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Transatlantische Beziehungskrise - Trump will aus Europa eine Kolonie machen. Vielleicht haben wir es nicht besser verdient meint der SPIEGEL
und Zitat:»BALD« – Ehefrau von Trump-Berater postet Bild von Grönland in US-Farben
Der US-Coup in Caracas schürt die Angst, in der Weltpolitik gelte nun unverblümt das Recht des Stärkeren. Ein Post aus Trumps engerem Zirkel verstärkt die Sorge um Grönland.
04.01.2026, 11.08 Uhr
[Bild: https://pbs.twimg.com/media/G9w4hGLW4AA4...name=small]
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Auch Frederiksen reagiert
Zitat:Wirbel um Grönland-Beitrag: Trump verspottet Dänemark
Aktualisiert am 05.01.2026, 06:07 Uhr
Wird über Grönland bald die amerikanische Flagge wehen? US-Präsident Trump gibt sich unbeirrt - und verspottet Dänemark. Die nördlichen Nato-Partner wehren sich.
Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland haben einen erneut von US-Präsident Donald Trump geäußerten Gebietsanspruch auf Grönland deutlich zurückgewiesen. Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen erklärte, die Vereinigten Staaten hätten "überhaupt kein Recht" einen Teil der dänischen Staatsgemeinschaft zu annektieren. Sie rief die USA dazu auf, "mit den Drohungen aufzuhören gegen einen historisch engen Verbündeten und gegen ein anderes Land und ein anderes Volk, das deutlich gesagt hat, dass es nicht zum Verkauf steht".
Trump ließ sich davon nicht beirren. Während eines Flugs nach Washington sagte er wenig später am Sonntagabend (Ortszeit) erneut vor Journalisten, "wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit". Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. "Dänemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen", sagte Trump. Auch für die Europäische Union sei klar, dass die USA Grönland "haben" sollten, behauptete Trump.
Es wird Zeit, dass Europäer eigene Einheiten in Grönland stationieren und die US-Einheiten ablösen.
Nachdem Truppen aus Frankreich und GB für die Ukraine im Gespräch sind, kommen dazu möglicherweise Einheiten aus Skandinavien in Frage - die sind auch für die arktischen Bedingungen ausgerüstet.
Und schwedische Flugzeuge wären wohl auch vor einem Embargo für Ersatzteile (oder einem Software-Hack) von US-Fightern geschützt.
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(05.01.2026, 12:42)Kongo Erich schrieb: Und schwedische Flugzeuge wären wohl auch vor einem Embargo für Ersatzteile (oder einem Software-Hack) von US-Fightern geschützt. Wenn mich nicht alles täuscht, sind die Gripen stärker ITAR-abhängig als EF und Rafale.
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Grönland könnte auch wieder vollständig in die EU eintreten. Für die Fischereirechte kann man eine Lösung finden und als Mitglied wäre eine Annektion ein Angriff auf die EU.
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„Fällt besonders ins Gewicht“
Zitat: USA verlegen Militärflugzeuge nach Europa – folgt der nächste Schlag?
Massive US-Logistikflüge nach Europa wecken Erinnerungen an frühere Militärschläge der USA. Analysten spekulieren über ein mögliches Ziel.
Washington, D. C. – Nach dem überraschenden US-Angriff auf Venezuela sind alle Augen auf die nächsten Schritte der USA gerichtet. US-Präsident Donald Trump deutete zuletzt weitere militärische Ambitionen der USA an. In den Blick gerieten Kolumbien, Kuba und Grönland. OSINT-Analysten stellten nun ungewöhnlich intensive Bewegungen von US-Flugzeugen in Europa fest und stellten Vermutungen für ein mögliches Ziel an. Dabei berufen sich die „Open Source Intelligence“-Spezialisten (OSINT) auf die Informationen aus offenen Quellen.
Wie Daten von Flightradar zeigen, seien mehrere schwere strategische US-Transportflugzeuge des Typs C-17A Globemaster III sowie KC-135 Luftbetankungsflugzeuge auf transatlantischen Flügen von den USA zu verschiedenen Luftwaffenstützpunkten in Europa aufgebrochen, berichtet etwa der OSINT-Kanal Visioner auf der Plattform X. Das Fachportal UK Defence Journal bestätigt die Aktivität und sieht in dem Verlegungsmuster mögliche Anhaltspunkte für das Ziel der Mission.
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und Zitat:Kommt Grönland als nächstes? Trump kündigt Entscheidung in 20 Tagen an
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela hat US-Präsident Donald Trump am Sonntag mit neuen Äußerungen die Angst vor einer möglichen Annexion Grönlands durch die USA befeuert. „Wir brauchen Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit, und Dänemark wird nicht dazu in der Lage sein“, sagte Trump am Sonntag an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One.
Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung, sei aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. Auch für die Europäische Union sei klar, dass die USA Grönland „haben“ sollten, behauptete Trump. „Wir werden uns in rund zwei Monaten um Grönland kümmern“, sagte Trump und fügte hinzu: „Lassen sie uns in 20 Tagen über Grönland sprechen“.
Dänemark: Trump soll Drohungen einstellen
Dänemarks Ministerpräsidentin Frederiksen hatte Washington am Wochenende aufgefordert, seine „Drohungen gegen einen historischen Verbündeten“ einzustellen. „Ich muss dies den USA sehr klar sagen: Es ist absolut absurd zu sagen, dass die Vereinigten Staaten die Kontrolle über Grönland übernehmen sollten“, erklärte sie. Zudem betonte sie, dass Dänemark, „und damit auch Grönland“, ein Nato-Mitglied sei und somit durch Sicherheitsgarantien des Bündnisses geschützt.
Trump ließ sich davon nicht beirren und machte sich ausdrücklich über den Nato-Partner lustig: „Wissen Sie, was Dänemark jüngst gemacht hat? Um die Sicherheit in Grönland zu verstärken, haben sie noch einen Hundeschlitten hinzugefügt. Es ist wahr. Sie dachten, das war eine großartige Verstärkung.“ Trump hatte schon öfter damit gedroht, Grönland den USA einzuverleiben. Auch militärische Mittel schloss er nicht aus.
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Würde ein Ansatz ähnlich der Royal Marines Präsenz auf East Falkland in den 70ern und 80ern hier helfen?
Diese ganzen Übernahmefantasien Trumps bauen ja letztendlich darauf, dass er davon ausgeht, dass Europa eine Annektion Grönlands einfach so hinnehmen würde. Da hat er vermutlich auch Recht mit, ich glaube die wenigsten europäischen Staaten wären gewillt, einen bewaffneten Konflikt um Grönland auszutragen. Selbst auf Sanktionen würde ich nicht festlegen.
Wie wärs dann, wenn wir stattdessen verhindern, dass eine Übernahme Grönlands friedlich von statten gehen könnte? Im juristischen Sinne. Man stationiere ein kleines Kontingent an europäischen, am besten multinationalen, Kräften in Nuuk und unterhalte dort eine permanente Militärpräsenz.
Dieses Kontingent muss nicht kampfstark sein, es muss sich nicht einmal sonderlich solide verteidigen können, der primäre nutzen würde durch seine Präsenz entstehen. Den dadurch würde aus einer Übernahme Grönlands nicht einfach ein bloßes Einmarschiere sondern eine militärische Operation werden, die entsprechend auf Widerstand stoßen würde. Damit würde man entsprechend nicht mehr von einer Übernahme sondern von einem Angriff sprechen.
Und obgleich ich durchaus denke, dass die US-Regierung bereit ist, die europäischen Beziehungen dafür über Bord zu werfen, glaube ich nicht, dass man die Schwelle hin zu einer Angriff unter Waffengewalt gehen würde. Ein offener Konflikt würde den Propagandaeffekt einer solchen Übernahme mehr als nur negieren...
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Könnte eine Annexion (auch ohne Kampfhandlungen) überhaupt juristisch als "friedlich" durchgehen?
Und was die abgewandelte Stolperdraht-Theorie angeht: In Venezuela war Trump bereit, für die Entführung ("Verhaftung") eines Mannes (bzw. eines Ehepaares) beträchtliche militärische Mittel aufzuwenden. Dabei kamen nach (natürlich mit Vorsicht zu genießenden) kubanischen Angaben alleine 32 kubanische Sicherheitskräfte ums Leben.
Bezüglich des (nachteiligen) Propaganda-Effektes denke, dass das Trump (wie so vieles andere) egal sein würde. Es werden sich schon genügend Leute finden, welche dem Präsidenten für sein entschlossenes Handeln zugunsten der Sicherheit der amerikanischen Nation (oder so) danken werden.
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Zitat:Den dadurch würde aus einer Übernahme Grönlands nicht einfach ein bloßes Einmarschiere sondern eine militärische Operation werden, die entsprechend auf Widerstand stoßen würde.
Glaubst du ernsthaft, europäische Soldaten würden das Feuer auf US Streitkräfte eröffnen?
