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Die Dänische Marine ist Momentan im Prozess der Beschaffung von neuen AAW Fregatten als Ersatz für die Iver-Huitfeldt Klasse(IH).
Da dieses Thema schon häufiger in anderen Strängen Aufgekommen ist (FUAD, FDI, F127) möchte ich hier einen Eigenen Strang dafür Aufmachen:
Momentan im Rennen sind:
Frankreich/ Naval Group mit der FDI, die sich sehr offensiv Positionieren und mit geringen Kosten werben, jedoch am Weitesten weg von den Aktuell in Benutzung befindlichen Systemen sind und auch den Kleinsten Entwurf haben mit weniger AAW Feuerkraft als die IH heute.
Babcock mit der AH140, die den IH am nächsten sind, da sie ein eine Direkte Weiterentwicklung dieser sind, jedoch auch mit nur maximal 32 Mk41 VLS weniger AAW Feuerkraft als die IH.
Navantia voraussichtlich mit der F110, auch wenn diese eine ASW Fregatte ist und deshalb mit ihrer Limitierten AAW Feuerkraft der voraussichtlich unwahrscheinlichste Kandidat ist.
NVL mit der GMF120, der bekannte Kandidat mit der größten Magazintiefe mit 64 VLS und auch der einzige bekannte mit mehr AAW Feuerkraft als die IH, wobei es sich hierbei um ein Papierschiff handelt im Gegensatz zu den bisher genannten.
Auch noch im Raum steht TKMS mit der A400 AMD, auch wenn es noch nichts offizielles von TKMS gibt, aber anscheinend hat es Werftbesuche gegeben. Hierbei würde es sich um das Größte und Teuerste Schiff handeln, aber auch mit der meisten Feuerkraft. Dagegen spricht, das die einzige bis jz bekannte Variante mit AEGIS kommt und das bei den aktuellen Beziehungen zwischen DK und den USA.
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Wobei mir nicht bekannt ist, was die Dänen genau fordern und wie viele Schiffe sie anstreben, wobei es mindestens 3 werden sollten.
Wenn ihr mehr wisst bitte reinschreiben.
Auch noch offen ist wie es mit den IH weitergeht, da dieses schiffe vom Rumpf her noch 15 Jahre Lebenszeit vor sich haben.
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Was die Huitfeldts betrifft, so wurde das eigentlich anstehende MLU mWn erstmal gestrichen. Stattdessen steht nun im Raum, die 3x Einheiten entweder als OPV umzurüsten und die drei Einheiten im Dienst der RDN zu halten oder sie zu verkaufen. So hat die argentinische Marine vor einiger Zeit verlautbaren lassen, dass sie an einem Kauf der Schiffe interessiert seien.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...-frigates/
Was für die neuen Luftverteidgungsfregatten noch relevant sein dürfte ist, dass die dänische Regierung mWn einiges an dänischer Industriebeteiligung an dem Projekt fordert. Man möchte dieses Projekt teilweise nutzen um die brach liegende dänische Schiffbauindustrie wieder aufzubauen.
https://www.newsoresund.se/fransk-offens...2520kronor.
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid285107
So haben mWn bislang sowohl NVL, wie auch Navantia und NavalGroup entsprechende Angebote gemacht bei denen ein Teile der Wertschöpfung und des Baus in Dänemark stattfinden sollen. Zu Babcock und TKMS sofern die beim Vergabeprozess beteiligt sind, sind mir noch keine Details in diese Richtung bekannt.
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(02.03.2026, 23:27)DopePopeUrban schrieb: Was für die neuen Luftverteidgungsfregatten noch relevant sein dürfte ist, dass die dänische Regierung mWn einiges an dänischer Industriebeteiligung an dem Projekt fordert. Man möchte dieses Projekt teilweise nutzen um die brach liegende dänische Schiffbauindustrie wieder aufzubauen. ... So haben mWn bislang sowohl NVL, wie auch Navantia und NavalGroup entsprechende Angebote gemacht bei denen ein Teile der Wertschöpfung und des Baus in Dänemark stattfinden sollen. Zu Babcock und TKMS sofern die beim Vergabeprozess beteiligt sind, sind mir noch keine Details in diese Richtung bekannt.
