Beiträge: 17.541
Themen: 115
Registriert seit: May 2004
LieberTee:
Allein die Sicherung der Luftwaffeninfrastruktur hierzulande sowie der ganzen Logistikknotenpunkte, welche durchaus anfällig für russische Operationen (Agenten, Sondereinheiten, 5 Kolonne usw) wären, würde sehr viel mehr Sicherungstruppen benötigen als das Objektschutzregiment der Luftwaffe jemals stellen könnte.
Du musst dir nur mal ansehen, wieviele Sicherungsstaffeln es in Kalter Krieg Zeiten mal gab, und die waren meist ta / na. Jedes Geschwader hatte mindestens 4 Züge Infanterie, die meisten eher 10 Züge und manche sogar bis zu 16 Züge Infanterie in mehreren Sicherungsstaffeln. Dazu kamen dann noch Santitätseinheiten, ABC Abwehr, LW Pioniere, Kraftfahrer - alle ebenfalls weitgehend in ta / na Strukturen.
Und weiter gedacht: wenn das Objektschutzregiment der Luftwaffe durch solche Reserveeinheiten frei gemacht werden kann, dann kann es viel eher "weiter vorne" / in Osteuropa eingesetzt werden.
Und so pflanzt sich das fort.
Beiträge: 17.541
Themen: 115
Registriert seit: May 2004
Über die Unfähigkeit der Beamtenbürokratie die wie rein zufällig nebenbei auch noch bewaffnet ist:
https://www.zdf.de/nachrichten/politik/d...wtab-de-de
Zitat:Die von Bewerbern geäußerte Frustration erklärt das Ministerium auch mit unrealistischen Erwartungen der Bürger: Tauglichkeits- und Sicherheitsüberprüfung würden "möglicherweise subjektiv vielfach als zu bürokratisch gesehen und in Frage gestellt", schreibt das Ministerium. "Diese sind aber zur Zeit unabdingbare Voraussetzung für die Ausbildung.
Insbesondere das notorische Misstrauen gegen alle Reservisten, die Stasi Methoden von Bundeswehr / MAD und wie ständig alle bespitzelt und ausgeforscht werden sollten eigentlich jeden aufrechten Bürger davon abhalten, in dieser wie zufällig bewaffneten Bürokratiewehr Dienst zu leisten.
Auch sehr witzig: es gibt eigentlich mehr Bewerber als Plätze, trotzdem kriegt man diese jedes Jahr nicht voll:
Zitat:Das Verteidigungsministerium betont, dass die Ausbildungsplätze für Ungediente "bisher in keinem Jahr voll ausgeschöpft" wurden. "Die Anzahl der Interessierten war und ist immer hoch, jedoch schrumpfte diese Zahl der Bewerbenden und letztlich Geeigneten stets so weit, dass die bereitgestellten Ausbildungskapazitäten nicht ausgeschöpft werden konnten", so das Ministerium.
Und Zwangsgepresste sind dann natürlich im weiteren viel besser und zuverlässiger und treuer als Freiwillige:
Zitat:Hinter vorgehaltener Hand äußern im Verteidigungsministerium manche die Hoffnung, dass sich die Personalprobleme und Verzögerungen bei der Ungedienten-Ausbildung durch eine möglicherweise bevorstehende Wehrpflicht eh in Luft auflösen.
Denn auch für mich sieht es so aus, dass man die Freiwilligen überhaupt nicht mehr will, weil man ohnehin davon ausgeht, jede Menge Leibeigene, ich meine Wehrpflichtige zu bekommen.
Beiträge: 2.457
Themen: 6
Registriert seit: Mar 2024
Bei offensichtlich Millionen AfD Russen Sympathisanten und vielen Islamisten im Land ist auch nur EIN potentieller Saboteur in bewaffneten BW Diensten einer zuviel.
Eine vernünftige Sicherheit Überprüfung halte ich dahrr für zwingend erforderlich.
Und das dauert mangels Personal eben länger.
Allerdings sollte man diejenigen, die schon anderweitig geprüft wurden und werden (Sportschützen, Jäger) da mal schneller durch schleusen.
Beiträge: 4.329
Themen: 30
Registriert seit: Mar 2023
Warum sollte man Jäger und Sportschützen davon ausnehmen. Das die Kontrolle für diese nicht funktioniert ist ja hinreichend bekannt . Das diese auf ihre politische Gewinnung kontrolliert wären ist mir neu .