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(05.01.2026, 19:20)DopePopeUrban schrieb: Dieses Kontingent muss nicht kampfstark sein, es muss sich nicht einmal sonderlich solide verteidigen können, der primäre nutzen würde durch seine Präsenz entstehen. Den dadurch würde aus einer Übernahme Grönlands nicht einfach ein bloßes Einmarschiere sondern eine militärische Operation werden, die entsprechend auf Widerstand stoßen würde. Damit würde man entsprechend nicht mehr von einer Übernahme sondern von einem Angriff sprechen. Da geht s ja schon los. Entweder richtig oder gar nicht. Sonst stehen wir dann wieder da wie einst in Jugoslawien.
Zuerst muss Dänemark und die grönländische Regierung europäische Staaten um militärische Unterstützung bitten; Das muss vertraglich abgesichert werden. Dann muss eine klare Einsatzdoktrin erstellt werden. Zu Lande, Luft und See usw usw
aus einem französischen Forum
https://forum.air-defense.net/topic/2093...nt=1862885
Frankreich hatte Dänemark zwar einen Vorschlag unterbreitet, aber die Entscheidung liegt tatsächlich bei ihnen.
Zitat:Once again: if Europeans want to retain political and strategic control over Greenland, what France proposed months ago must be implemented and soon.
X
A European military presence in Greenland, even a symbolic one, is necessary. British, German and French contingents should be deployed alongside Denmark.
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Ein Krieg gegen sie USA wäre für Nato Europa auf Grönland nicht führbar aus verschiedenen Gründen.
1. Grönland ist geografisch näher an den USA als Europa was die Logistik für die USA vereinfacht
2. Europa hätte nicht genügend Tankflugzeuge um genügend Kampfjets über Grönland operieren zu lassen (die quantitativ)
3. Kein Rückhalt in der Bevölkerung: EU Bürger hätten Angst und würden den Krieg nicht führen wollen
4. die USA haben querschnkttlich modernere Schiffe und Flugzeuge
5. die USA haben bessere Geheimdienste
6. Regierungen die einen Krieg führen ,,möchten" oder müssen würden abgewählt oder gestürzt
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@Quintus Fabius
Zitat:Glaubst du ernsthaft, europäische Soldaten würden das Feuer auf US Streitkräfte eröffnen?
Nein und das wird auf Gegenseitigkeit beruhen, daher ja die Idee.
—————
@voyageur
Zitat:aus einem französischen Forum
https://forum.air-defense.net/topic/2093...nt=1862885
Frankreich hatte Dänemark zwar einen Vorschlag unterbreitet, aber die Entscheidung liegt tatsächlich bei ihnen
Na das wär zumindest ein Anfang, Danke für die Info.
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(05.01.2026, 21:28)Turtle Smasher schrieb: Ein Krieg gegen sie USA wäre für Nato Europa auf Grönland nicht führbar aus verschiedenen Gründen.
Die Idee ist ja, das Dank der Stationierung von EU Truppen die Eskalationsschwelle hoch genug wäre, um die Idee einer Übernahme Grönlands politisch so unbequem zu machen, zuhause beim Trumpeltier, dass die Idee eine Idee bleibt.
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Zitat:Nein und das wird auf Gegenseitigkeit beruhen, daher ja die Idee.
Das ist eine interessante Fragestellung.
Was halten die anderen hier davon ? würden US Soldaten das Feuer auf europäische Soldaten eröffnen, wenn ihnen der Befehl dazu erteilt wird?
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@Quintus
Zitat:Was halten die anderen hier davon ? würden US Soldaten das Feuer auf europäische Soldaten eröffnen, wenn ihnen der Befehl dazu erteilt wird?
Die Frage wäre doch auch, ob es umgekehrt so sein könnte? Angenommen, dass der Grönland-Disput eskaliert und Trump zugreift und die Europäer dann die Amerikaner ob diese unverzeihlichen Übergriffes auf einen Verbündeten rauswerfen: Umstellt das KSK aus Calw dann unter Gewaltandrohung zwecks Räumung das EUCOM in Stuttgart-Vaihingen?
Schneemann
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Man muss doch schauen, dass es erst gar nicht eskaliert.
Ich denke, mit ausreichenden europäischen Truppen - z.B. einer oder mehreren Staffeln von schwedischen Fightern und einigen schwedischen Aufklärungsfliegern sowie einer IRIS-Basis dort - würde Europa demonstrieren
- dass es Grönland verteidigt und zwar
- auch gegen russische und chinesische Angriffe, etwa Schiffe mit Drohnen.
Damit entfällt der Vorwand von GröPaZ für eine Intervention zum Schutz der USA. Und dafür könnten sogar die bestehenden Stützpunkte wie die Pituffik Space Base (vulgo: Thule Air Base) genutzt werden, mit dem Argument, dass Europa seine Verteidigung - wie von DT gewünscht - selbst in die Hand nimmt.
Und damit dürfte sich DT beschränken müssen.
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