Eine weitere Gelegenheit, um zu erwähnen, dass ich Rheinmetall sehr empfehlen würde, OMT (das verbliebene Konstruktionsbüro der Odense-Werft) zu kaufen, um gegenüber TKMS konkurrenzfähig zu werden. Dann würde aus der Papierfregatte GMF120 vielleicht wirklich ein ernstzunehmendes Angebot.
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(02.03.2026, 23:27)DopePopeUrban schrieb: Was die Huitfeldts betrifft, so wurde das eigentlich anstehende MLU mWn erstmal gestrichen. Stattdessen steht nun im Raum, die 3x Einheiten entweder als OPV umzurüsten und die drei Einheiten im Dienst der RDN zu halten oder sie zu verkaufen. So hat die argentinische Marine vor einiger Zeit verlautbaren lassen, dass sie an einem Kauf der Schiffe interessiert seien.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...-frigates/
Was für die neuen Luftverteidgungsfregatten noch relevant sein dürfte ist, dass die dänische Regierung mWn einiges an dänischer Industriebeteiligung an dem Projekt fordert. Man möchte dieses Projekt teilweise nutzen um die brach liegende dänische Schiffbauindustrie wieder aufzubauen.
https://www.newsoresund.se/fransk-offens...2520kronor.
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid285107
So haben mWn bislang sowohl NVL, wie auch Navantia und NavalGroup entsprechende Angebote gemacht bei denen ein Teile der Wertschöpfung und des Baus in Dänemark stattfinden sollen. Zu Babcock und TKMS sofern die beim Vergabeprozess beteiligt sind, sind mir noch keine Details in diese Richtung bekannt.
Babcock hat den Bau der Fregatten ab dem 2. Schiff in Dänemark angeboten. Das erste würde aber in Schottland gebaut.
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Broensen schrieb:Eine weitere Gelegenheit, um zu erwähnen, dass ich Rheinmetall sehr empfehlen würde, OMT (das verbliebene Konstruktionsbüro der Odense-Werft) zu kaufen, um gegenüber TKMS konkurrenzfähig zu werden. Dann würde aus der Papierfregatte GMF120 vielleicht wirklich ein ernstzunehmendes Angebot.
Ich glaube mit Blohm + Voss und Lürssen dürfte Rheinmetall eigentlich schon so ganz gut aufgestellt sein was Konstruktionsbüros betrifft. Es dürfte eher an Bauwerften mangeln, da die Peene-Werft keine allzu großen Einheiten bauen kann.
OMT selber dürfte wahrscheinlich eher eine dänische Lösung anstreben. Perspektivisch will der dänische Staat anscheinend einen Endausstattungsstandort in Frederickshaven aufbauen und der Bauhafen für den Fehmanntunnel in Rodby möchte man später möglicherweise auch umfunktionieren. Sollte das geschehen wird OMT wahrscheinlich in diesem Kosmos bleiben. Wozu ein "Anhängsel" von Rheinmetall werden wenn man auch selber mit ordentlich Unterstützung vom dänischen Staat arbeiten kann?
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roomsim schrieb:Babcock hat den Bau der Fregatten ab dem 2. Schiff in Dänemark angeboten. Das erste würde aber in Schottland gebaut.
Ah, danke für die Info
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(Gestern, 10:38)DopePopeUrban schrieb: Ich glaube mit Blohm + Voss und Lürssen dürfte Rheinmetall eigentlich schon so ganz gut aufgestellt sein was Konstruktionsbüros betrifft.
Also soweit ich weiß, ist die B&V-Entwicklungsabteilung damals bei TKMS verblieben und Lürssen selbst haben ihre Konstrukteure im Zivilgeschäft behalten. NVL hat nur das knapp 30-köpfige KBO in Wolgast mitgebracht zu Rheinmetall, das hauptsächlich Erfahrungen mit NVA-Schnellbooten und Export-OPVs hat. Selbst die MBV707 hat Meyer konstruiert und nicht NVL. Aber ich lass mich gerne korrigieren, falls jemand abweichende Informationen hat.