EU vs. USA
(05.01.2026, 22:06)Quintus Fabius schrieb: Was halten die anderen hier davon ? würden US Soldaten das Feuer auf europäische Soldaten eröffnen, wenn ihnen der Befehl dazu erteilt wird?
Der Befehl würde nicht durchgereicht werden.
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(05.01.2026, 23:45)Nightwatch schrieb: Der Befehl würde nicht durchgereicht werden.
Wer weiß. Der Einsatzbefehl gegen Venezuela war völkerrechtswidrig, und wurde trotzdem befolgt.
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(05.01.2026, 23:45)Nightwatch schrieb: Der Befehl würde nicht durchgereicht werden.
Für einen großen Angriff würde ich das auch annehmen, allerdings nicht, wenn es um einen SOF-Handstreich geht, der direkt von Pete & Donnie dirigiert wird. Die können dafür alle umgehen oder präventiv austauschen, die noch so viel Hirn, Anstand und Pflichtbewusstsein hätten.
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(Gestern, 00:20)muck schrieb: Wer weiß. Der Einsatzbefehl gegen Venezuela war völkerrechtswidrig, und wurde trotzdem befolgt.

Als ob es der erste völkerrechtswidrige Einsatzbefehl den die US-Armee erhalten hat gewesen wäre.
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aus einem französischen Forum
https://forum.air-defense.net/topic/2093...nt=1863336
vor 4 Stunden gepostet
Zitat:
Ich habe dieses Zitat entdeckt, das in dieser Angelegenheit vielleicht nützlich sein könnte
Es ist die Antwort von Pompeius an die Einwohner der Stadt Messana auf Sizilien, die gegen die Eroberung ihrer Stadt im Rahmen des römischen Bürgerkriegs protestierten, und ihm erklärten, dass dies nicht im Einklang mit den römischen Gesetzen stehe
„Werdet ihr also nicht aufhören, Menschen, die mit Schwertern bewaffnet sind, Gesetze zu zitieren?“
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(Gestern, 00:20)muck schrieb: Wer weiß. Der Einsatzbefehl gegen Venezuela war völkerrechtswidrig, und wurde trotzdem befolgt.
Ob völkerrechtswidrig oder nicht wird dabei auch weniger ins Gewicht fallen.
Aber es wird in den Augen des US-Militärs durchaus einen Unterschied machen, ob man hier militärische Gewalt gegen ein 3. Welt Land voller "Sandalenträger" anwendet, oder ob man sich gegen kompetente jahrzehntelange Partner richtet. Nicht bloß kooperieren die amerikanischen und europäischen Streitkräfte oft und regelmäßig, in den Führungsebenen herrschen oftmals kollegiale oder sogar freundschaftliche Beziehungen untereinander. Die US-Truppen, die für einen solchen Einsatz infrage kommen würden, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit zusammen mit europäischen Truppe in Grönland und Norwegen trainiert, waren eventuell sogar längere Zeit vor Ort stationiert.

Ich halte die Hemmschwelle dessen für deutlich höher, als das bei Konflikten um bspw Venezuela der Fall war.
Das die Affenbande im Weißen Haus das anders sehen dürfte, ist irgendwo klar, aber sofern eine Generalität dabei nicht mitspielt, würde aus einem solchen Vorhaben nie etwas werden.
Und die Gegenseitigen Beziehungen sind seit Hegseths "Säuberungsaktion", gelinde gesagt, angespannt.

