Gestern, 21:07
@ObiBiber
Weshalb die meisten modernen super/hypersonischen AShM vermehrt auf ein High-Low Flugprofil mit einem "Reiseflug" in großer Höhe und einer geringeren terminal attack altitude, bei dem der Endanflug im übrigen meist langsamer als der Reiseflug ist. Auf Tyrfing wird das ebenfalls zutreffen.
Bei AShM im hohen hypersonischen Bereich, bspw Zircon, sehen wir sogar ballistische/semi-ballistische Flugprofile.
All diese Bedrohungen fliegen für den Großteil ihres "Transits" in vergleichsweise großen Höhen, was sich auf positiv auf Guidance und Reichweite auswirkt. Obgleich es SeaSkimmer definitv noch gibt und noch einige Jahre geben wird, gehen die meisten Projekte von diesem Ansatz inzwischen drastisch weg.
Das ist kein wirkliches Argument gegen weitreichende solche luftseitigen Fähigkeiten.
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@Kos
Dazu kommt auch noch irgendwas im Wunschkonzert wenn ich damit mal fertig bin.
Sofern man für diese Einheiten einen Einsatz in der Ostsee plant, wäre ein Refit sowieso angebracht um entsprechende Befähigungen bspw hinsichtlich UxV oder Mininenkampf zu integrieren. Wenn sich Schweden ebenfalls für die FDI entscheidet, könnte man ein solches Package sogar zusammen entwickeln.
Die A200 wurde nachdem was ich bis jetzt dazu gelesen habe 1997 vorgestellt, das ist 29 Jahre her. Damit ist sie älter als die F124 und konnte noch in D-Mark bestellt werden, von DMS kann da keine Rede sein.
Die FDI erfüllt den DMS auch nicht, aber das Design ist brandneu und entsprechend fortschrittlich.
Wo ich dir recht gebe ist, dass die FDI von ihrer Ausrüstung her nur bedingt kompatibel mit der Bestandsflotte ist. Wenn ich mir aber angucke, aus was die Bestandsflotte eigentlich besteht, sollte man sich die Frage stellen, ob man die Gelegenheit nicht nutzt um zumindest die Marine aus der versorgungstechnischen Bredouille zu bringen. Schließlich hat man jetzt mal die Gelegenheit, die eigenen Projekte daran anzupassen bevor sie zulaufen. So eine Chance kriegen wir vielleicht nie wieder und müssten bei einem Wechsel dann 15/20 Jahre mit inkompatiblen Teilflotten fahren. Und ob wir nun 5 oder 6 verschiedene CMS in der Flotte haben, macht jetzt auch keinen Unterschied mehr.
Was schwierig wird, da a) FMS-Verfahren nicht gerade schnell von Statten gehen und b) das aktuelle politische Klima dem einen Strich durch die Rechnung ziehen wird.
Trump kündigt gestern die Übernahme Grönlands an und die Bundesregierung geht los und kauft neue amerikanische Waffen trotz europäischer Alternative? Das wartet ja förmlich darauf, von der Presse ausgeschlachtet zu werden.
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@DeltaR95
Aber ich möchte nicht eine Dimension deswegen länger missen.
Vlt kann man diese Probleme aber umgehen, indem man zusätzlich zu einem ausländischen Design den Schiffbauer in einer organisatorischen Rolle gleich mit mietet und im Beschaffungsvertrag festhält, dass wenn NVL und co sich zu viele Fehltritte erlauben, der Bauprozess zurück ins Ausland verlagert wird. Dann brauch auch keiner mit IT-Problemen oder sonst was ankommen.
Zitat:Da seh ich eher weniger einen Nachteil…Hohe Geschwindigkeit und geringe Flughöhe schließt sich gegenseitig aus. In geringen Höhen ist der Reibungswiderstand in der Luft so hoch, dass sich eine AShM darin früher oder später durch die Reibungswärme zerstört.
tiefliegende anti Schiffsraketen oder Hyperschallflugkörper werden auch nicht früher entdeckt…
Weshalb die meisten modernen super/hypersonischen AShM vermehrt auf ein High-Low Flugprofil mit einem "Reiseflug" in großer Höhe und einer geringeren terminal attack altitude, bei dem der Endanflug im übrigen meist langsamer als der Reiseflug ist. Auf Tyrfing wird das ebenfalls zutreffen.
Bei AShM im hohen hypersonischen Bereich, bspw Zircon, sehen wir sogar ballistische/semi-ballistische Flugprofile.
All diese Bedrohungen fliegen für den Großteil ihres "Transits" in vergleichsweise großen Höhen, was sich auf positiv auf Guidance und Reichweite auswirkt. Obgleich es SeaSkimmer definitv noch gibt und noch einige Jahre geben wird, gehen die meisten Projekte von diesem Ansatz inzwischen drastisch weg.
Das ist kein wirkliches Argument gegen weitreichende solche luftseitigen Fähigkeiten.
Zitat:das ist aber nicht die Masse der Bedrohungen…Die russische Marine ist relativ flächendeckend mit super-/hypersonischen Seezielflugkörpern ausgestattet. Die AShM-Doktrin der russischen und zuvor sowjetischen Marine setzt auf Geschwindigkeit, Durchschlagkraft und aktive Gegenmaßnahmen. Das ist mit westlichen Marinen, die bislang hauptsächlich auf SeaSkimmer setzen, nicht wirklich vergleichbar.
