenn du recht hättest. Existentielle Bedrohungen müssen angegangen werden, auch dann wenn die Konfrontation damit Szenarien eröffnet, die weiter in der Zukunft zu noch größeren Bedrohungen führen können.
Der Ansatz Bedrohungen nicht zu konfrontieren und den Rasen nicht zu mähen hat uns dabei tatsächlich erst in die Lage gebracht die vom 7. Oktober bis zu zwei Kriegen mit dem Iran geführt hat.
Zitat:
Natürlich besteht rein theoretisch jetzt auch die Möglichkeit, sich als einer dieser Staaten des Nahen Ostens in völlig neuen Bündnissen und Konstellationen zu integrieren und ein sunnitisch-arabisch-jüdisches Bündnis zu schmieden. Aber davon sehe ich in Israel wenig bis nichts.
Tatsächlich sieht man da recht vieles wenn man genauer hinschaut. Die Abraham-Accords fielen da nicht vom Himmel sondern sind das Ergebnis einer über viele Jahre kultivierten defakto Allianz von Israel und diversen arabischen Akteuren.