(See) MEKO A-200DEU
(12.03.2026, 20:08)DeltaR95 schrieb: Dieser eine Monat Verlängerung kostet 240.000.000 Millionen EURO? Cry
Ich denke nicht?
Die 240 Millionen € beziehen sich auf F126?

(12.03.2026, 20:08)DeltaR95 schrieb: Wenn die A-200DEU nicht kommt, was passiert dann mit den 290 Mio. EUR? Muss TKMS die zurückzahlen?
Wie denn?
Die Ausgaben sind für die Entwicklung der A-200DEU und Beschaffung von ersten Materialien zweckgebunden.
Gegebenenfalls kann man da noch ein bisschen was zu F127 transferieren, aber der Großteil wäre dann definitiv 'weg'.
Zitieren
(12.03.2026, 20:11)HeiligerHai schrieb: Ich denke nicht?
Die 240 Millionen € beziehen sich auf F126?

Das ist der nächste TO:

Zitat:Haushaltsführung 2026; Weitere teilweise Aufhebung der qualifizierten Sperre der Ausgaben im Wirtschaftsplan 2026 des Sondervermögens „Bundeswehr“ bei Kapitel 1491 Titel 554 53 - Beschaffung Fregatten Klasse 126 - in Höhe von insgesamt 56.010 T Euro gemäß § 36 BHO BMF-V 40/2026 VS-NfD

Sieht man auch am Kapitel und Titel:

Zitat:Erster Änderungsvertrag zum Vorvertrag zur Absicherung der Terminschiene MEKO A-200 DEU sowie weitere teilweise Aufhebung der qualifi-zierten Sperre der Ausgaben im Wirtschaftsplan 2026 des Sondervermögens "Bundeswehr" bei Kapitel 1491 Titel 554 70 - Beschaffung Fregatte 126 - Alternative Plattform - in Höhe von insgesamt 240.000 T Euro gemäß § 36 BHO

Sprich, die F126 kostet uns auch noch mal 56.010.000 €.

Zumindest im Haushaltsplan heißt die MEKO A-200DEU noch "F126 - Alternative Plattform" - sehr kreativ Big Grin
Zitieren
(12.03.2026, 20:17)DeltaR95 schrieb: Das ist der nächste TO:


Sieht man auch am Kapitel und Titel:


Sprich, die F126 kostet uns auch noch mal 56.010.000 €.

Zumindest im Haushaltsplan heißt die MEKO A-200DEU noch "F126 - Alternative Plattform" - sehr kreativ Big Grin
Du hast recht, ich habe nicht vernünftig gelesen.
Gut, damit dürfte in meinen Augen final geklärt sein, dass eine noch zu bestimmende Anzahl an A200 kommen wird.
Nur das erklärt einen Anstieg um 140% und erklärt auch, warum es einen Änderungsvertrag zum Vorvertrag gibt.
Zitieren
(12.03.2026, 20:20)HeiligerHai schrieb: Du hast recht, ich habe nicht vernünftig gelesen.
Gut, damit dürfte in meinen Augen final geklärt sein, dass eine noch zu bestimmende Anzahl an A200 kommen wird.
Nur das erklärt einen Anstieg um 140% und erklärt auch, warum es einen Änderungsvertrag zum Vorvertrag gibt.

Könnte sein - meine "Wette" wäre, dass das BAAINBw es bis zum 30. April nicht gebacken bekommt, den Bauvertrag in einen Vertrag mit Bauspezifikation zu wandeln und wir hier "einfach" über eine Verlängerung dieser Frist bis 30. Juni 2026 (geschätzt) sprechen.

Wir sehen es ja bald Big Grin
Zitieren
(12.03.2026, 20:22)DeltaR95 schrieb: Könnte sein - meine "Wette" wäre, dass das BAAINBw es bis zum 30. April nicht gebacken bekommt, den Bauvertrag in einen Vertrag mit Bauspezifikation zu wandeln und wir hier "einfach" über eine Verlängerung dieser Frist bis 30. Juni 2026 (geschätzt) sprechen.

Wir sehen es ja bald Big Grin

Das könnte ich mir gut vorstellen.
Und dann erhöht man das finanzielle Volumen, dass TKMS weitere Leistungen erbringen kann und der Zeitplan nicht schon vor Vertragsschluss völlig für die Tonne istBig Grin.

Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?
Zitieren
(12.03.2026, 20:29)HeiligerHai schrieb: Warum einfach wenn es auch kompliziert geht?

Weil der Schaden dann maximal wäre, wenn F126 und A-200DEU als Projekte zur gleichen Zeit implodieren - nicht Schadensminimierung, sondern Schadensmaximierung. Vom Double zum Triple Face Palm sozuagen...

Ich bin sehr gespannt, was da nächste Woche passiert.
Zitieren
(12.03.2026, 20:33)DeltaR95 schrieb: Weil der Schaden dann maximal wäre, wenn F126 und A-200DEU als Projekte zur gleichen Zeit implodieren - nicht Schadensminimierung, sondern Schadensmaximierung. Vom Double zum Triple Face Palm sozuagen...

Ich bin sehr gespannt, was da nächste Woche passiert.

Vermutlich gar nichts.
In Berlin muss nochmal eine Runde prokrastiniert werden.
Ist man bei FCAS nicht von Entscheidung im Oktober zu Entscheidung im Dezember zu Entscheidung im Februar zu Entscheidung im März gewechselt?
Das Erfolgsmodell kann man doch gleich kopieren.
Zitieren
(12.03.2026, 20:37)HeiligerHai schrieb: Das Erfolgsmodell kann man doch gleich kopieren.

Hat doch bei der Beschaffung der Bundeswehr Tradition. Terminvorgabe werden nicht "gerissen", sondern nur "fortgeschrieben".

Ich hätte mich wirklich mal positiv gefreut, wenn das mit der MEKO A-200DEU bis zum regulären Termin 31. März 2026 geklappt hätte. So erweckt das für mich eher den Eindruck, dass man hinter verschlossenen Türen schon wieder die Oberbedenkenträger auf beiden Seiten des Verhandlungstisches sitzen hat und sich ergebnislos von einer Besprechung zur nächsten hangelt.
Zitieren
Ich glaube wir vergessen hier, dass zumindest das BMVg kein Freund dieses Beschaffungsvorhabens ist. Schon für die Vorbereitung dieses Beschaffungsvorhabens im Dezember 2025 musste das BMVg per Maßgabebeschluss gezwungen werden. Ein Maßgabebeschluss der an den Vorvertrag geknüpft wäre und das BMVg letztlich dazu gezwungen hätte, mit diesem Beschaffungsvorhaben voranzuschreiten, wurde durch Pistorius aber in letzter Sekunde abgewendet. Die Pflicht, diese Plattformen zu beschaffen hat man effektiv verhindert, kann man sich wohl denken warum.

Riecht für mich stark nach "es wird nicht zu einer Beschaffung kommen". Man wird die Vertragsfirst jetzt verlängern - weil man das muss - und einiges an Geld damit in den Sand setzen und das Vorhaben dann im April, eventuell etwas später, auslaufen lassen. Laut dem CEO der Rheinmtall Naval Sparte befindet man sich gerade im Austausch mit dem Auftraggeber (also dem Bund) inwiefern man den Bauprozess der F126 beschleunigen kann und das wird im April gern gesehene und präsentable Ergebnisse liefern, unabhängig davon ob diese so funktionieren oder nicht. Und das wird genutzt werden, um das Projekt A-200DEU dann zu beenden.

Wie viel man bis dahin an Geld in den Sand gesetzt hat wird davon abhängen, wie viel man gewillt ist auszugeben um TKMS und Ausschuss hinzuhalten. Da wirds vermutlich noch öfters einige homeopathischen Dosen geben, aber ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass daraus mehr wird.
Zitieren
(12.03.2026, 21:02)DopePopeUrban schrieb: Wie viel man bis dahin an Geld in den Sand gesetzt hat wird davon abhängen, wie viel man gewillt ist auszugeben um TKMS und Ausschuss hinzuhalten. Da wirds vermutlich noch öfters einige homeopathischen Dosen geben, aber ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass daraus mehr wird.

Diese Bewertung teile ich.