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@Kos
Zitat:MMn sollten wir einen leichten Zerstörer auf Basis europäischer Lösungen entwickeln. Sollten wir die Aster 1 NT nehmen brauchen wir eine Produktionsstrasse in Deutschland. Ansonsten kommt noch die Iris-T-Familie in Frage, auch wenn es nicht so klar ist, wie man damit eine 1 NT oder SM2/6 ersetzen soll. Leider ist schon mal klar, dass das alles dauert und sicher nicht in 3 oder 4 Jahren zu einsatzbereiten Schiffen führen wird.Maßanfertigungen jeglicher Art sind in diesem Kontext Sache der langfristigen Flottenplanung ab vielleicht Anfang-Mitte der 2030er. Aber grundsätzlich bin ich beim "leichten Zerstörer" bei dir. Idealerweise macht eine Doppelklasse daraus und entwickelt den MAD direkt auf der selben Basis, bspw indem man ein Mission Bay mittschiffs durch eine VLS-Batterie ersetzen kann.
Dazu kommt auch noch irgendwas im Wunschkonzert wenn ich damit mal fertig bin.
Zitat:Der Lizenzbau einer FDI wird auch nur funktionieren, wenn wir die Schiffe 1:1 nachbauen und dann passt da nicht viel mit dem Rest unserer Flotte und deutschen Vorschriften zusammen.Ich würde behaupten, dass das auf jede mögliche Lösung zutrifft. Bis auf einige "Bolt-On" Oberflächlichkeiten, meinetwegen Seezielflugkörper und RWS, wird man eine MOTS-Lösung so übernehmen müssen, wie man sie bekommt. Anpassungen müsste man später realisieren, wenn die "eigentlichen" Fregatten ab Mitte-Ende der 2030er vollständig zur Verfügung stehen.
Sofern man für diese Einheiten einen Einsatz in der Ostsee plant, wäre ein Refit sowieso angebracht um entsprechende Befähigungen bspw hinsichtlich UxV oder Mininenkampf zu integrieren. Wenn sich Schweden ebenfalls für die FDI entscheidet, könnte man ein solches Package sogar zusammen entwickeln.
Die A200 wurde nachdem was ich bis jetzt dazu gelesen habe 1997 vorgestellt, das ist 29 Jahre her. Damit ist sie älter als die F124 und konnte noch in D-Mark bestellt werden, von DMS kann da keine Rede sein.
Die FDI erfüllt den DMS auch nicht, aber das Design ist brandneu und entsprechend fortschrittlich.
Wo ich dir recht gebe ist, dass die FDI von ihrer Ausrüstung her nur bedingt kompatibel mit der Bestandsflotte ist. Wenn ich mir aber angucke, aus was die Bestandsflotte eigentlich besteht, sollte man sich die Frage stellen, ob man die Gelegenheit nicht nutzt um zumindest die Marine aus der versorgungstechnischen Bredouille zu bringen. Schließlich hat man jetzt mal die Gelegenheit, die eigenen Projekte daran anzupassen bevor sie zulaufen. So eine Chance kriegen wir vielleicht nie wieder und müssten bei einem Wechsel dann 15/20 Jahre mit inkompatiblen Teilflotten fahren. Und ob wir nun 5 oder 6 verschiedene CMS in der Flotte haben, macht jetzt auch keinen Unterschied mehr.
Zitat:Eine Meko 200 wäre wohl am schnellsten zu bauen und die Ausrüstung mit Sensoren, VLS und Effektoren wäre auch schon klar, analog zur F126.Beim Schiff selber würde ich dir vielleicht Recht geben, bei den Komponenten hingegen nicht. Sofern eine MEKO A200GER weiter im amerikanischen Ökosystem existieren würde, müssten dessen Komponenten via FMS-Verfahren beschafft werden.
[...]
Die aktuellen politischen Umstände und das Bully-Verhalten des US-Präsidenten legt nahe, auf die Verwendung von AEGIS und Effektoren aus den USA zu verzichten.
Was schwierig wird, da a) FMS-Verfahren nicht gerade schnell von Statten gehen und b) das aktuelle politische Klima dem einen Strich durch die Rechnung ziehen wird.
Trump kündigt gestern die Übernahme Grönlands an und die Bundesregierung geht los und kauft neue amerikanische Waffen trotz europäischer Alternative? Das wartet ja förmlich darauf, von der Presse ausgeschlachtet zu werden.
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@DeltaR95
Zitat:Ich persönlich bin inzwischen eher dafür, gar keine weiteren Großprojekte mehr zu beginnen, bis endlich eine Organisation geschaffen wurde, die solche Projekte auch realisieren kann.Da diese "Entschlackung" der Prozesse so oder so erforderlich ist, wäre ich sogar bei dir.
Aber ich möchte nicht eine Dimension deswegen länger missen.
Vlt kann man diese Probleme aber umgehen, indem man zusätzlich zu einem ausländischen Design den Schiffbauer in einer organisatorischen Rolle gleich mit mietet und im Beschaffungsvertrag festhält, dass wenn NVL und co sich zu viele Fehltritte erlauben, der Bauprozess zurück ins Ausland verlagert wird. Dann brauch auch keiner mit IT-Problemen oder sonst was ankommen.
