(See) Next Generation Frigate F127 (F124 Nachfolger)
(Gestern, 22:59)Helios schrieb: PAC-3 und PAC-3 CRI ist das gleiche, und PAC-3 MSE ist auch gegenüber CRI eine Neuentwicklung.
CRI und MSE sind sich im Design ähnlich und funktionieren auch gleich. Die Entwicklung der MSE setzt auf der CRI auf, ich meine aber auch gelesen zu haben, dass eigentlich alle wesentlichen Komponenten neu entwickelt wurden. Die MSE ist auch deutlich schwerer und hat einen größeren Durchmesser.

Weil es oben aufkam: Es kann nicht der gleiche Kanister verwendet werden. Die CRI-Kanister bilden in der Regel ein Viererpack und sitzen ohne Abstand aufeinander auf (je Quad-Pack). Die MSE-Kanister werden einzeln aufeinander gesetzt und haben einen Abstand zwischen jedem einzelnen Kanister. Die sind auch größer, als die CRI-Kanister…

Es gibt ein Angebot vom LM, die CRI-Produktion wieder aufzunehmen, weil die als Quad-Pack in das MK41 passen würden. Bei der MSE geht nur Einzelbeladung (oder doch Dual-Pack?). Bisher habe ich keine Reaktion der Navy gesehen.
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(Heute, 07:27)Kul14 schrieb: Die Fähigkeit der SM 6 gegen ballistische ziele wird hier nach meiner Meinung auch immer ein wenig überschätzt. Die SM6 ist in ihrer Auslegung nicht auf ballistische Ziele spezialisiert wie beispielsweise PAC3 MSE. Ich will nicht sagen das sie hierfür nicht geeignet ist, aber es ist eine sehr schwere/träge Rakete mit einem großen Sprengkopf und nur zweistufiger Auslegung. Sie erreicht nicht die Performance gegen ballistische Ziele die ihre Reichweite suggeriert. Über die maximale Flughöhe der SM6 gibt es übrigens keine offiziellen Zahlen, für die 33km die man oft liest gibt es keine verlässliche Quelle. Aster 30 hat aufgrund der Größe weniger Energiereseven aber deren zweite Stufe ist deutlich leichter und agiler und geht eher in die Richtung in die man für einen BMD spezialisierten Effektor gehen würde. Am ende sind Aster 30 1NT und SM6 in ihren BMD Fähigkeiten vergleichbar.
Dem ist nicht so.
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(Gestern, 23:01)HeiligerHai schrieb: Definiere Neuentwicklung: Für mich ist CRI -> MSE eher eine Weiterentwicklung?
Aber da mag ich mich auch irren.

Die Zelle (Struktur und Aerodynamik) sind neu entwickelt, der Antrieb ist neu und folgt einem anderen Einsatzprinzip, der "Sprengkopf" (Lethality Enhancer) ist neu, der Steuerungscomputer ist weitgehend neu, der Datenlink ist neu und deutlich erweitert und der FK kommt in einem neuen Kanister mit veränderten Anschlüssen - da bleibt nicht mehr viel übrig. Geblieben ist von der CRI nur der Sucher (modifiziert) und Teile der Steuerung (bspw. ACS). Für mich ist das eine Neuentwicklung (offiziell nicht, da geht es aber wie bei anderen Systemen auch um die Mittelzuweisung), es fällt mir schwer Gründe für die Einordnung als Weiterentwicklung zu finden.
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(Vor 11 Stunden)Helios schrieb: Die Zelle (Struktur und Aerodynamik) sind neu entwickelt, der Antrieb ist neu und folgt einem anderen Einsatzprinzip, der "Sprengkopf" (Lethality Enhancer) ist neu, der Steuerungscomputer ist weitgehend neu, der Datenlink ist neu und deutlich erweitert und der FK kommt in einem neuen Kanister mit veränderten Anschlüssen - da bleibt nicht mehr viel übrig. Geblieben ist von der CRI nur der Sucher (modifiziert) und Teile der Steuerung (bspw. ACS). Für mich ist das eine Neuentwicklung (offiziell nicht, da geht es aber wie bei anderen Systemen auch um die Mittelzuweisung), es fällt mir schwer Gründe für die Einordnung als Weiterentwicklung zu finden.
So klar habe ich mir das nicht gemacht.
Ja, hier spreche ich dann auch von einer Neuentwicklung.
Vielen Dank für die Korrektur.

