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Stablecoins bilden ja nicht notwendigerweise FIAT-Währungen ab.
Bitcoin mag Marktführer sein, die schon vergleichsweise hohe Volatilität lässt sich aber nicht wegdiskutieren. Und was für dabei für Bitcoin gilt, gilt für die ganzen anderen Wunderdinger erst recht.
Ich bin ja selber investiert (in Bitcoin und Ethereum) aber für mich ist das nichts weiter als ein Hafen für hohe Liquidität in Risk-On Zeiten. Einen weitergehenden Nutzen sehe ich darin nicht, all diese Konzepte werden für die breite Masse zu esoterisch und für das Finanzsystem zu staatsfern sein als das Währungen und Zahlungssysteme ersetzen werden. Stattdessen bekommen wir halt digitale FIAT-Währungen und Ende.
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Die Trump-Regierung arbeitet auf jeden Fall weiter daran, die internationale Bedeutung des Dollars zu untergraben. Dieses Mal, indem sie die Axt an die Unabhängigkeit der Notenbank legt, was ein klares Alarmzeichen ist. - Die Unabhängigkeit der Notenbank ist nämlich dafür da, dass diese die Inflation bekämpft, auch wenn dies politisch missliebig ist. Entsprechend kann eine politisch hörige Notenbank, die zu niedrige Zinspolitik fährt zu höherer Inflation führen (siehe z.B. Türkei), was für den Außenwert einer Währung problematisch ist.
Zitat:Welche Gefahr Trumps Angriff auf die Fed birgt
US-Präsident Trump droht Notenbankchef Powell mit einer Anklage. Der sieht offensichtlich die Unabhängigkeit der Fed bedroht. Wäre die Zentralbank politisch gesteuert, hätte das Folgen - weit über die USA hinaus. [...]
Powell spricht von "Vorwand"
Mit ungewohnter Offenheit stellt Powell klar, dass diese Klage für ihn nur ein "Vorwand" ist: "Die Androhung strafrechtlicher Konsequenzen ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze auf der Grundlage unserer bestmöglichen Einschätzung dessen festlegt, was im Interesse der Öffentlichkeit liegt, anstatt den Präferenzen des Präsidenten zu folgen."
Laut Powell steht viel auf dem Spiel: Es gehe darum, ob die Fed weiterhin in der Lage sein werde, die Zinssätze auf der Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Bedingungen festzulegen - oder ob die Geldpolitik stattdessen durch politischen Druck oder Einschüchterung bestimmt werde. [...]
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/wel...k-100.html
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Das ist unter Wirtschaftsexperten wohl unstrittig, sie auch:
Handelsblatt:
Märkte fürchten Endspiel um die Unabhängigkeit der Fed
Zitat: Mit den Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell eskaliert der Machtkampf um die Geldpolitik. Dollar, Aktien und Gold reagieren deutlich. Vor Gericht steht schon der nächste Showdown an.
Frankfurt. Die internationalen Finanzmärkte haben auf die Nachricht über strafrechtliche Ermittlungen gegen den Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, empfindlich reagiert. Investoren sind nervös, weil sie mehr denn je um die Unabhängigkeit der Fed fürchten.
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n-tv:
Es sind nicht nur die Zinsen - Darum kann Trump Powell nicht riechen
Zitat: Donald Trump will Notenbankchef "Jay" Powell loswerden. Doch der kapituliert nicht. Nun fährt der US-Präsident schwere Geschütze auf.
Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump eskaliert seinen Feldzug gegen die Notenbank Fed. Das Justizministerium droht, deren Chef Jerome "Jay" Powell anzuklagen - mit augenscheinlich konstruierten Vorwürfen. Es ist ein beispielloser Vorgang.
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Tatsächlich versucht Trump seit Beginn seiner zweiten Amtszeit, die Fed unter Kontrolle zu bringen. Der Grund: Der US-Präsident will ultra-niedrige Zinsen. Doch die Fed hält sich angesichts von Inflationsgefahren zurück. Niedrigere Zinsen kurbeln tendenziell die Konjunktur an, weil sie Kredite verbilligen. Trump argumentiert, dass sie außerdem die vielen US-Haushalte entlasten, vor allem bei den Hypotheken. Der US-Präsident sagt offen, dass niedrigere Zinsen außerdem die riesige Schuldenlast der USA lindern würden.
Doch im Gegenzug sorgen niedrigere Zinsen für eine höhere Inflation, die derzeit deutlich über der Fed-Zielmarke von zwei Prozent liegt. Powell betont außerdem, dass der US-Schuldenberg bei der Geldpolitik keine Rolle spielen dürfe.
Trump-Loyalist ist Favorit
Trump hat deshalb mehrfach gedroht, Powell zu feuern. Ob er das überhaupt darf, ist zweifelhaft. Der US-Präsident hat auch versucht, ein weiteres Mitglied des Fed-Vorstands, Lisa Cook, aufgrund unbegründeter Vorwürfe wegen Hypothekenbetrugs zu entlassen. Der Oberste Gerichtshof hat aber entschieden, dass Cook vorerst im Vorstand bleiben kann.
Die Aufgabe der Fed besteht darin, mit ihrer Geldpolitik langfristig zu niedriger Inflation und Vollbeschäftigung beizutragen. Sie ist so konstruiert, um sie vor politischem Druck weitgehend zu schützen. Über die Geldpolitik entscheidet der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed, der aus zwölf Mitgliedern besteht. Ihm gehören die sieben Fed-Gouverneure an, der Präsident der New Yorker Fed sowie im Wechsel vier weitere Präsidenten der regionalen Notenbanken. Trump besteht darauf, Einfluss auf die Geldpolitik zu bekommen.
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Wirtschaftswoche:
„Die Untersuchung gegen Powell ist ein Tiefpunkt in Trumps Präsidentschaft“
Zitat:Trump gräbt von allen Seiten an der Unabhängigkeit der Notenbank. Was das für Anleger bedeutet – und wer den Präsidenten stoppen könnte.
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eine Währung, die den tagesaktuellen politischen Einflüssen und Wünschen unterliegt, verliert Stabilität und einige weitere der wichtigsten "Geldfunktionen", und damit das Vertrauen der Wirtschaft.