Andererseits wünscht sich ein Teil von mir, dass das Parlament dem BMVg mal wieder erklärt, was der Begriff "Parlamentsarmee" bedeutet. Das Parlament in Form des VtgA und HHA könnte die F126 einfach stoppen, indem man keine Gelder mehr bewilligt.

Am Ende würde dann aber die Marine zwischen den Mühlsteinen "Parlament will keine F126" und "BMVg will keine A-200" sprichwörtlich aufgerieben werden - und dies kann in der aktuellen Sicherheitslage auch keiner wollen.

Um dieses Spiel zu gewinnen, fehlt dem Parlament einfach der direkte Durchgriff ins Ministerium - meiner Bewertung nach. Eine ziemlich verworrene Lage haben wir hier derzeit.
Zitieren
(12.03.2026, 21:02)DopePopeUrban schrieb: Ich glaube wir vergessen hier, dass zumindest das BMVg kein Freund dieses Beschaffungsvorhabens ist. Schon für die Vorbereitung dieses Beschaffungsvorhabens im Dezember 2025 musste das BMVg per Maßgabebeschluss gezwungen werden. Ein Maßgabebeschluss der an den Vorvertrag geknüpft wäre und das BMVg letztlich dazu gezwungen hätte, mit diesem Beschaffungsvorhaben voranzuschreiten, wurde durch Pistorius aber in letzter Sekunde abgewendet. Die Pflicht, diese Plattformen zu beschaffen hat man effektiv verhindert, kann man sich wohl denken warum.

Riecht für mich stark nach "es wird nicht zu einer Beschaffung kommen". Man wird die Vertragsfirst jetzt verlängern - weil man das muss - und einiges an Geld damit in den Sand setzen und das Vorhaben dann im April, eventuell etwas später, auslaufen lassen. Laut dem CEO der Rheinmtall Naval Sparte befindet man sich gerade im Austausch mit dem Auftraggeber (also dem Bund) inwiefern man den Bauprozess der F126 beschleunigen kann und das wird im April gern gesehene und präsentable Ergebnisse liefern, unabhängig davon ob diese so funktionieren oder nicht. Und das wird genutzt werden, um das Projekt A-200DEU dann zu beenden.

Wie viel man bis dahin an Geld in den Sand gesetzt hat wird davon abhängen, wie viel man gewillt ist auszugeben um TKMS und Ausschuss hinzuhalten. Da wirds vermutlich noch öfters einige homeopathischen Dosen geben, aber ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass daraus mehr wird.

Aha, Regierung, sprich Onkel Boris, macht einen auf superschlau TKMS abfinden und Parlament für dumm verkaufen.
Und Parlament nimmt das einfach so hin? Weil SPD hat ja Mehrheit im Bundestag...gell.
Schon interessant, wie sich Parlamentarier, als gewählter Souverän des Volkes, veräppeln lassen.
Nun... ELOKA Maus ist ja bekanntlich beantragt... und....abgelehnt worden.
Mal schauen, was hier passiert.
Zitieren
DeltaR95 schrieb:Andererseits wünscht sich ein Teil von mir, dass das Parlament dem BMVg mal wieder erklärt, was der Begriff "Parlamentsarmee" bedeutet. Das Parlament in Form des VtgA und HHA könnte die F126 einfach stoppen, indem man keine Gelder mehr bewilligt.

Am Ende würde dann aber die Marine zwischen den Mühlsteinen "Parlament will keine F126" und "BMVg will keine A-200" sprichwörtlich aufgerieben werden - und dies kann in der aktuellen Sicherheitslage auch keiner wollen.

Um dieses Spiel zu gewinnen, fehlt dem Parlament einfach der direkte Durchgriff ins Ministerium - meiner Bewertung nach. Eine ziemlich verworrene Lage haben wir hier derzeit.
Ehrlich gesagt begrüße ich es sehr, dass das Parlament nicht einfach so in Belange des BMVg "hereinreden" kann. Das BMVg ist jetzt bei weitem nicht die fähigste Behörde im Land aber tendenziell wissen die am ehesten, was die Bundeswehr braucht und leisten kann. Ich glaube dieses Beschaffungsvorhaben hier, vollkommen unabhängig davon was beschafft wird, sollte mal wieder eindrucksvoll demonstriert haben, dass selbst "Fachpolitiker" teils keine Ahnung vom Fach haben. Insofern ist es schon ganz gut, dass Hans und Franz nicht einfach so Beschaffungsvorhaben stoppen können, nur weil sie etwas auf Twitter gelesen haben. Ich glaube sonst würde hier gar nichts mehr laufen. Angel
----------