Im Gegensatz zu früheren Modellen wies der in Bonn in einer Grafik dargestellte HYDEF-Flugkörper, bei dem Diehl technisch im Lead ist, einige interessante Veränderungen auf. So wirkte die Form gedrungener, was auf einen größeren Durchmesser und damit mehr Treibstoff hindeutet. Überdis waren unterhalb der Raketenspitze zusätzliche Finnen zu erkennen.
https://www.hartpunkt.de/abwehr-von-hype...sensormix/

Man darf gespannt bleiben.
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HeiligerHai schrieb:Auch das stimmt grundsätzlich.
Allerdings ist eine TBM (ASBM) in diesem Leistungsbracket aus iranischen Händen meiner Auffassung nach kein zuverlässiger Benchmark.
Zitat:Korrigiere mich bitte, wenn ich hier etwas verpasst habe und moderne PLAN ASBM in Huthihänden sind.
Ja und nein. Die ASCM-Bestände der Houthis bestehen soweit ich weiß aus iranischen, russichen, ex-sowjetischen und chinesischen Effektoren, sowie Eigenentwicklungen, das ist bislang bestätigt.
Die ASBM-Bestände werden mWn durchaus aus dem Iran bezogen, sind aber (wie viele "iranische" Waffen) keine vollständigen Eigenproduktionen. Der Iran beschafft einiges an kritischer Technik im Ausland, meist durch Russland und China, besonders was Elektronik und Guidance betrifft. Welche Systeme genau davon "betroffen" sind, lässt sich nicht wirklich sagen.

Bis dahin bleiben lediglich die großen Performanceeckpunkte der TBM/SRBM, Reichweite/ Apogee/ Gewschindigkeit, bei denen es zwischen iranischen und russischen Systemen geringe, zwischen iranischen und chinesischen Systemen große Unterschiede gibt.
Zitat:Die Amerikaner haben eine Menge AD in Katar.
Ich weiß nicht, wer da welche Lasten trägt.
Diese Artikel hier sprechen jedenfalls vorwiegend von den katarischen Streitkräften.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...nd-drones/
https://www.aa.com.tr/en/middle-east/bah...ys/3847696
Soweit ich weiß besteht die Präsenz der Vereinigten Staaten in Katar aus der al-Udeid Air Base, die von einer 1x Staffel Patriot (PAC-?) geschützt wird.
https://edition.cnn.com/2026/01/30/polit...-east-iran
HeiligerHai schrieb:
Kul14 schrieb:Die Fähigkeit der SM 6 gegen ballistische ziele wird hier nach meiner Meinung auch immer ein wenig überschätzt. Die SM6 ist in ihrer Auslegung nicht auf ballistische Ziele spezialisiert wie beispielsweise PAC3 MSE. Ich will nicht sagen das sie hierfür nicht geeignet ist, aber es ist eine sehr schwere/träge Rakete mit einem großen Sprengkopf und nur zweistufiger Auslegung. Sie erreicht nicht die Performance gegen ballistische Ziele die ihre Reichweite suggeriert. Über die maximale Flughöhe der SM6 gibt es übrigens keine offiziellen Zahlen, für die 33km die man oft liest gibt es keine verlässliche Quelle. Aster 30 hat aufgrund der Größe weniger Energiereseven aber deren zweite Stufe ist deutlich leichter und agiler und geht eher in die Richtung in die man für einen BMD spezialisierten Effektor gehen würde. Am ende sind Aster 30 1NT und SM6 in ihren BMD Fähigkeiten vergleichbar.
Dem ist nicht so.
Die SM-6 ist definitiv kein dezidierter BMD-Effektor, je nachdem wie man dezidiert definiert. Die RIM-174 Standard ERAM ist als Ersatz der RIM-67 Standard ER entstanden nachdem die Block IVA Version dieser Anfang der 2000er gestrichen wurde. Wie ihr Vorgänger liegt das Aufgabenspektrum der SM-6 primär im ER-AAW, besonders in Bezug auf Flugzeuge und hoch-fliegende (super- und hypersonische) AShM. Sekundär wurde glaube ich auch die ASuW-Fähigkeit übernommen, die die RIM-67 (SM-2ER) ebenfalls hatte. Nicht zu verwechseln im übrigen mit der SM-2MR, der RIM-66, "unserer" SM-2.

Zwar verfügt die ERAM über eine terminal ballistic defense capability, diese ist aber soweit ich das verstanden habe eine Zusatzbefähigung die zu den ursprünglichen Anforderungen der RIM-67IVA hinzugekommen ist. Das wurde im Designprozess berücksichtigt, aber sie ist nicht um dieses Aufgabenprofil herum entstanden.