Beiträge: 2.457
Themen: 6
Registriert seit: Mar 2024
(13.03.2025, 17:55)alphall31 schrieb: Warum sollte man Jäger und Sportschützen davon ausnehmen. Das die Kontrolle für diese nicht funktioniert ist ja hinreichend bekannt . Das diese auf ihre politische Gewinnung kontrolliert wären ist mir neu .
Was meinst du mit diese Prüfung fkt nicht?
Es gab wenig Terror und Sabotage durch Mitglieder der genannten Gruppen in letzter Zeit.
Wie kontrolliert man eine "Personal Ausweis Person" auf politische Gesinnung, wenn diese nicht (halb) öffentlich diese Gesinnung
bekanntmacht ? (Twitter / x, Facebook, öffentliche posts irgendwo unter klar Namen, Beiträge bei öffentlichen Veranstaltungen,
Telegramm groups etc)
Zunächst muss geprüft werden, ob die Person mal irgendwann auffällig wurde (straf rechtlich)... Und darüber hinaus ist alles sehr tief kompliziert und dafür in der Breite gar keine Resourcen vorhanden
Beiträge: 113
Themen: 1
Registriert seit: Jan 2024
(13.03.2025, 14:24)Quintus Fabius schrieb: Insbesondere das notorische Misstrauen gegen alle Reservisten, die Stasi Methoden von Bundeswehr / MAD und wie ständig alle bespitzelt und ausgeforscht werden sollten eigentlich jeden aufrechten Bürger davon abhalten, in dieser wie zufällig bewaffneten Bürokratiewehr Dienst zu leisten.
Dass durchaus ein zweischneidiges Schwert
Zum Einen ist da der Geschmack des Generalverdachts gegen den "aufrechten" Bürger gepaart mit Einschneidungen und Reglemtierung zur legitimen, freien Meinungsäusserung.
Andereits gibt es in unserer Gesellschaft durchaus Elemente welche in den Streitkräften oder anderen Behörden nicht zu suchen haben. Das können Links- und Rechtsextremisten, Islamisten, Clan-Angehörige, Teile der organisierten Kriminalität usw. sein.
Auch darf man nicht ausser Acht lassen, dass die Treue manchen Bundesbürgers nicht Deutschland, sondern anderen Staaten dient.
(13.03.2025, 14:24)Quintus Fabius schrieb: Und Zwangsgepresste sind dann natürlich im weiteren viel besser und zuverlässiger und treuer als Freiwillige:
(13.03.2025, 14:24)Quintus Fabius schrieb: Denn auch für mich sieht es so aus, dass man die Freiwilligen überhaupt nicht mehr will, weil man ohnehin davon ausgeht, jede Menge Leibeigene, ich meine Wehrpflichtige zu bekommen.
Ich würde es banal so ausdrücken: Die Bundeswehr fordert vom Freiwilligen Flexibilität, tut sich als Apparat selbst äussert schwer dem Bewerber flexibel entgegen zu kommen.
Wenn´s nicht passt zucken beiden Seiten nur mit der Schulter und machen weiter ihr eigenes Ding.
Und die glückseligen Friedensjahre in der wir zur Erreichung des Solls einer Handvoll schlecht-tatöwierten Freiwilligen für die gewünschte Flexibilität Goldstücke in den Hintern blasen konnten, sind vorbei.
Beiträge: 3.472
Themen: 23
Registriert seit: Sep 2017
(13.03.2025, 19:29)Garten-Grenadier schrieb: Andereits gibt es in unserer Gesellschaft durchaus Elemente welche in den Streitkräften oder anderen Behörden nicht zu suchen haben. Das können Links- und Rechtsextremisten, Islamisten, Clan-Angehörige, Teile der organisierten Kriminalität usw. sein.
Auch darf man nicht ausser Acht lassen, dass die Treue manchen Bundesbürgers nicht Deutschland, sondern anderen Staaten dient.
Da brauchen sich die frisch Gemusterten ja nur noch das passende raussuchen um den Wehrdienst samt Ersatzdienst einfach zu umgehen.
Beiträge: 4.329
Themen: 30
Registriert seit: Mar 2023
Zitat: Was meinst du mit diese Prüfung fkt nicht?
Es gab wenig Terror und Sabotage durch Mitglieder der genannten Gruppen in letzter Zeit.
