Umfrage: Wohin wird Grönland künftig gehören?
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Wie bisher - zu Dänemark und damit zur EU
82.35%
14 82.35%
Grönland wird sich mehr nach Nordamerika orientieren
5.88%
1 5.88%
Grönland wird eine Position zwischen den Kontinenten einnehmen
11.76%
2 11.76%
Gesamt 17 Stimme(n) 100%
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Dänemark - Grönland
#91
Ich glaube ja vieles, aber sicherlich nicht, dass 62 der Bundesbürger für Grönland gegen die USA in den Krieg ziehen wollen.
Da kickt nur der dumpfe Antiamerikanismus.
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#92
Sogar stramm rechskonservative Politiker wie Laschet: Trumps Gründe für Grönland sind nur vorgeschoben - haben eine eindeutige Meinung
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#93
(Gestern, 18:46)Kongo Erich schrieb: Sogar stramm rechskonservative Politiker wie Laschet: Trumps Gründe für Grönland sind nur vorgeschoben - haben eine eindeutige Meinung

Was genau soll an Laschet stramm rechtskonservativ sein? Der gehört doch klar zum linken Flügel der Union.
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#94
(Gestern, 10:34)Grolanner schrieb: Wäre es für Grönland eine Option, sich nach einem Referendum für Unabhängigkeit Kanada anzuschliessen?
Hab' ich auch schon gesagt. Und dann muss Kanada noch in die EU eintreten. Wink

Sinn würde es theoretisch schon irgendwie machen, aber der Mehrwert gegenüber dem Status quo fehlt. Was könnte (und wollte) Kanada den Grönländern bieten, was Dänemark ihnen nicht bietet?

(Gestern, 17:00)voyageur schrieb: Jens-Frederik Nielsen (links)
In Grönland hat offenbar lange keine Sonne mehr geschienen.

(Gestern, 16:27)EuropeanMind schrieb: https://bsky.app/profile/tbenner.bsky.so...cq4j33ts2k
(Gestern, 17:31)Nightwatch schrieb: Ich glaube ja vieles, aber sicherlich nicht, dass 62 der Bundesbürger für Grönland gegen die USA in den Krieg ziehen wollen.
Da kickt nur der dumpfe Antiamerikanismus.
Ich war auch positiv überrascht, denke aber, dass das eine theoretisch-moralische Antwort war. Ein Volksentscheid zu einem realen Einsatzbefehl würde sicher anders ausgehen.

(Gestern, 18:52)lime schrieb: Was genau soll an Laschet stramm rechtskonservativ sein? Der gehört doch klar zum linken Flügel der Union.
Rechtskonservativ ist auch mMn falsch. Laschet ist zwar klar konservativ, dabei aber eher zentristisch als rechts.
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#95
(Gestern, 17:31)Nightwatch schrieb: Ich glaube ja vieles, aber sicherlich nicht, dass 62 der Bundesbürger für Grönland gegen die USA in den Krieg ziehen wollen.

62 Verrückte finden sich immer allemal.
Hauptsache, die sind dann in Grönland ....

Lustig sind ja diese ntv/RTL Terndbarometer, bei denen ein Anruf 50 Cent kostet und mit denen sich diese Privatsender zum Teil finanzieren.
Die sind als Quelle ebenso seriös wie der Pressesprecher des WH.
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#96
Dänemark hat gerade eine erhöhte Truppenpräsenz in Grönland verkündet. Sicher nicht gnaz zufällig ein paar Stunden vor dem Treffen mit Vance.

Zitat:The Danish Armed Forces expand their presence and continue exercises in Greenland in close cooperation with allies

The geopolitical tensions have spread to the Arctic. The Government of Greenland, and the Danish Ministry of Defence have therefore decided to continue the Danish Armed Forces’ increased exercise activity in Greenland, in close cooperation with NATO allies. From today, there will be an expanded military presence in and around Greenland – in close cooperation with NATO allies. The purpose is to train the ability to operate under the unique Arctic conditions and to strengthen the alliance’s footprint in the Arctic, benefiting both European and transatlantic security.

As part of the increased presence in the Arctic and North Atlantic, the Danish Armed Forces are, from today, deploying capabilities and units related to the exercise activities. In the period ahead, this will result in an increased military presence in and around Greenland, comprising aircraft, vessels and soldiers, including from NATO allies.

The exercise activities in 2026 could include guarding critical infrastructure, providing assistance to local authorities in Greenland, including the police, receiving allied troops, deploying fighter aircraft in and around Greenland, and conducting naval operations.

Joint Arctic Command will keep citizens of Greenland continuously informed about the activities and engage in close dialogue with relevant Greenlandic authorities and key stakeholders. [...]
https://www.fmn.dk/en/news/2025/the-dani...th-allies/

Denke, das ist ein einigermaßen cleverer Schachzug. An der Oberfläche wird Trump da wenig gegen sagen können, weil er ja selber mehr Truppen zum Schutz Grönlands fordert.