Das sieht man auch ein Stück weit, wenn man weiß wonach man Ausschau halten muss. Dezidierte ABM-Effektoren neigen üblicherweise dazu, wenig Finnfläche zu besitzen, da sie Dienstgipfelhöhe vor Reichweite priorisieren, nicht großartig "gleiten" müssen und deshalb wenig Auftrieb brauchen. Vergleiche hierzu bspw THAAD oder ARROW mit der SM-6. AQUILLA (HYDIS²) bspw ebenso. Die SM-3 ist da bislang noch eine Ausnahme, aber auch die wird mit der Block II diesem "Standard" entsprechen.

Ob die SM-6I (die Variante die für die DM beschafft werden soll, was die ältere der beiden Versionen ist) und die ASTER B1NT die gleiche Performance im Terminal BMD erbringen, kann ich nicht sagen. Zwar wird die SM-6 mehr potenzielle Energie Aufbringen können, da sie physisch größer ist und über mehr Brennstoff verfügen wird, aber sie ist auch deutlich schwerer. Die ASTER 30 B1 ist defintiv manövrierfähiger und auch deutlich schneller als die SM-6, was sie vermutlich zur besseren Wahl gegenüber Maneuvering Targets machen wird.

Über die Einzelheiten kann man sich streiten, ich persönlich gehe aber davon aus, dass beide Effektoren im ausreichenden Maße zum Terminal BMD befähigen. Aber eben auch nicht mehr.
Zitat:Im Gegensatz zu früheren Modellen wies der in Bonn in einer Grafik dargestellte HYDEF-Flugkörper, bei dem Diehl technisch im Lead ist, einige interessante Veränderungen auf. So wirkte die Form gedrungener, was auf einen größeren Durchmesser und damit mehr Treibstoff hindeutet. Überdis waren unterhalb der Raketenspitze zusätzliche Finnen zu erkennen.
https://www.hartpunkt.de/abwehr-von-hype...sensormix/

Man darf gespannt bleiben.
Danke für das Update. Smile

Das scheint mir fast schon ein wenig ähnlich dem Ansatz zu sein, denn man bei AQUILLA (HYDIS²) verfolgt. Also eine leicht abgewandelte Interceptor-Stage eines existierenden Lfk (SLM bei HYDEF, ASTER bei AQUILLA), je nachdem mit oder ohne separatem Gefechtskopf, unterstützt von einem Booster.
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(Vor 9 Stunden)DopePopeUrban schrieb: Die SM-6 ist definitiv kein dezidierter BMD-Effektor, je nachdem wie man dezidiert definiert. Die RIM-174 Standard ERAM ist als Ersatz der RIM-67 Standard ER entstanden nachdem die Block IVA Version dieser Anfang der 2000er gestrichen wurde. Wie ihr Vorgänger liegt das Aufgabenspektrum der SM-6 primär im ER-AAW, besonders in Bezug auf Flugzeuge und hoch-fliegende (super- und hypersonische) AShM. Sekundär wurde glaube ich auch die ASuW-Fähigkeit übernommen, die die RIM-67 (SM-2ER) ebenfalls hatte. Nicht zu verwechseln im übrigen mit der SM-2MR, der RIM-66, "unserer" SM-2.

Zwar verfügt die ERAM über eine terminal ballistic defense capability, diese ist aber soweit ich das verstanden habe eine Zusatzbefähigung die zu den ursprünglichen Anforderungen der RIM-67IVA hinzugekommen ist. Das wurde im Designprozess berücksichtigt, aber sie ist nicht um dieses Aufgabenprofil herum entstanden.

Das sieht man auch ein Stück weit, wenn man weiß wonach man Ausschau halten muss. Dezidierte ABM-Effektoren neigen üblicherweise dazu, wenig Finnfläche zu besitzen, da sie Dienstgipfelhöhe vor Reichweite priorisieren, nicht großartig "gleiten" müssen und deshalb wenig Auftrieb brauchen. Vergleiche hierzu bspw THAAD oder ARROW mit der SM-6. AQUILLA (HYDIS²) bspw ebenso. Die SM-3 ist da bislang noch eine Ausnahme, aber auch die wird mit der Block II diesem "Standard" entsprechen.

Ob die SM-6I (die Variante die für die DM beschafft werden soll, was die ältere der beiden Versionen ist) und die ASTER B1NT die gleiche Performance im Terminal BMD erbringen, kann ich nicht sagen. Zwar wird die SM-6 mehr potenzielle Energie Aufbringen können, da sie physisch größer ist und über mehr Brennstoff verfügen wird, aber sie ist auch deutlich schwerer. Die ASTER 30 B1 ist defintiv manövrierfähiger und auch deutlich schneller als die SM-6, was sie vermutlich zur besseren Wahl gegenüber Maneuvering Targets machen wird.

