Euro, die EU-Währung
Der Club wird größer - der Euro wird in Bulgarien am 1. Januar 2026 eingeführt. Ab dem Zeitpunkt der Einführung des Euro erfolgt der Umtausch von bulgarischen Lewa (BGN) in Euro zum offiziellen Wechselkurs von 1,95583 BGN für 1 Euro
Zitat:Ab 2026: Bulgarien bekommt den Euro
Die Eurozone bekommt ein neues Mitglied: Auch Bulgarien erfüllt jetzt alle Kritierien. Bereits 2026 soll die europäische Gemeinschaftswährung eingeführt werden.
ich denke, das ist nicht nur für Münzsammler bzw. Numismatiker und Reisende bzw. Urlauber interessant. Umso erstaunlicher, dass das im Forum irgendwie vorüber geht.

Der Bundestag hat schon vor längerer Zeit die Einführung des Euro in Bulgarien begrüßt.
Die IHK Regensburg - die sind in Deutschland über die "Donau-Schiene" am nächsten "real dran" informiert über die wirtschaftliche Bedeutung Bulgariens für Deutschland.

Rein geographisch - Bulgarien passt zu Griechenland und erweitert so den Binnenmarkt innerhalb des Euro.

Und sonst?
a) ich verspreche mir eine Stabilisierung der Wirtschaft und damit der bulgarischen Eingliederung in die EU
b) wenn der Wert einer Währung die Wirtschaftskraft wiederspiegelt, dann gewinnt der Euro etwas dazu
c) und ich warte jetzt auf die Unkenrufe, die vom schwächsten Glied in der Kette palavern und den Euro untergehen sehen ...
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Die EZB warnt vor einem Überschwappen der US-Probleme:
Zitat: EZB schlägt Alarm: Warnung vor „beispiellosen Schocks“ – auch Insolvenzen möglich
Stand:18.11.2025, 17:40 Uhr

Die EZB spricht Warnungen aus. Die Spannungen zwischen EU und USA könnten sich auf das Finanzsystem der Banken auswirken – auch mit Folgen für Deutschland.
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(24.05.2012, 22:13)Tiger schrieb: Der ®Austritt von Griechenland aus der Euro-Zone und wohl auch der EU ist beschlossene Sache:
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Der griechische Austritt aus der Euro-Zone soll angeblich schon am 2./3.Juni 2012 erfolgen:
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Eigentlich kommt es nicht gerade unerwartet. Die EU hat das Vertrauen und die Geduld in Griechenland verloren, und es sieht nicht so aus als das die Neuwahlen dort etwas ändern würden.
es ist immer wieder schön, sich voreilige Grabreden in Erinnerung zu rufen:
Zitat:Rettungspaket aus 2010
Griechenland zahlt Milliardenkredit an Europartner vorzeitig zurück
Während der Eurokrise nahm die griechische Regierung Kredite in Milliardenhöhe auf. 5,3 Milliarden Euro fließen nun wieder an die Geldgeber aus der EU, das Land spart damit Zinsen.

15.12.2025, 15.48 Uhr

Die griechische Regierung hat Kredite aus dem ersten Rettungspaket der Europartner vorzeitig zurückgezahlt. Es handelt sich um rund 5,3 Milliarden Euro, berichten die Nachrichtenagentur Reuters und die griechische Wochenzeitung »To Vima« .

Zwei Regierungsvertreter sagten, das Land habe die Summe am Montag beglichen, obwohl die Schulden eigentlich erst zwischen 2033 und 2041 fällig gewesen wären.

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Schon zwischen 2022 und 2024 hatte Griechenland 15,9 Milliarden Euro vorzeitig zurückgezahlt.

Die griechische Wirtschaft erholt sich schrittweise von der schweren Schuldenkrise der Jahre 2009 bis 2018, in der das Land kurz vor dem Austritt aus der Eurozone stand.
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(14.11.2025, 22:40)Kongo Erich schrieb: Der Club wird größer - der Euro wird in Bulgarien am 1. Januar 2026 eingeführt. ...
mit dem Thema befasst sich Aktuell die NZZ:
Bulgarien und der Euro: Kann das gutgehen? Ein Land mit zweifelhaftem Rechtsstaat hat ab Januar die gemeinsame Währung
Zitat:Inmitten einer neuen innenpolitischen Krise und von Strassenprotesten, die sich gegen den Oligarchen Deljan Peewski richten, schickt sich das ärmste Land der EU an, der Euro-Zone beizutreten. Doch die Devise zu Bulgarien lautet: zu klein, um Schaden anzurichten.
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und mit dem Euro wird Bulgarien auch eine stabile Währung erhalten - zu groß, um durch innenpolitische Wirren in Probleme zu geraten!
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(22.12.2025, 19:43)Kongo Erich schrieb: mit dem Thema befasst sich Aktuell die NZZ:
Bulgarien und der Euro: Kann das gutgehen? Ein Land mit zweifelhaftem Rechtsstaat hat ab Januar die gemeinsame Währung
und mit dem Euro wird Bulgarien auch eine stabile Währung erhalten - zu groß, um durch innenpolitische Wirren in Probleme zu geraten!