Wie kontrolliert man eine "Personal Ausweis Person" auf politische Gesinnung, wenn diese nicht (halb) öffentlich diese Gesinnung
bekanntmacht ? (Twitter / x, Facebook, öffentliche posts irgendwo unter klar Namen, Beiträge bei öffentlichen Veranstaltungen,
Telegramm groups etc)
Zunächst muss geprüft werden, ob die Person mal irgendwann auffällig wurde (straf rechtlich)... Und darüber hinaus ist alles sehr tief kompliziert und dafür in der Breite gar keine Resourcen vorhanden
Das ständige besondere hervorheben von legalwaffenbesitzern bei polizeilichen Maßnahmen bei reichsbürgern und ähnlichen durch unsere freie Presse sagt da etwas anderes könnte man sarkastisch antworten.
Auf welche Art und Weise sind Jäger und sportschützen den einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen das man diese schneller durchschleusen könnte? Das beantragen eines Führungszeugnisses hat nichts mit einer Sicherheitsüberprüfung zu tun. Ein Eintrag im Führungszeugniss schließt einen aber nicht grundsätzlich aus den Beruf /Reserve auszuüben. Es ist Wille der Politiker / Wöhler gewesen das die Möglichkeiten zur Überprüfung auf aktive Soldaten/ einberufene Reservisten beschränken. Dazu kommt das es millionen von Einträgen innführungszeugnissen gibt die da nichts zu suchen haben , einfach weil gewisse Sachen nach Ablauf einer Frist gestrichen werden müssen.
Das bewertungsgrundlagen nach denen jemand für die Bundeswehr tragbar ist zu grossen Teilen auf persönliche Bewertungen zurück zuführen, halte ich grundsätzlich für gut , solange die Person die die Bewertungen durchführt über genügend Erfahrungen verfügt. Natürlich sind manche Sachen grundsätzlich ein no Go um Soldat zu werden. Das setzt halt auch einen gewissen personalkörper voraus.
Ein weiteres Problem ist das die Bw ständig politisch getrieben wird. Es sitzen heute noch kameraden zuhause im Zuge der Ermittlungen 2./ KSK gegen die es weder einen Verdacht gab noch ein Verfahren eröffnet wurde nur weil das System Bundeswehr nicht in der Lage ist zu sagen wir haben hier einen Fehler gemacht und sich zu entschuldigen. Da wird halt ermittelt bis zum bitteren Ende.
Beiträge: 1.498
Themen: 4
Registriert seit: Jul 2024
Fürs Archiv: Dänemark führt noch in diesem Jahr eine Wehrpflicht für Frauen ein.
Persönlich halte ich für bedauerlich, dass Deutschland bei der zu erwartenden Rückkehr zur Wehrpflicht darauf verzichten wird. Die Regierung wird es nicht fordern, weil ihr die erforderliche Mehrheit für Verfassungsänderungen fehlt, und weil der angeblich feministische Teil des Plenums ein Zweckbündnis schließen wird mit einer Querfront, die von misogynen Idioten bis hin zu außenpolitischen Analphabeten reicht, die ernsthaft behaupten, die Rückkehr zur Wehrpflicht sei Kriegstreiberei und Vorbereitung eines Angriffs auf Russland.
(13.03.2025, 19:41)lime schrieb: Da brauchen sich die frisch Gemusterten ja nur noch das passende raussuchen um den Wehrdienst samt Ersatzdienst einfach zu umgehen. Wieso umgehen? Willst Du damit sagen, dass jemand vorgeben könnte, er sei ein Extremist, um nicht gezogen zu werden?
Im Übrigen ist das von @Garten-Grenadier geschilderte Problem nicht so groß, wie es scheinen könnte. @Quintus hat nicht ganz Unrecht, wenn er eine übertrieben strenge Extremismus-Definition der Behörden kritisiert. Der MAD entdeckt mehr Verdachtsfälle, als er müsste.
Die wirklichen Fanatiker jeglicher Couleur lehnen diesen Staat allesamt ab und werden ihm nicht dienen. Ist ihre Verfassungstreue wirklich kompromittiert, und damit meine ich keinen dummen Witze auf Facebook, werden sie, falls sie ohnehin nicht verweigern, früher oder später auffallen und ausgesondert.
Für die Landesverteidigung insgesamt fällt ein unentdeckter Extremist nicht ins Gewicht.