Über die Einzelheiten kann man sich streiten, ich persönlich gehe aber davon aus, dass beide Effektoren im ausreichenden Maße zum Terminal BMD befähigen. Aber eben auch nicht mehr.
Die SM-6I hat eine um 10km höhere Dienstgipfelhöhe, einen 4x größeren Warhead to be continued.
Sie ist deutlich besser für BMD geeignet.
Und obwohl sie in erster Linie für weitreichende AAW entwickelt und nur sekundär für BMD geplant wurde, ist sie letztendlich so ein extrem leistungsfähiger AAW Effektor, dass hier auch ein gewisser Spill-over für BMD rumkommt.
(Vor 9 Stunden)DopePopeUrban schrieb: Danke für das Update. Smile

Das scheint mir fast schon ein wenig ähnlich dem Ansatz zu sein, denn man bei AQUILLA (HYDIS²) verfolgt. Also eine leicht abgewandelte Interceptor-Stage eines existierenden Lfk (SLM bei HYDEF, ASTER bei AQUILLA), je nachdem mit oder ohne separatem Gefechtskopf, unterstützt von einem Booster.
Damit dürften sich die Gerüchte zu der höheren Reichweite bestätigen.
Ich sehe nicht, wie HYDIS/HYDEF auf bestehenden LFK aufbauen sollen?
Die müssen ebenfalls neu entwickelt werden.
Letztendlich werden aber gewisse Designkonzepte und -philosophien einfließen, weil sie von den respektiven Unternehmen entwickelt werden.
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Aster 30 Block 1NT und SM-6 Block 1 sind in ihren Fähigkeiten in der BMD nicht gleich, aber zu behaupten, SM-6 wäre grundsätzlich besser ergibt keinen Sinn und bei manchem Argument hier fehlt mir die Einordnung, die einfache Nennung reicht da nicht. Als Beispiel sei etwa die Größe des Gefechtskopfes genannt, eine höhere Sprengwirkung muss immer in Kombination mit der Genauigkeit betrachtet werden um überhaupt eine sinnvolle Aussage über die Zielwirkung zu erhalten. Das gilt umso mehr, da wir hier zwei grundsätzlich unterschiedliche Wirkprinzipien vorfinden. Aster 30 wurde von Anfang an für Hit to Kill ausgelegt, der zusätzliche Gefechtskopf besitzt nur eine ergänzende Wirkung für ein breiteres Zielspektrum (ähnlich wie etwa bei PAC-3). Gegen ballistische Ziele ist Hit to Kill das wirksamere Prinzip (weil die Zielwirkung wesentlich höher ist) und deshalb für dedizierte ABM das bevorzugte Konzept. SM-6 hingegen besitzt einen gerichteten Splittergefechtskopf, dabei ist dessen Masse wesentlich für die Wirkung am Ziel, gleichzeitig ist insbesondere gegen schnelle Ziele eine sehr genaue Auslösung notwendig. Tatsächlich war das auch die größte Herausforderung bei der Entwicklung des MK125 für den Einsatz gegen ballistische Raketen, und trotzdem bleibt die Zielwirkung zumindest theoretisch eingeschränkt. Theoretisch und nur auf diesen Aspekt bezogen wäre Aster 30 Block 1NT tatsächlich sogar besser als ABM geeignet.
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(Vor 8 Stunden)HeiligerHai schrieb: Die SM-6I hat eine um 10km höhere Dienstgipfelhöhe, einen 4x größeren Warhead to be continued.
Sie ist deutlich besser für BMD geeignet.
Und obwohl sie in erster Linie für weitreichende AAW entwickelt und nur sekundär für BMD geplant wurde, ist sie letztendlich so ein extrem leistungsfähiger AAW Effektor, dass hier auch ein gewisser Spill-over für BMD rumkommt.

Bezüglich des Gefechtskopfes hat Helios ja schon was geschrieben. Was die Dienstgipfelhöhe angeht gibt es keine offiziellen Daten, die 33km die man of liest sind eine Schätzung für die maximale Dienstgipfelhöhe. Die offizielle Angabe für die Aster ist über 25km. Wo die beiden Systeme am ende wirklich liegen wird niemand von uns Wissen, aber der Unterschied ist geringer als 10km. Aster hat durch die sehr große erste Stufe und das gute Leistungsgewicht eig. alle Vorraussetzungen für eine große Dienstgipfelhöhe. Ich würde vermuten die beiden Effektoren unterscheiden sich hier nur um wenige km.
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Nach dem Datenblatt von MBDA spricht man nicht von über 25km sondern von einer 25km Leistungsklasse. Auch ist der Flugkörper mit 450Kg deutlich leichter und wiegt nur 1/3 einer SM-6.
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