"Südschiene": Afrika-China
@Kongo Erich
Zitat:die EU beschließt zunächst befristet eine "Null-Zoll-Regelung" für Importe aus Afrika für alle Mitgliedsstaaten der EU...
Das kommt darauf an. Da sollten dann auf jeden Fall bestimmte Regularien greifen:

a) der Sahel bzw. die dortigen Regime, die mit den Russen anbandeln, müssten ausgenommen sein. Es sei denn, sie werfen die Russen raus.
b) der betreffende Staat müsste sich klar entscheiden: China oder die EU. Bleibt er bei China, wird es nichts mit der EU.
c) es gibt bzgl. Migration einige offene Punkte - hier müssten Anknüpfungen stattfinden.

Schneemann
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Vor knapp einem Jahr habe ich das für Europa vorgeschlagen - nun kommt uns China zuvor, und zeigt damit eine klare Alternative gegen US-Strafzölle:
Zitat:China will die Zölle für alle afrikanischen Länder abschaffen - bis auf eines

Die chinesische Regierung hat angekündigt, ab dem 1. Mai sämtliche Zölle auf Importe aus allen afrikanischen Ländern mit Ausnahme von Eswatini, früher Swasiland, abzuschaffen. Dies berichtet der französische "Le Figaro".

Bisher galt diese Zollbefreiung bereits für 33 afrikanische Staaten; nun soll sie auf nahezu alle 53 afrikanischen Partnerländer Chinas ausgeweitet werden. Hintergrund ist die Vertiefung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen China und Afrika.

China will die Zölle auf fast alle afrikanischen Länder abschaffen: "Neue Seidenstraße" im Blick
China ist bereits heute der wichtigste Handelspartner Afrikas und finanziert im Rahmen der Initiative der "Neuen Seidenstraße" zahlreiche große Infrastrukturprojekte. Die "Neue Seidenstraße" ist ein gigantisches, von China initiiertes Infrastruktur- und Handelsprojekt, das durch den Ausbau von Land- und Seewegen Asien, Europa und Afrika stärker vernetzten und Chinas geopolitischen Einfluss sowie wirtschaftliche Macht weltweit ausbauen soll.

Durch die Abschaffung der Zölle soll der Handel weiter erleichtert und das wirtschaftliche Wachstum in Afrika gefördert werden. Laut Präsident Xi Jinping eröffnet dieser Schritt neue Entwicklungsperspektiven für die afrikanischen Staaten.

Ausgenommen bleibt lediglich Eswatini, das weiterhin diplomatische Beziehungen zu Taiwan unterhält und daher nicht von der Zollbefreiung profitiert. Das Verhältnis Chinas zu Taiwan ist politisch belastet, da Peking die Insel als Teil seines Staatsgebiets betrachtet.
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(15.02.2026, 22:21)Kongo Erich schrieb: Vor knapp einem Jahr habe ich das für Europa vorgeschlagen - nun kommt uns China zuvor, und zeigt damit eine klare Alternative gegen US-Strafzölle:
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Gilt das dann auch für Produkte die durch Afrika geleitet oder dort teilweise weiterverarbeitet werden?

(15.02.2026, 22:21)Kongo Erich schrieb: Vor knapp einem Jahr habe ich das für Europa vorgeschlagen - nun kommt uns China zuvor, und zeigt damit eine klare Alternative gegen US-Strafzölle:
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Gilt das dann auch für Produkte die durch Afrika geleitet oder dort teilweise weiterverarbeitet werden?
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wie rein soll die Umsetzung der Wirtschaftswissenschaften sein?
Ricardo - komperative Kostenvorteile
(zitiert aus Duden Wirtschaft von A bis Z: Grundlagenwissen für Schule und Studium, Beruf und Alltag. 6. Aufl. Mannheim: Bibliographisches Institut 2016. Lizenzausgabe Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 2016.)
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Zitat:Peking liefert Satelliten und Bodenstationen an afrikanische Länder – USA sind sauer
China errichtet systematisch Weltrauminfrastruktur in Afrika. Warum die USA das verhindern wollen.