Und auch die weiter oben geäußerte Befürchtung, irgendwelche Clans könnten ihre Söhne zur Bundeswehr schicken, damit sie eine militärische Ausbildung erhalten (zwecks Straffung der Organisation und Waffenschulung), wird quantitativ keine Relevanz haben. (Kleines Bonmot am Rande, die italienische Mafia gehörte zu den verlässlichsten Personalpools der US-Marineinfanterie im Zweiten Weltkrieg.)
Eher würde ich mir um persönliche Biographien Sorgen machen, d.h. um Doppelstaatler und Migrationshintergründe. Niemand wird mich des Rassismus beschuldigen können, wenn ich frage, wie es z.B. im Falle eines Krieges mit Russland um die Treue der Russlanddeutschen bestellt wäre. Und die Regierung hat offenbar keinen Plan dafür.
Beiträge: 3.472
Themen: 23
Registriert seit: Sep 2017
(25.03.2025, 22:11)muck schrieb: Wieso umgehen? Willst Du damit sagen, dass jemand vorgeben könnte, er sei ein Extremist, um nicht gezogen zu werden?
Keiner weiss wie die Wehrpflicht ausfallen wird wenn sie kommt. Je nachdem wie viele wirklich gezogen werden könnte dass für viele Jugendliche durchaus eine Option sein, wenn sie sich die Zeit bzw. den Ersatzdienst an sich sparen wollen. Im Ethik-Unterricht soll es laut meinen Kindern zum Beispiel schon diskutiert worden sein.
Beiträge: 1.498
Themen: 4
Registriert seit: Jul 2024
1. Doch, streng genommen weiß man, wie die allfällige Wehrpflicht aussehen würde, weil Grundgesetzänderungen bei diesem Thema absehbar keine Zweidrittelmehrheit finden werden. Bleibt also nur, die Aussetzung der "alten" Wehrpflicht aufzuheben. Status quo ante.
Einen Wehrersatzdienst braucht es dazu nicht zwingend. Das Gleichbehandlungsgebot verlangt nur, dass Wehrdienstleistende gegenüber Verweigerern nicht schlechter gestellt werden. Dazu muss man aber nicht unbedingt ausgleichende Belastungen für die Verweigerer finden, man kann auch den Wehrdienstleistenden einen Ausgleich bieten, den man den Verweigerern vorenthält, z.B. zusätzliche Rentenpunkte.
2. Augenblick mal, willst Du behaupten, dass man Deinen Kindern in der Schule geraten hätte, sich als Extremisten auszugeben?
Beiträge: 3.472
Themen: 23
Registriert seit: Sep 2017
(25.03.2025, 23:31)muck schrieb: 1. Doch, streng genommen weiß man, wie die allfällige Wehrpflicht aussehen würde, weil Grundgesetzänderungen bei diesem Thema absehbar keine Zweidrittelmehrheit finden werden. Bleibt also nur, die Aussetzung der "alten" Wehrpflicht aufzuheben. Status quo ante.
Einen Wehrersatzdienst braucht es dazu nicht zwingend. Das Gleichbehandlungsgebot verlangt nur, dass Wehrdienstleistende gegenüber Verweigerern nicht schlechter gestellt werden. Dazu muss man aber nicht unbedingt ausgleichende Belastungen für die Verweigerer finden, man kann auch den Wehrdienstleistenden einen Ausgleich bieten, den man den Verweigerern vorenthält, z.B. zusätzliche Rentenpunkte.
2. Augenblick mal, willst Du behaupten, dass man Deinen Kindern in der Schule geraten hätte, sich als Extremisten auszugeben?
Für 16-18 Jährige sind Rentenpunkte sicher absolut interessant  Frag einfach mal Leute aus dieser Altersgruppe ob sie daran glauben überhaupt noch großartig eine Rente zu bekommen.
Also die Lehrerin hat sich in die Diskussion wohl nicht eingemischt, sondern diese eben nur moderiert. Auf die Idee sind einige der Schüler selbst gekommen, weil die allgemeine Ansicht war dass man nicht in die Bundeswehr will. Aber immerhin Einer konnte sich dies dann doch vorstellen. Mein Sohn meinte dann sein Kollege wäre ja auch schon "Soldat" bei Fortnite.