Deshalb halte ich die Gefahr eines tatsächlichen, bewaffneten Konflikts für gering. Vorausgesetzt natürlich, man würde entsprechende Abschreckung vor Ort durchführen und nicht sinnbildlich gesprochen die Tür offen stehen lassen.
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aus:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...65&page=31

Kong Erich schrieb:der CAVS scheint sich immer mehr zu etablieren:
NATO-Staaten rüsten sich für einen Arktis-Krieg – und setzen auf diesen 6×6-Mannschaftstransporter
[...]
ob die Fahrzeuge auch noch nach Grönland und Kanada gehen?
Dänemark hat definitiv 130x Patria XA-300 6x6 bestellt, aber ich halte es für unwahrscheinlich, dass diese in Grönland Anwendung finden würden. Es gibt in Grönland außerhalb der "Ballungsräume" keinerlei landseitige Infrastruktur, sei es Straßen oder Treibstoff. Und obgleich der Patria 6x6 vielleicht besonders für kalte Operationsräume geeignet ist, ist kein Fahrzeug dieser Welt für Grönland geeignet. Grönland ist eine große Eisschicht, umgeben von Wasser, und alles was nicht Eis oder Wasser ist, ist Berg. Dagegen erscheint Norwegen wie Brandenburg, landseitige Fahrzeuge sind dort kaum zu gebrauchen.
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Aber das ist durchaus ein Interessantes Gedankenexperiment, dass ich mal generell hier in den Raum werfe.

Angenommen, man entscheidet sich dazu, eine europäische Militärpräsenz in Grönland aufzubauen und zu unterhalten, wie würde diese Aussehen?
Was wären eurer Meinung nach realistische Aufgabenprofile die ein solches Kontingent erbringen könnte und wie, wo und wann könnte man ein solches dazu befähigen?
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(Gestern, 19:11)DopePopeUrban schrieb: ...

Aber das ist durchaus ein Interessantes Gedankenexperiment, dass ich mal generell hier in den Raum werfe.

Angenommen, man entscheidet sich dazu, eine europäische Militärpräsenz in Grönland aufzubauen und zu unterhalten, wie würde diese Aussehen?
Was wären eurer Meinung nach realistische Aufgabenprofile die ein solches Kontingent erbringen könnte und wie, wo und wann könnte man ein solches dazu befähigen?
unter der Aussage »Niemand wird wegen der Zukunft Grönlands militärisch gegen die USA kämpfen«
Zitat:Seine Frau hat auf X vorgelegt und »BALD« geschrieben, jetzt legt Stephen Miller nach. Der Vizestabschef von Donald Trump erklärt im CNN-Interview, warum die USA Grönland offiziell »haben« wollen und bezeichnet Nato-Partner Dänemark als Kolonialstaat.
...
ist das eine durchaus berechtigte Frage.
Zunächst einmal:
Ich denke, es geht nicht darum, eine realistische Widerstandstruppe gegen die gesamten US-Streitkräfte aufzustellen.
Es kann nur darum gehen, zu demonstrieren, dass Europa (nicht nur Dänemark) bereit und auch in der Lage ist, Grönland zumindest für einige Wochen zu sichern - und zwar vor allem gegen eine behauptete Bedrohung aus Russland und China, die DT ja als Begründung für seine Phantasien dient.
Eine solche behauptete Bedrohung kann - sehen wir uns einmal die Geographie an - nicht über Land kommen, sondern allenfalls über die Luft (incl. Kampfflugzeuge und Luftlandetruppen) und über die See.
Diese potentielle Bedrohung gilt es, schon im Ansatz zu blockieren.
Zu beachten ist, dass Grönland nur wenige Plätze aufweist, die wirklich als Brückenköpfe für mögliche Invasionstruppen geeignet wären. Diese wenigen Plätze gilt es zu sichern und dort einen Einfall abzublocken.

Die EU ist mit potenten Seestreitkräften ausgestattet, die auch unter der Eisdecke der Arktis operieren können. Patrollierende U-Boote (SSNs) können die grönländische Hälfte der Arktis für einen potentiellen Angreifer zu einer schwer zu bewältigenden Region machen. Unmöglich ist nichts, aber das Risiko, dort und an der Lücke nach Norwegen patrollierende U-Booten der EU zu begegnen, sollte eine Infiltration selbst von kleinen Trupps (etwa für Wetterbeobachtungen) zu einem hohen Risikospiel machen.