China baut seine Präsenz im afrikanischen Raumfahrtsektor systematisch aus. Über Satellitenlieferungen, den Bau von Bodenstationen und technische Ausbildungsprogramme hat Peking in den vergangenen Jahren Weltrauminfrastruktur in mehreren afrikanischen Ländern errichtet, darunter Ägypten, Namibia, Nigeria, Äthiopien und Algerien.

Am Stadtrand von Kairo hat China eine Satellitenproduktionsanlage mitaufgebaut, die als erste ihrer Art auf dem afrikanischen Kontinent gilt. Technik, Ausrüstung und Fachwissen stammen zu großen Teilen aus China. Der erste dort gefertigte Satellit wurde weitgehend in China montiert und im Dezember 2023 von dort gestartet, wie diplomacy.edu berichtet. Zusätzlich hat Peking Ägypten in den vergangenen zwei Jahren Erdbeobachtungssatelliten und Teleskope zur Verfügung gestellt.

Bodenstation in Windhoek
In Namibia übergab China am 12. Februar eine vollständig von Peking finanzierte Bodenstation in Windhoek. Es handelt sich um das erste chinesische Hochtechnologie-Entwicklungshilfeprojekt in dem Land. Die Station empfängt und verarbeitet Erdbeobachtungsdaten, unter anderem vom chinesisch-brasilianischen Satelliten CBERS-4. Die Daten sollen in der Landwirtschaft, im Wasserressourcenmanagement, in der Umweltüberwachung und im Katastrophenschutz eingesetzt werden. Die Anlage wurde formal an Namibia übergeben und wird von lokalem Personal betrieben, das zuvor von chinesischen Fachleuten ausgebildet wurde. ...
wegen des Satelliten hätte der Bericht auch unter "BRICS" gepasst, aber er geht über BRICS hinaus
Zitat: ...
Weitere Projekte in Nigeria, Äthiopien und Algerien
In Nigeria finanzierte und baute die China Great Wall Industry Corporation den Kommunikationssatelliten NigComSat. Äthiopien erhielt die Erdbeobachtungssatelliten ETRSS-1 und ETRSS-2 im Rahmen einer Kooperation mit chinesischen Universitäten. Algerien bezieht Kommunikations- und Erdbeobachtungssatelliten und nimmt an chinesischen Ausbildungsprogrammen teil. Ergänzend bietet China Stipendien, Ingenieursausbildungen und technische Schulungen vor Ort an.

Die Raumfahrtkooperation ist Teil übergeordneter chinesischer Initiativen wie der Belt and Road Initiative und der sogenannten Digital Silk Road. Analysten ordnen das Engagement als Verbindung von Entwicklungszusammenarbeit, Technologieexport und geopolitischer Einflussnahme ein. Afrika ist mit 54 Staaten im UN-System vertreten. Durch langfristige Technologiepartnerschaften kann China nach Einschätzung von Beobachtern Abstimmungsverhalten beeinflussen und seine Position in internationalen Debatten über Weltraumregulierung und Datenstandards stärken.
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USA äußern Bedenken über militärische Nutzung
Die USA haben laut Reuters Bedenken über mögliche militärische Anwendungen chinesischer Weltraumtechnologie in Afrika geäußert. Washington verweist auf den Ausbau von Bodenstationen und die damit verbundenen Überwachungskapazitäten. Gleichzeitig gelingt es den USA bisher nicht, ein vergleichbares Angebot für afrikanische Staaten vorzulegen. Viele Länder auf dem Kontinent orientieren sich pragmatisch an Partnern, die ihren unmittelbaren technologischen Bedarf decken können..
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Afrikanische Staaten wie Ägypten positionieren sich in dem Spannungsfeld zwischen Washington und Peking neutral. Sie betrachten die Kooperationen nach eigener Darstellung als Gelegenheit für wissenschaftlichen und technologischen Aufbau. China wiederum positioniert sich durch das Engagement als Technologiepartner für Entwicklungsländer und als Alternative zu westlich geprägten Raumfahrtstrukturen.
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