(Allgemein) Personalgewinnung, Wehrpflicht und der Aufbau von Reserven
(08.12.2025, 23:00)Broensen schrieb: Die Frage für mich wäre dabei, ob es für die vielfältigen Aufgaben im KRITIS-fokussierten Heimatschutz zwingend ausschließlich "vollwertiger" Soldaten bedarf. Wir hatten hier ja schon so einige Diskussion über mögliche Alternativformen, u.a. unter Neuinterpretation des Begriffes Bundesgrenzschutz.
Ich will das hier jetzt nicht wieder aufwärmen, aber es ist mMn ein Fakt, dass jede Wehrpflicht, die zwangsweise Dienst an der Waffe erfordert, in Deutschland Unmengen an Verweigerern produzieren wird, für die dann Ersatzdienstposten geschaffen und Nachrücker gezogen werden müssen. Um dem vorzubeugen, sollten von vornherein alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, auch Wehrdienst ohne Waffe zu ermöglichen, weil dadurch die Verweigerungshürde erhöht wird. Es wird schon erhebliche argumentative Verrenkungen erfordern, um einen Wehrdienst zu verweigern, der aus dem unbewaffnetem Schutz kritischer Inlands-Infrastruktur besteht.

Nur leider kann niemand, egal welcher Dienst, unbewaffnet ne Krits verteidigen...
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Der Fragebogen zum Wehrdienst

https://cdn.prod.www.spiegel.de/media/64...Y2MTgxMzQy
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(20.12.2025, 06:49)alphall31 schrieb: Der Fragebogen zum Wehrdienst

https://cdn.prod.www.spiegel.de/media/64...Y2MTgxMzQy
Meine Fresse, was wurde um diese harmlosen Fragen seitens der Kritiker ein Bohei gemacht.
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Interessant wird jetzt wie schnell die Städte und Gemeinden sind und wie viele rechtzeitig noch die Weitergabe von Daten untersagt haben . Wer das alles bearbeiten soll weis auch noch keiner wirklich.
Aber im November haben so viele wehrdienstleistende Dienst begonnen wie seit zehn Jahren nicht mehr.
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Der Widerspruch nach § 36 Abs. 2 Bundesmeldegesetz beinhaltet das zwar,

https://www.gesetze-im-internet.de/bmg/__36.html

aber ich weiß von mehreren Fällen wo die Daten dann einfach trotzdem übermittelt wurden.

Mit folgender Begründung: Dass die Übermittelung wer 18 wird ja nicht der Übersendung von Informationsmaterial dient (siehe unten SG). Und dass die Wehrerfassung ja keine Übersendung von Informationsmaterial ist und deshalb der Widerspruch nach Bundesmeldegesetz irrelevant ist.

https://www.gesetze-im-internet.de/sg/__58c.html
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Am Ende brauch man bloß jemand an der richtigen Stelle im Amt sitzen haben wen man das umgehen wollte.
In manchen Bundesländern wurde in den letzten zehn Jahren ja auch von der Bundeswehr Postkarten verschickt beim erreichen des 18 Lebensjahres . Also das es keine Wehrerfassung gegeben hat ist falsch . Die Frage ist ob es legal war .
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Mal eine ganz interessante Randnotiz:

Hab heute gehört, dass etwas über 8% der Bundeswehrangehörigen de facto Russen sind oder familiäre Beziehungen nach Russland haben oder familiär aus Russlands stammen. Im übrigen ungleich verteilt, und bei der Kampftruppe nochmal deutlich höher vom Anteil her.

Interessant sind dann Befragungen dieser Gruppe: sie neigen dazu deutlich kampfbereiter für Deutschland zu sein als der Querschnitt, sind aber zugleich erstaunlich oft Pro-Russisch oder zugleich Pro-Putin was scheinbar kontraintuitiv ist, aber genau genommen gut zusammen passt.
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(13.02.2026, 21:56)Quintus Fabius schrieb: Mal eine ganz interessante Randnotiz:

Hab heute gehört, dass etwas über 8% der Bundeswehrangehörigen de facto Russen sind oder familiäre Beziehungen nach Russland haben oder familiär aus Russlands stammen. Im übrigen ungleich verteilt, und bei der Kampftruppe nochmal deutlich höher vom Anteil her.