Damit verbleibt eine Bedrohung "aus der Luft". Schließlich ist Sibirien faktisch die "Gegenküste" Nordgrönlands.
Hier würde ich die bestehenden Radaranlagen "europäisieren", starke Luftabwehr im Umfeld der wenigen Flugfelder stationieren (IRIS u.a.) und vor allem auf jedem dafür geegneten Flugfeld die Grundlage für die Stationierung von schwedischen Gripen-Flugzeugen schaffen, insbesondere auf der Hauptbasis (Thule) im Nordosten Grönlands. Kombiniert mit (ebenfalls schwedischen Saab 340AEW Erieye-Frühwarnflugzeugen) sollte eine ausreichende Frühwarnkapazität vorhanden sein, um den kritischen Bereich um Grönland zu sichern. Möglicherweise lassen sich - etwa im Zuge von Air Policing oder sogar der Ausbildung - auch (un)regelmäßig Staffeln anderer europäischer Partner für einen befristeten Einsatz in Grönland finden. Demonstrativ sollten diese Staffeln dann aber auch mit europäischen Flugzeugen, also insbesondere auch der Rafale oder dem Eurofighter, ausgerüstet sein.

Wenn man dann noch an Flugfeldern und Häfen (= potentiellen Brückenköpfen für Luftlandetruppen) jeweils Sicherungstruppen stationiert, die u.a. mit Patria XA-300 6x6 ausgerüstet sind, sollte eine Invasion Grönlands ausreichend "abgeschreckt" sein.
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Ich könnte es mir erfolgsversprechend vorstellen, eine europäisch initiierte NATO-Mission auf und um Grönland herum zum Schutz gegen die russisch-chinesischen Bedrohung in der Arktis aufzubauen, zu der man explizit die USA bittet, einen militärischen Beitrag zu leisten. Das erschiene mir eine gesunde Mischung aus der gebotenen Demonstration eigener Stärke, dem Betonen des gemeinsamen Bündnisses sowie der erforderlichen Bauchpinselung des Orange Man und eben ohne die direkte Konfrontation zu suchen.
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@Broensen
klingt für mich vielversprechend

Allerdings ist der GröPaZ schwer einzuschätzen bei der Frage, ob er sich damit zufrieden geben würde:
Zitat:Invasion oder Kauf
USA verschärfen Ton gegenüber Grönland

07.01.2026, 09:55 Uhr
Die Trump-Regierung lässt nicht von ihrem Plan ab, Grönland an das eigene Staatsgebiet anzugliedern. Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißes Hauses, deutet die Möglichkeit einer militärischen Intervention an. Außenminister Marco Rubio will die Insel gar kaufen.
...
dazu scheint das Interesse ganz woanders zu liegen - in den Bodenschätzen, und das mit den chinesischen und russischen Schiffen ist nur eine (irrationale) Schutzbehauptung. Möglicherweise ist die Lizenz zur Erkundung und Ausbeutung von Bodenschätzen ausreichend. Denn darauf scheint es ihm eigentlich anzukommen:
Zitat: „Sehr offensichtlich“ – Donald Trumps Grönland-Obsession: Was dahintersteckt
Stand:07.01.2026, 04:49 Uhr

Trump will Grönland aus Gründen „nationaler Sicherheit“. Das sei vorgeschoben, meint ein Experte. Auch auf die wirtschaftlichen Schätze sei Trump nicht aus. Eine Analyse.

Donald Trump will sie, die über zwei Millionen Quadratkilometer große Insel. Grönland. Für den US-Präsidenten und seine Vertreter steht außer Frage, dass die USA als militärisch stärkste Macht in der NATO einen Anspruch auf das autonome Territorium Dänemarks haben. Man brauche Grönland „aus Gründen der nationalen Sicherheit“. Seit Trump seine zweite Präsidentschaft begonnen hat, deutet er immer wieder eine mögliche Annexion an. Dabei ist nicht nur die geografische Lage des Landes interessant.