Beiträge: 1.498
Themen: 4
Registriert seit: Jul 2024
(26.03.2025, 01:29)lime schrieb: Für 16-18 Jährige sind Rentenpunkte sicher absolut interessant Frag einfach mal Leute aus dieser Altersgruppe ob sie daran glauben überhaupt noch großartig eine Rente zu bekommen. Das hat nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. Es ging nicht um Attraktivität des Wehrdienstes, sondern um die verfassungsrechtliche Ausgestaltung. Das immer wiederkehrende Argument, dass wir nicht zur Wehrpflicht zurückkehren könnten, solange es keinen Ersatzdienst gibt. (26.03.2025, 01:29)lime schrieb: Also die Lehrerin hat sich in die Diskussion wohl nicht eingemischt, sondern diese eben nur moderiert. Auf die Idee sind einige der Schüler selbst gekommen, weil die allgemeine Ansicht war dass man nicht in die Bundeswehr will. Ich verstehe immer noch nicht, ehrlich gesagt. Also, in der Klasse Deines Sohnes haben Schüler vorgeschlagen, so zu tun, als sei man Extremist, um so nicht gezogen zu werden?
Das ist doch albern und unnötig kompliziert. Es gibt ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Friedenszeiten, man verweigert einfach und fertig.
Wer um alles in der Welt wäre so blöde, stattdessen eine extremistische Gesinnung vorzutäuschen, und sich am Ende noch zusätzliche Scherereien einzuhandeln?
Denn um da herausgefiltert zu werden, müsste man mindestens mal vor Dritten Aussagen tätigen, die auf einen zurückfallen könnten, z.B. im Internet. Bestenfalls verbaut man sich Berufsaussichten im öffentlichen Dienst (und bei jeder Firma, die auf ihren Ruf achtet), schlimmstenfalls kriegt man Post vom Staatsanwalt.
Selbst Gen Z kann doch unmöglich so dämlich sein?
Beiträge: 3.472
Themen: 23
Registriert seit: Sep 2017
(26.03.2025, 02:36)muck schrieb: Also, in der Klasse Deines Sohnes haben Schüler vorgeschlagen, so zu tun, als sei man Extremist, um so nicht gezogen zu werden?
Das ist doch albern und unnötig kompliziert. Es gibt ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Friedenszeiten, man verweigert einfach und fertig.
Wer um alles in der Welt wäre so blöde, stattdessen eine extremistische Gesinnung vorzutäuschen, und sich am Ende noch zusätzliche Scherereien einzuhandeln?
Denn um da herausgefiltert zu werden, müsste man mindestens mal vor Dritten Aussagen tätigen, die auf einen zurückfallen könnten, z.B. im Internet. Bestenfalls verbaut man sich Berufsaussichten im öffentlichen Dienst (und bei jeder Firma, die auf ihren Ruf achtet), schlimmstenfalls kriegt man Post vom Staatsanwalt.
Selbst Gen Z kann doch unmöglich so dämlich sein?
So in etwa, wobei die wohl angenommen haben sonst einen Ersatzdienst ableisten zu müssen. Und zur Blödheit. Glaubst Du wirklich dass sich alle Schüler in dem Alter schon darüber Gedanken machen was dies für Auswirkungen für die Zukunft haben könnte?. Unabhängig davon wählen ja laut Umfragen ca. 30-40% der Schüler die Linke oder AfD und ordnen sich vielleicht deshalb selbst schon in diese Kategorie ein bzw. fühlen sich davon nicht soweit entfernt, um diesen nach ihrer Ansicht "Vorteil" auszunutzen. Jugendliche treffen eben auch oft irrationale Entscheidungen. Aus der Abitur-Klasse meines Großen planen zum Beispiel mehrere Schüler nach Beendigung der Schule Bürgergeld zu beantragen und in eine eigene Wohnung zu ziehen, da mit sie endlich in Ruhe zocken und gamen können. Laut Aussage meines Sohnes haben die sich sogar schon die Wohnung für die Wohngemeinschaft per Vorvertrag und Anzahlung gesichert. Also scheint es nicht nur eine spontane Idee zu sein. Wenn sich Jugendliche was in den Kopf gesetzt haben können sie durchaus zäh dran bleiben.
Beiträge: 113
Themen: 1
Registriert seit: Jan 2024
(26.03.2025, 02:36)muck schrieb: Es gibt ein Recht auf Kriegsdienstverweigerung in Friedenszeiten, man verweigert einfach und fertig.
So einfach verweigern und fertig hat in den 2000ern gut funktioniert.
In Zeiten des Kalten Krieges wurden die KDV-Anträge in Teilen eingehend geprüft und einige Antragssteller mussten vor Komissionen Rede und Antwort zu ihren Beweggründen stehen.
Nicht selten wurden einige KDV´ler doch zum Wehrdienst einberufen.
|