(Allgemein) Atomare Bewaffnung Deutschlands?
(27.12.2025, 19:43)Quintus Fabius schrieb: Potemkinsche Projektlisten machen noch keine kriegsfähige Streitmacht.

Vorher hatten wir viel Zeit und eine Menge Ideen, jetzt haben wir viel Geld und keine Zeit.
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(21.12.2025, 09:40)Frank353 schrieb: Wenn ich mir die Bundeswehr-Projektliste ansehe, denke ich, ich wäre in einem Paralleluniversum. Wer hätte das hier im Jahr 2021 für möglich gehalten?
Ich nicht. Dennoch ist die aktuelle Entwicklung nur eine Wiederherstellung der Bundeswehr und nicht ansatzweise mit nuklearer Aufrüstung zu vergleichen.

Wenn ein solches Vorhaben schon unter Adenauer scheiterte—in einer Zeit, als man dem Affix "Atom-" viel positiver gegenüberstand, die Regierung eine felsenfeste Mehrheit hatte und die Bevölkerung mit großer Sorge eine sowjetische Invasion erwartete—, wie sollte dann heutzutage eine nukleare Aufrüstung gelingen? Bei dieser grassierenden Phobie vor jeglicher Nutzung der Kernenergie, mit einer instabilen Regierung, und einer Bevölkerung, die teils durch Pazifismus und latente Sympathien für den möglichen Kriegsgegner gehemmt ist?

Das Beste, was wir realistischerweise erwarten können, sind erkaufte Sicherheitsgarantien der Franzosen.
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muck:
Ich gebe dir recht.

Trotzdem bleibt Unsicherheit. Ich möchte nicht, dauerhaft von Amerikanern oder Franzosen erpresst zu werden – sei es über Zölle, EU-Zahlungen oder direkten politischen Druck –, während wir nicht wissen, wie sich die Lage entwickelt, wenn die USA sich militärisch aus Europa zurückziehen, Russland faktisch das Ende der nuklearen Teilhabe herbeiführt und unsere Sicherheitsinteressen bedroht sind.

Wenn Sicherheit konkret gefährdet ist, wird politisch oft möglich, was heute undenkbar erscheint. Bis dahin sollte der Fokus klar auf konventioneller Abschreckung liegen: strategische Raketenabwehr, Deep-Strike-Fähigkeiten und eine Hyperschallwaffe als Zielperspektive.
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