Und wieder einmal wird der Euro gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung eingeführt. Ab 2026 wird es zu massiven Preissteigerungen in Bulgarien kommen.
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Zitat:Wechselkurs: „Der starke Euro frisst sich Stück für Stück in die Marge“

Die kräftige Aufwertung des Euro im zu Ende gehenden Jahr wird die deutschen Exporteure nach Prognose von Wirtschaftsverbänden 2026 zunehmend belasten. „Der starke Euro ist kein Knockout, aber er frisst sich Stück für Stück in die Marge“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Dirk Jandura, am Freitag. „Gerade in wettbewerbsintensiven Märkten mit hoher Preissensibilität lassen sich Wechselkursnachteile nur begrenzt weitergeben.“
Die Gemeinschaftswährung hat in diesem Jahr um mehr als zwölf Prozent zum US-Dollar aufgewertet und auch zu vielen anderen Währungen deutlich an Wert gewonnen. Das sei ein Belastungsfaktor für die preisliche Wettbewerbsfähigkeit im Export. „Er wirkt nicht abrupt, sondern schleichend“, sagte Jandura.
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abgesehen davon, dass die Aufwertung gegenüber dem US-Dollar auch der seit Jahren beobachteten schleichenden und immer stärkeren US-Wirtschaftskrise geschuldet ist - und damit alle internationalen Geschäfte betrifft, die in US-$ gehandelt werden.
Es gilt allen Jammer- und Unkenrufen zum Trotz:

Die Exporte in die Euro-Staaten machen nach wie vor den Löwenanteil des deutschen Außenhandels aus:
Für das Jahr 2024 betrugen die Exporte aus Deutschland insgesamt Waren im Wert von 1.556 Mrd. Euro.
Davon gingen 1.060,8 Mrd. Euro nach Europa, und hier wieder 846,2 Mrd. Euro in die EU - wovon wiederum 589,2 Mrd. Euro in die Euro-Zone gingen.
Nach ganz Asien (also inclusive China, Japan usw.) wurden Waren im Wert von 232,1 Mrd. Euro exportiert,
nach ganz Amerika (also inclusive den USA, Kanada und Lateinamerika) waren es nur Waren im Wert 219 Mrd. Euro.
(Quelle)

Um es in Prozentualen Angaben auszudrücken:
2/3 aller deutschen Exporte gehen nach Europa.
Rund 80 % davon gehen in die EU, und wieder 2/3 der EU-Exporte in die Euro-Länder.
Alle asiatischen und amerikanischen Länder zusammen erreichen nicht annähern das Niveau der Euro-Zone.
Es liegt also im wohlverstandenen eigenen Interesse, den Austausch innerhalb Europas, innerhalb der EU und insbesondere innerhalb der Euro-Staaten zu fördern und zu stärken.

Und der Trend ist ungebrochen:
Zitat:In die Staaten der Eurozone wurden alleine im September 2025 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 51,4 Milliarden Euro (+1,4 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 38,9 Milliarden Euro (-0,7 %) aus diesen Staaten importiert.
In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 22,9 Milliarden Euro (+5,1 %) exportiert und es wurden Waren im Wert von 20,5 Milliarden Euro (+4,9 %) von dort importiert.
In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden Waren im Wert von 74,3 Milliarden Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 59,3 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber August 2025 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,5 % und die Importe aus diesen Staaten um 1,2 %. (Quelle)

Um nun zur bulgarischen Euro-Einführung zurück zu kommen:
(22.12.2025, 20:57)lime schrieb: ... Ab 2026 wird es zu massiven Preissteigerungen in Bulgarien kommen.
Alleine die Exporte nach Bulgarien waren von Januar bis Oktober 2025 um 7,2 % höher als im Vorjahreszeitraum.
Das geht nicht, wenn es zu massiven Preissteigerungen kommt, die jetzt schon den stabilen Wechselkursen zwischen bulgarischer Währung und Euro geschuldet wären.
Denn mit der Einführung des Euro ändert sich das Wertverhältnis bzw. der Wechselkurs auch nicht weiter. Der Wert ist schon seit längerer Zeit in Form stabiler Wechselkurse fest geschrieben.
Massive Preissteigerungen könnte es nur geben, wenn der Euro eine deutlich höhere Inflationsrate hätte. Da wäre aber eine nationale bulgarische Währung wesentlich massiver gefährdet.
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(26.12.2025, 23:14)Kongo Erich schrieb: Denn mit der Einführung des Euro ändert sich das Wertverhältnis bzw. der Wechselkurs auch nicht weiter. Der Wert ist schon seit längerer Zeit in Form stabiler Wechselkurse fest geschrieben.
Massive Preissteigerungen könnte es nur geben, wenn der Euro eine deutlich höhere Inflationsrate hätte. Da wäre aber eine nationale bulgarische Währung wesentlich massiver gefährdet.

Diese Argumentation gab es bei jeder Euro-Einführung und immer wieder zeigte die Realität danach dass es doch zu massiven Preissteigerungen kam.
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was verstehst Du unter "massiven Preissteigerungen"?
Eine Preisentwicklung von < 5 % ist noch normal und nicht "massiv", allerdings nicht in der Zielvorgabe der EZB.
Die Zielvorgabe für Preissteigerungen im Euroraum ist ein symmetrisches Ziel von mittelfristig 2 Prozent, das von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt wird, um Preisstabilität zu gewährleisten und ein gesundes Wirtschaftswachstum zu fördern.
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