Auf der anderen Seite hast du so
(a) eine Mischung aus "Stolperdraht"-Truppen verschiedener Nationen, die die USA aus dem Weg räumen müssten, was den politischen Preis einer Operation hochtreibt und
(b) vermutlich genug Truppen, dass es eine militärische Operation brauchen würde und du da nicht einfach mit 50 Leuten von der Thule-Basis aus reinspazieren und vollendete Tatsachen schaffen kannst.
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#97
Grönland: Frankreich kündigt Eröffnung eines Konsulats an
Les Echos (französisch)
Von Les Echos
Veröffentlicht am 14. Januar 2026 um 11:09 Uhr Aktualisiert am 14. Januar 2026 um 15:04 Uhr
Frankreich hat nur sechs Auswanderer in Grönland. Dennoch kündigte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Mittwoch im Radiosender RTL die Eröffnung eines Konsulats vor Ort am 6. Februar an. Eine politische Geste, deren Ziel es vor allem ist, ein starkes Signal der Unterstützung an Dänemark zu senden, das mit Donald Trump um die Souveränität über dieses vom amerikanischen Präsidenten begehrte arktische Gebiet kämpft.
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#98
Reuters/Ipsos hat eine kleine Umfrage gemacht, wie die Amerikaner die Sache betrachten:

Zitat:WASHINGTON, Jan 14 (Reuters) - Just 17% of Americans approve of President Donald Trump's efforts to acquire Greenland, and substantial majorities of Democrats and Republicans oppose using military force to annex the island, a Reuters/Ipsos poll found. [...]

Some 47% of respondents to the Reuters/Ipsos poll disapproved of U.S. efforts to acquire Greenland, while 35% said they were unsure. [...]

Only 4% of Americans - including just one in 10 Republicans and almost no Democrats - said it would be a "good idea" for the U.S. to use military force to take possession of Greenland from Denmark. Some 71% thought it would be a bad idea, including nine in 10 Democrats and six in 10 Republicans. About one in three Republicans said they weren't sure if it was a good or bad idea. [...]

Ganzer Artikel: https://www.reuters.com/world/europe/jus...026-01-14/
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#99
Im US Kongress regt sich langsam Widerstand.
Zitat:US-Senatorinnen wollen Grönland-Annexion verbieten

Ein Gesetzentwurf im US-Senat würde es Präsident Donald Trumps Regierung verbieten, das Gebiet eines Nato-Staats ohne die Zustimmung des betroffenen Bündnispartners zu annektieren, zu besetzen oder anderweitig zu kontrollieren. Das Gesetz wurde angesichts des US-Anspruchs auf die zu Dänemark gehörende Arktisinsel Grönland von der republikanischen Senatorin Lisa Murkowski und der Demokratin Jeanne Shaheen eingebracht.

Es ist noch unklar, ob der Entwurf eine realistische Chance hat, von einer Mehrheit des Senats und anschließend auch im Repräsentantenhaus verabschiedet zu werden. Mit Blick auf Trumps Ansinnen, sich Grönland einzuverleiben, erklärten die Senatorinnen: "Solch ein Vorgehen würde dem Nordatlantikvertrag widersprechen, den Zusammenhalt der Nato schwächen und die bestehenden Bemühungen des Bündnisses untergraben, der Bedrohung durch Gegner wie Russland und China entgegenzutreten."
https://www.n-tv.de/politik/US-Senatorin...37897.html

Bleibt abzuwarten ob sich für einen solchen Gesetzesentwurf belastbare Mehrheiten finden lassen. Die Republikanische Partei ist in der Frage Trump mWn in zwei Lager gespalten.

Hoffen wir nur, dass der Wahnsinnige sich von der Idee nicht in die Ecke gedrängt fühlt. Senile Despoten neigen nicht dazu, in kritischen Situationen überlegt zu handeln. Wenn die Idee nach hinten losgeht, befiehlt der sonst den Angriff Steiner…
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Parallel dazu betreibt die AfD, wie hätte es auch anders sein können, mal wieder moralischen Landesverrat auf Basis von "ja ist schlecht, aber...".
Zitat:Vor Grönland-Treffen: AfD attackiert Trump – „Wildwest-Methoden“

Berlin – Die Spitze der AfD geht vor dem für den heutigen Mittwoch (14. Januar) geplanten Grönland-Treffen auf Distanz zur Außenpolitik von US-Präsident Donald Trump. Am Dienstag kritisierten die Partei- und Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla die aggressive Außenpolitik der USA. „Donald Trump hat gegen ein elementares Wahlversprechen verstoßen – nämlich, sich nicht in andere Staaten einzumischen“, sagte Weidel in Berlin mit Blick auf Venezuela und Grönland. Chrupalla schlug in dieselbe Kerbe: „Klar ist, dass Wildwest-Methoden abzulehnen sind und das Recht natürlich auch nicht immer die Mittel rechtfertigt.“

[...]