Interessant sind dann Befragungen dieser Gruppe: sie neigen dazu deutlich kampfbereiter für Deutschland zu sein als der Querschnitt, sind aber zugleich erstaunlich oft Pro-Russisch oder zugleich Pro-Putin was scheinbar kontraintuitiv ist, aber genau genommen gut zusammen passt.

Ich hab in meiner Reserve Einheit auch ein, zwei mit russisch klingenden Vor oder Nachnamen.
Allerdings äußern die sich politisch öffentlich gar nicht... Wie wir alle übrigens nicht... Wird nicht thematisiert.

Neben solchen "Kameraden" zu dienen würde ich wohl verweigert... Hier ist Konsequente Denuziation und "Entfernung" aus dem Dienst quasi Pflicht.
Jede pro Russische oder noch schlimmer Pro Massen Mörder Putin Äußerung eines BW Angehörigen MUSS per Gesetz zum automatischen Entlassen führen.
Und selbstverständlich bitte auch keine Wehrpflichtigej aus Russen Clan Herkunft! !
Aussortieren gleich bei Erfassung!
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Deine Äußerungen sind ein größeres Problem als die russisch-stämmigen Kameraden die zu den loyalsten und kampfbereitesten Gruppen für Deutschland zählen. Es ist eher eine Schande wie sie behandelt und gesehen werden, denn deine traurigen Ausführungen sind ja kein Einzelfall.

Und was bitte für Russen Clans?! Allein die Verwendung des Begriffs Clan durch dich zeigt hier eher deine vollständige Ahnungslosigkeit auf.
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(13.02.2026, 22:33)Quintus Fabius schrieb: Deine Äußerungen sind ein größeres Problem als die russisch-stämmigen Kameraden die zu den loyalsten und kampfbereitesten Gruppen für Deutschland zählen. Es ist eher eine Schande wie sie behandelt und gesehen werden, denn deine traurigen Ausführungen sind ja kein Einzelfall.

Und was bitte für Russen Clans?! Allein die Verwendung des Begriffs Clan durch dich zeigt hier eher deine vollständige Ahnungslosigkeit auf.

Nun ja... In meiner Großstadt, wo ich früher gewohnt habe, besetzen die geschlossen ganze Strasse Züge und haben im Februar 22 geschlossen russische Flaggen raus gehängt...als was möchtest du dieses Gruppenverhalten bezeichnen?

Hmm... Ein deutscher bundeswehr Soldat, der geschworen hat, das Recht und die Freiheit des DEUTSCHEN Volkes tapfer zu verteidigen, findet semi öffentlich die Angriffs kriegs Politik und den verbrecherischen Anführer des größten Feindes der FDGO sympathisch? Dodgy
Wie soll ich das denn deiner Meinung nach finden?
Soll ich Mitleid haben, dass sein Herz aus zwei zerrissenen Teil Volks Zugehörigkeiten besteht... Und ich nur Glück habe, dass ich genau einem Volk angehöre?
Oder was ist da zu tun...?... Schließlich bedroht mich das ggf. mittelbar!
Und wie entscheidet er sich neben mir am der Front?
Dreht er um und schießt auf mich, wie 1812 bei Leipzig die Deutsch Bund Napoleon Truppen, die sich dann gegen Frankreich wendeten?
Bin da echt verwirrt....
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Du hast hier auch schon Äußerungen getätigt ("Passdeutsche"), die dem zuwiderlaufen, was der Dienstherr als freiheitlich-demokratische Grundordnung betrachtet. Insofern … cálmate. In Deutschland leben über 1,5 Mio. Einwanderer aus der ehemaligen UdSSR in erster und zweiter Generation. Ja, das ist ein Thema, das man im Auge behalten muss, aber was will man machen? Wie die Amerikaner 1942 alles unter Generalverdacht stellen, was auch nur japanisch aussieht? Zielführender wäre es vielleicht, wenn die Regierung sich aktiver um diese Wählergruppe bemühen und auf ihre Bedenken eingehen würde, vor allem in den Bereichen öffentliche Sicherheit und Traditionsverständnis. Denn man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen: In Litauen, Lettland und Estland sind die russischen Minderheiten—die dort historisch ganz anders verwurzelt sind—europafreundlicher als jene Menschen, die wir gemeinhin als Spätaussiedler bezeichnen.
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Milspec_1967:

Zitat:In meiner Großstadt, wo ich früher gewohnt habe, besetzen die geschlossen ganze Strasse Züge und haben im Februar 22 geschlossen russische Flaggen raus gehängt...als was möchtest du dieses Gruppenverhalten bezeichnen?

Das waren alles Bundeswehrsoldaten ?! Offenkundig nicht! Also vermischt du hier wieder einmal fahrlässig in deiner blinden Wut was in keinster Weise das gleiche ist.

Ein deutscher bundeswehr Soldat, der geschworen hat, das Recht und die Freiheit des DEUTSCHEN Volkes tapfer zu verteidigen, findet semi öffentlich die Angriffs kriegs Politik und den verbrecherischen Anführer des größten Feindes der FDGO sympathisch?

Zitat:Wie soll ich das denn deiner Meinung nach finden? Soll ich Mitleid haben, dass sein Herz aus zwei zerrissenen Teil Volks Zugehörigkeiten besteht... Und ich nur Glück habe, dass ich genau einem Volk angehöre?


Habe ich irgendwo irgend was über Gefühle geschrieben? Es geht darum, wie man mit diesem Fakt intellligent und sinnvoll umgeht. Ganz ohne jede Emotionen. Fakt ist, dass Russen und Russlanddeutsche in der Bundeswehr eine der soldatisch wertvollsten Gruppen darstellen. Und ebenso sind die Russen in Deutschland keineswegs ein Problem per se, man könnte sie gerade eben im Konflikt mit Russland sehr gut für sich einsetzen und sie dafür nutzen. Nur wird das nicht getan.

Du schreibst beispielsweise davon, dass die Russen Feinde der FDGO wären. Das sind sie zwar nicht einmal, bzw. es ergibt sich schlicht und einfach nur aus dem rein außenpolitischen Konflikt, aber ganz genau so wäre über die hier lebenden Russen und Ukrainer eine Menge Obstruktion in Russland möglich.

Assymetrische und unkonventionelle Abschreckung sowie offensiver Krieg im Informationsraum finden von unserer Seite in Russland praktisch nicht statt. Da liegen gigantische Potentiale brach.

Die Russen und Russlandstämmigen hierzulande sind eine Chance, kein Problem. Sie sind eine Chance auf eine bessere Zukunft für die Russen und für Russland selbst.

Zitat:Schließlich bedroht mich das ggf. mittelbar! Und wie entscheidet er sich neben mir am der Front?
Dreht er um und schießt auf mich, wie 1812 bei Leipzig die Deutsch Bund Napoleon Truppen, die sich dann gegen Frankreich wendeten?

Rolleyes Du meine Güte. Mal abgesehen davon, dass deine wilden Konstruktionen hier fernab jeder Realität sind, ist genau diese Einstellung die du hier zeigst das eigentliche Problem. Denn wenn man dieser Gruppe durchgehend genau so entgegen tritt, muss man sich nicht wundern, wenn sie sich mit der Zeit zunehmend dem Feind zu wenden. Damit bist du mehr das Problem als die.
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Die Generation der russlanddeutschen und Russen in der Bw ist aber schon vorüber . Diese folgten nahtlos den ostdeutschen die nach der wende überproportional gerade in denn Kampftruppen dienten. Heute sind 99% in Deutschland geboren.

@ Milspec_1967 Du Must doch schlaflose Nächte haben mit den ganzen Russen in der Bw , dazu mehr als ein Drittel aus Ostdeutschland und das i Tüpfelchen dazu : Fast 70% der ehemaligen und derzeitigen kommandosoldaten im KSK sind Ossis. Big Grin
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(14.02.2026, 12:35)alphall31 schrieb: Die Generation der russlanddeutschen und Russen in der Bw ist aber schon vorüber . Diese folgten nahtlos den ostdeutschen die nach der wende überproportional gerade in denn Kampftruppen dienten. Heute sind 99% in Deutschland geboren.

@ Milspec_1967 Du Must doch schlaflose Nächte haben mit den ganzen Russen in der Bw , dazu mehr als ein Drittel aus Ostdeutschland und das i Tüpfelchen dazu : Fast 70% der ehemaligen und derzeitigen kommandosoldaten im KSK sind Ossis. Big Grin

Komisch auch dass die privat geäußerte Meinung zur Ukrainepolitik oft eine ganz Andere ist und da sind es nicht einmal Kameraden mit (deutsch)russischen Wurzeln oder "Ossis" sondern ganz normale "Wessis". Wie viele bleiben am Ende dann wohl übrig wenn man die alle rauswerfen wollte? Völlig utopisch.
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Das sollte man auch betonen. Keineswegs stehen ethnische Deutsche aus Westdeutschland den Russen allesamt negativ gegenüber oder wären Pro-Ukrainisch.

Bei einem miiltärischen Angriff auf Deutschland selbst durch die Russen wäre aber die ganze Lage eine völlig andere. Es ist leicht gegen die Ukrainer zu sein, wenn man selbst nicht angegriffen wird und der eigene Horizont beschränkt ist. Es ist etwas völlig anderes, wenn das eigene Land tatsächlich ernsthaft angegriffen wird. Junge AfDler sind beispielsweise am stärksten pro-russisch (querschnittlich) und haben ebenfalls zugleich oft einen hohen Anteil Russlanddeuscher unter sich, und sind trotzdem die Gruppe welche am ehesten bereit wäre für Deutschland im Krieg zu kämpfen.

Im weiteren ist es ein erhebliches Problem, dass diese Bundesrepublik und ihre "Gesellschaft" sich immer mehr von einer mit hohem Vertrauen zu einer mit hohem Misstrauen wandelt. Darin ist ein größeres Problem als in den Russen in der Bundeswehr. Es wird in diesem Land immer mehr misstraut und dem folgend überwacht und reguliert. Diese Nicht-Gesellschaft ist dermaßen ängstlich und verzagt und will zugleich sicherheit und geschützt werden, aber selber nichts wirklich dafür leisten, und beäugt stattdessen misstrauisch alles was abweicht, so funktioniert das nicht im Krieg. Der ganze Korridor dessen was toleriert wird, wird immer mehr verengt, der Meinungskorridor immer mehr verengt und immer mehr Überwachung und Regulierung eingesetzt und das Ergegbnis ist schlicht und einfach Kriegsunfähigkeit und reine Söldnerstrukturen mit den entsprechenden Kosten und Nachteilen.

Es ist diese Verzagtheit und Angst, welche ein viel größeres Problem darstellen als die Russen hierzulande. Und welche sich auch in den Beiträgen von Milspec zeigt. Ohne Vertrauen keine Kampfkraft, so einfach ist das. Die Bundeswehr aber ist wie die kleinbürgerliche kleingeistiger Kleingartensvereinsmeierei dieser Bundesrepublik das genaue Gegenteil davon - man sehe sich nur mal an wie weitgehend der MAD inzwischen seine Überwachungs- und Spitzelmaßnahmen treibt, und mit was für mageren Ergebnissen. Allein schon die tatsächlichen Ergebnisse dieser Bespitzelung sollten eigentlich aufzeigen wie sinnfrei sie ist und wie weitgehend eigentlich das Vertrauen reichen könnte, aber man zieht den genau gegenteiligten Entschluss daraus.

So wird man nie genug junge Menschen davon überzeugen können, tatsächlich für dieses Land kämpfen zu wollen.
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