...
Lizenzen für Rohstofferkundungen auf Grönland besitzen die USA bereits – nutzen sie aber nicht
Der Politologe und Arktis-Experte Christoph Humrich schätzt, dass das Sicherheitsargument nur vorgeschoben ist. „Dass Rohstoffe dahinter- oder darunterliegen, denke ich eher nicht“, sagt er auf Anfrage des Münchner Merkur von Ippen.Media. Was er von Geologen über die Wirtschaftlichkeit und den Zeithorizont der Gewinnung seltener Erden und anderer Mineralien auf Grönland gehört habe, spreche zunächst gegen unmittelbar Erfolg versprechende Strategien. „Es ist aus vielen Gründen schlicht zu teuer, oft technisch extrem herausfordernd und mit einem zu langen Zeithorizont versehen“, meint der Experte.

Derzeit gebe es seiner Kenntnis nach nur eine wirklich wirtschaftlich fördernde Mine, eine weitere im Betrieb. Eröffnungen neuer Minen und Rohstoffförderung benötigten mindestens einen Vorlauf von geschätzten zehn bis fünfzehn Jahren. „Der absolute Mangel an Infrastruktur und Arbeitskräften sowie die geografischen und klimatischen Bedingungen und Risikofaktoren sind extrem hohe Hürden“, sagt Humrich. Was allerdings nicht heiße, „dass Trump das mit seinem ambivalenten Verhältnis zur Realität genauso sieht.“
...

Grönland versuche seit Jahren, Investoren zu locken. „Das ist nicht mit großem Erfolg gekrönt. Unter anderem aus den USA, mit denen sogar politische Absprachen zur Investitionsförderung bestehen, gibt es kaum Interesse.“ Von 60 Explorationslizenzen sei nicht mal eine Handvoll aktiv. Es gebe legal also bereits die Möglichkeit für US-Firmen, Ressourcen zu fördern, sagt Humrich. „Sie wollen es aber nicht.“
...
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@Broensen
Zitat:Ich könnte es mir erfolgsversprechend vorstellen, eine europäisch initiierte NATO-Mission auf und um Grönland herum zum Schutz gegen die russisch-chinesischen Bedrohung in der Arktis aufzubauen, zu der man explizit die USA bittet, einen militärischen Beitrag zu leisten. Das erschiene mir eine gesunde Mischung aus der gebotenen Demonstration eigener Stärke...
Das hört sich durchaus vernünftig an. Und wenn man zwischen den Zeilen etwas liest, mal abseits von der wirren Tonalität in der deutschen Journaille, so zeichnet sich auf dieser Grundlage vielleicht eine Lösung ab.

Rubio hat derweilen durchsickern lassen, dass man nicht an eine Invasion denken solle - vermutlich will er damit auch das Gerumpel seines Chef etwas entschärfen -, sondern dass man in Washington an einen Kauf denkt. Wenn das zutrifft, könnte man da sicherlich einen Deal machen dahingehend, dass sich einfach Amerikaner wie Europäer stärker einbringen und Grönland wieder zu einer wichtigen Basis machen - wie es im Kalten Krieg ja schon einmal der Fall war. Zumal eine "Übernahme" Grönlands nicht ganz so einfach ist, gerade auch topographisch-klimatisch.

Schneemann
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(Gestern, 16:48)voyageur schrieb: aus einem französischen Forum
https://forum.air-defense.net/topic/2093...nt=1863336
vor 4 Stunden gepostet

Stephen Miller sagt das auch ganz offiziell und unironisch mittlerweile:

https://bsky.app/profile/hesgen.com/post/3mbqkdlypik23
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Langsam glaube ich an die Theorie das Trump in die Geschichte eingehen will , als der Präsident der den 51 Bundesstaat eingegliedert hat
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