Noch sieht die AfD-Fraktion im Bundestag hinsichtlich der Gebietsansprüche der USA auf Grönland allerdings keine Eskalationsgefahr. „Unsere Antwort ist: Das ist eine Frage der Grönländer, die das zu entscheiden haben“, sagte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Bernd Baumann. Mitzureden habe auch Dänemark. Das werde zwischen Grönland, Dänemark und den USA jetzt seinen Verhandlungsgang gehen, sagte er weiter. Bei Grönland gehe es nicht nur um Rohstoffe, es handele sich um einen in der Geopolitik wichtigen Ort, fügte er hinzu.
https://www.merkur.de/politik/vor-groenl...21864.html

Interessante Formulierung "und das Recht natürlich auch nicht immer die Mittel rechtfertigt". Trump hat also ein Recht an Grönland? Nett.
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Unser guter Freund Krah ist hingegen schon einen Schritt weiter. Statt an die Verteidigung der europäischen Souveränität, scheint er die Situation eher als Chance zu sehen, Deutschland als Hintertür für amerikanische Interessen in Europa zu installieren. Der oberste Stiefellecker sozusagen.
Zitat:Krah sieht in Grönland-Konflikt „einmalige Chance“

Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion und ehemalige Bundeswehroffizier, Rüdiger Lucassen, sagte dem Nachrichtenportal „T-Online“, die territoriale Zugehörigkeit Grönlands sei von nachrangiger, die Handlungsfähigkeit der Nato jedoch von elementarer Bedeutung. Der Dissens um Grönland dürfe nicht zu einem Bruch des Verteidigungsbündnisses führen.

Der Bundestagsabgeordnete Maximilian Krah sieht in dem Konflikt eine günstige Gelegenheit für Deutschland. „Wir haben jetzt eine einmalige Chance: Deutschland als best friend Amerikas in Europa“, sagte Krah. „Raushalten“ solle sich die Bundesregierung aus dem Konflikt und sich stattdessen umgehend als erster Ansprechpartner der USA in Europa „bewerben“.
https://www.welt.de/politik/deutschland/...hance.html

Wahre Patrioten.
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Des weiteren:
Zitat:Militärmanöver "Arctic Endurance"
Deutschland schickt Soldaten nach Grönland


Um die militärische Präsenz in Grönland zu erhöhen, startet Dänemark eine Nato-Übung in der Region. Jetzt ist klar: Auch Deutschland beteiligt sich mit mehreren Soldaten daran.

Deutschland schickt schon morgen Soldaten der Bundeswehr nach Grönland. In Regierungskreisen wurde t-online ein entsprechender Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigt. "Wir beteiligen uns an einer von Nato-Staaten geführten Übung Arctic Endurance", hieß es.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass ein "Vorabtrupp" der Bundeswehr bereits am morgigen Donnerstag aufbrechen könnte. Nach t-online-Informationen soll es sich um nur einige wenige Soldaten handeln. Ein Regierungssprecher sagte der Nachrichtenagentur Reuters: "Deutschland wird morgen ein gutes Dutzend Soldaten als Erkunder nach Grönland schicken."

[...]

Ziel sei es, die Fähigkeit zum Einsatz unter den besonderen Bedingungen in der Arktis zu trainieren und die Präsenz des Verteidigungsbündnisses zu stärken. Bei den Übungsaktivitäten könne es sich laut der Mitteilung unter anderem um die Unterstützung grönländischer Behörden wie der Polizei, die Überwachung systemrelevanter Anlagen, den Einsatz von Kampfflugzeugen in und um Grönland, die Lösung von Marineaufgaben sowie die Entgegennahme alliierter Truppen handeln. Grund dafür sei, dass sich "die sicherheitspolitischen Spannungen bis in die Arktis" ausgedehnt haben.
https://www.t-online.de/nachrichten/deut...nland.html

Das NATO-Manöver läuft unter dänischer Führung und wird von lokalen grönländischen Behörden unterstützt. Genauere Details sind nicht bekannt, aber es soll sich wohl um eine Übung in allen drei Dimensionen (Land, Luft, Wasser) handeln. Ebenfalls daran beteiligt sind bislang Schweden und Norwegen, weitere werden erwartet.
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Gentle, diplomatic language cannot hide fundamental disagreements that continue to pose real risks - snap analysis
Jakub Krupa
Jakub Krupa
The Guardian
Denmark’s foreign minister Lars Løkke Rasmussen has tried to be as diplomatic as he could – as a former prime minister, he has first-hand experience of dealing with Trump during his first term – but there is no escaping the obvious fact that the Danish and the US views on Greenland are still radically different.
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Frankreich schickt Soldaten nach Grönland
TV infos
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(Vor 1 Stunde)DopePopeUrban schrieb: Das NATO-Manöver läuft unter dänischer Führung und wird von lokalen grönländischen Behörden unterstützt. ... Ebenfalls daran beteiligt sind bislang Schweden und Norwegen, weitere werden erwartet.
Daran wird sich recht gut erkennen lassen, wer im Zweifelsfall für seine europäischen Partner einsteht und wer nicht. Das ist eine rein symbolische Aktion, dafür reicht schon ein einzelner Soldat, das kann jedes EU-Mitglied kurzfristig leisten, es gibt keine Ausreden.

Und ich bin sehr froh, dass wir ausnahmsweise mal in erster Reihe dabei sind. Hinsichtlich Grönland bin ich wirklich mal positiv überrascht von unserer Regierung.
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