Milspec_1967 schrieb:Aha, Regierung, sprich Onkel Boris, macht einen auf superschlau TKMS abfinden und Parlament für dumm verkaufen. [...]
Vereinfacht dargestellt aber ja, ungefähr. Sonst wäre man nicht zu solchen längen gegangen, einen Maßgabebeschluss noch zu verhindern oder ihn von Seiten der Aktivisten für dieses Beschaffungsvorhaben zu erwirken.
Zitieren
Zitat:Schon interessant, wie sich Parlamentarier, als gewählter Souverän des Volkes, veräppeln lassen.
Nun... ELOKA Maus ist ja bekanntlich beantragt... und....abgelehnt worden.
Mal schauen, was hier passiert.

Dafür gibt es beim Projekt Arminius zwei Ausführungen eloka Boxer . Die wissen schon wie sie es machen und an Steuergeld kommen und die Parlamentarier spielen da kräftig mit , keine Angst. Und die wissen genau wie man ohne Ausschreibung Beschaffungen durchzieht, das ist langsam Standart .
Zitieren
(12.03.2026, 22:02)alphall31 schrieb: Dafür gibt es beim Projekt Arminius zwei Ausführungen eloka Boxer . Die wissen schon wie sie es machen und an Steuergeld kommen und die Parlamentarier spielen da kräftig mit , keine Angst. Und die wissen genau wie man ohne Ausschreibung Beschaffungen durchzieht, das ist langsam Standart .

F-126 ist aber damit überhaupt nicht zu vergleichen.
Die ELOKA Boxer sind nicht vom Hersteller an die Wand gefahren worden...da geht es höchstens darum, wer den größten Kuchen beim (problemlosen) Bau abbekommt.... Ein paar Millionen pro Fahrzeug.

Hier geht es um versiebte Milliarden... Die (stand jetzt) ein Null Produkt = F-126 liefern.

A200 wird pünktlich bis 2030 geliefert.... Das gesamte Renommee von TKMS... Und zwar WELTWEIT gesehen und beobachtet... hängt davon ab!

NVL RHEINMETALL hat kein Fregatten Renommee!!!! Weil null Produkte bislang.!!! .. Somit null zu verlieren, wenn F-126 sich noch mehr verzögert... und 2040 kommt DodgyBig Grin

Ich nenne das im Gegenteil nicht mangelndes Wissen im Ausschuß, sondern weise Voraussicht!
Zitieren
(12.03.2026, 20:08)DeltaR95 schrieb: Dieser eine Monat Verlängerung kostet 240.000.000 Millionen EURO? Cry
Das Prinzip bei diesem Vorvertrag ist es halt, dass "Dinge" zeitkritisch zu bezahlen sind, wenn man den (optimistisch) gesetzten Zeitplan einhalten (können) will. Und das ist halt teuer. Es ist nicht die Fristverlängerung, die teuer ist, sondern die Fortführung des Projekts in dieser Frist.

(12.03.2026, 22:55)Milspec_1967 schrieb: NVL RHEINMETALL hat kein Fregatten Renommee!!!! Weil null Produkte bislang.!!! .. Somit null zu verlieren, wenn F-126 sich noch mehr verzögert...
NVL hat eine lange Historie, die zumindest teilweise auch die von B&V umfasst. Und Rheinmetall hat als Konzern ebenfalls ein Renommee, wenn auch nicht im Fregattenbau, aber als Systemhaus. Klar haben die (beide) auch einen negativen Ruf, aber die werden einen Teufel tun, sich direkt mit dem ersten großen Marine-Projekt die Reputation der Sparte vollends zu versauen. Wenn die mit F126 scheitern sollten, dann nicht wegen fehlender Motivation, sondern aufgrund von Versagen, fehlender Kompetenz oder bereits geschehenen Fehlern in der Projekt-Historie.
Zitieren


Gehe zu: