13.03.2026, 22:40
Es gibt wirklich problematischere Bürokratie-Auswüchse als das.
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(Allgemein) Bundeswehr – quo vadis?
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13.03.2026, 22:40
Es gibt wirklich problematischere Bürokratie-Auswüchse als das.
14.03.2026, 07:54
(13.03.2026, 10:01)lime schrieb: Als Benzin noch verbleit wurde war der Durchschnittswert im Blut um ca. ein Fünffaches höher als heute. Also müssten doch einige Krankheiten wesentlich weniger Auftreten als früher, aber bei welcher in deiner Aufzählung soll das der Fall sein?Akute Bleivergiftung ist von chronischer Bleibelastung zu unterscheiden. Viele Probleme manifestieren sich erst nach Jahren, und auch der Zeitpunkt der Exposition ist entscheidend (z.B. ob in der Jugend bzw. im fruchtbaren Alter). Wenn Dich das Thema wirklich interessiert, google mal nach "Gen X Lead Exposure". Es gibt einen starken Anstieg bestimmter Krebsarten und neurologischer bzw. kognitiver Erkrankungen bei der zwischen 1940 und 1980 geborenen Stadtbevölkerung vieler Industrienationen. Manche Studien führen sogar eine messbare IQ-Delle und die hohe Kriminalitätsrate in den USA vor 1990 auf verbleites Benzin zurück. (13.03.2026, 10:01)lime schrieb: Komischerweise sind die Schützen hier im Ort fast alle ziemlich alt (geworden) und auch deren Fitness würde ich bei den Senioren eher als etwas überdurchschnittlich einschätzen.Das ist anekdotische Argumentation auf dem Niveau von "der Winter war so kalt, es kann keine Erderwärmung geben". (13.03.2026, 10:01)lime schrieb: Wo bestand/besteht denn diese Sorge bei (experimentellen) Impfstoffen?1. Whataboutism. 2. Welche "experimentellen" Impfstoffe sollen das gewesen sein? Um den üblichen Verschwörungstheorien vorzubeugen: mRNA-Impfstoffe sind nicht "experimentell", und die z.B. gegen Covid-19 eingesetzten Impfstoffe waren es auch nicht.
14.03.2026, 07:57
Und aus Gründen werden wir hier nicht über Covid-Impfstoffe schreiben.
14.03.2026, 09:37
Jetzt geb ich hier auch mal meinen Senf dazu. Für mich macht das schon Sinn. Der Munitionsansatz, der heute verschossen wird, ist selbst bei der Reserve immens. Zu den aktiven Einheiten kann ich nichts sagen, aber da gehe ich mal einfach davon aus, dass das deutlich mehr ist und vor allem deutlich öfters bzw. regelmäßiger.
Der absolute Großteil wird auf den Alpha-Ständen vorne im Nahbereich verschossen. Diese sind nur nach oben und hinten offen. Wenn kein Wind wehr, bleibt der ganze Schießrauch dort einfach hängen. Ich spüre dort den Rauch in den Lungen, was auch immer das langfristig mit einem macht. Genauso geht es mir auch beim zivilen Schießen auf innenliegenden oder halboffenen Schießständen mit hohem Munitionsverbrauch (ca. 400 - 500 Schuss pro Schütze mit 8 bis 10 Schützen). Bei Sportschützen trifft das m.E. nur auf IPSC zu. Der Rest schießt nicht so viel und vor allem nicht so schnell hintereinander.
14.03.2026, 11:28
Dies ist jetzt nicht mein Fachgebiet, aber es gibt doch für den zivilen Markt schon "green ammunition", die frei von Blei, Antimon, Barium etc. ist.
Wenn die Bundeswehr das Problem sieht, warum hat man dann nicht schon längst solche Munition beschafft? Besser als Exposition durch Reinigung zu minimieren wäre doch, sie komplett zu eliminieren - und sei es nur für die Übungsschießen. Wenn man Kupfer vermeiden will, könnte man auf Stahlhülsen ausweichen. Die Verschleißen zwar das Rohr schneller, aber auch dann kann man ja ein paar mehr Waffen für die Übungsschießen besorgen. Im Gefecht dürfte diese Exposition dann doch keine Rolle mehr spielen und man könnte die "normale" Gefechtsmunition verwenden.
14.03.2026, 12:08
(13.03.2026, 10:01)lime schrieb: Komischerweise sind die Schützen hier im Ort fast alle ziemlich alt (geworden) und auch deren Fitness würde ich bei den Senioren eher als etwas überdurchschnittlich einschätzen.Was auch damit zu tun haben könnte, dass Sportschützen häufig Menschen sind, die auch anderen Sport trieben und deshalb bis ins Alter fitter sind als der Durchschnitt. Außerdem: Was muck sagt. (14.03.2026, 11:28)DeltaR95 schrieb: es gibt doch für den zivilen Markt schon "green ammunition", die frei von Blei, Antimon, Barium etc. ist.Ich würde davon ausgehen, dass man entsprechende Schritte angehen wird, wenn die Ergebnisse der Untersuchungen vorliegen. Allein schon, weil man sich auch dem BRH gegenüber absichern muss. Eine Dienstanweisung ist halt günstiger und schneller erlassen, als BW-weit die Munition zu wechseln. Zitat:Im Gefecht dürfte diese Exposition dann doch keine Rolle mehr spielen und man könnte die "normale" Gefechtsmunition verwenden.Ich kenn' mich mit Munition nicht aus und weiß nicht, ob es da Unterscheide gibt, die "train-as-you-fight" widersprechen, aber auch sonst würden parallele Munitionsbestände Nachteile mit sich bringen, alleine schon dadurch, dass man dann Altbestände nicht mehr im Training verschießen kann.
14.03.2026, 12:09
Die aktuelle Bundeswehrmunition hat seit Jahren bereits schwermetallfreie Zündhütchen. Das ist ein komplett konstruiertes Problem, nur weil alte marode Schießanlagen halt teilweise mit Antimon kontaminiert sind und weil die Innenraum-Schießstände der Polizei derart übel schlecht sind.
26er: Der absolute Großteil wird auf den Alpha-Ständen vorne im Nahbereich verschossen. Diese sind nur nach oben und hinten offen. Trotzdem ist es "im Freien" und ist schlussendlich die Belastung auch nicht größer als wenn man beispielsweise raucht oder passiv-raucht. Die Gesundheit von Soldaten ist durch Zigaretten und Alkohol deutlich mehr gefährdet als durch die beim Schießen dort entstehenden "Dämpfe". Zitat:Ich spüre dort den Rauch in den Lungen, was auch immer das langfristig mit einem macht. Das macht genau das gleiche mit dir wie wenn du ein paar wenige Zigaretten geraucht hättest. Ich finde es gerade nicht mehr, aber es gab dazu mal vor Jahren eine Studie der Charitee in Berlin. Ein ganzer Tag intensives Schießen (mehrere Stunden) in der von dir beschriebenen Konstellation entsprach dabei ungefähr zwei Zigaretten was die Schadstoffbelastung in der Lunge angeht. Und wie oft geht man Schießen?! Zitat:Wenn kein Wind wehr, bleibt der ganze Schießrauch dort einfach hängen. Der aber eben keineswegs so hohe Werte von Schwermetallen enthält wie das hier impliziert wird. Weil die Munition nicht mehr der entspricht die man früher verschossen hat.
14.03.2026, 12:54
Man hat ja schon auf andere Munition umgeschwenkt , wir haben aber ca 500 Millionen Schuss (Pistole, mg, Gewehr)davon auf Lager die halt verbraucht werden müssen. Dazu kommen die geschlossenen Verträge die ja für Nachschub sorgen.
Zitat: Sportschützen sind laut Studien oft stark mit dem giftigen Schwermetall Blei belastet. Forscher vom Klinikum der Universität München haben bei einzelnen Sportschützen Spitzenwerte von rund 500 Mikrogramm Blei pro Liter Blut gemessen. Rudolf Schierl vom Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin bestätigte heute einen entsprechenden Bericht des Bayerischen Rundfunks. Der Sender berichtete weiter, schon ab einem Wert von 250 Mikrogramm Blei pro Liter Blut müsse laut Umweltbundesamt mit akuten Gesundheitsschäden gerechnet werden. Normal ist ein Wert von rund 30 Mikrogramm.https://www.pharmazeutische-zeitung.de/2...-belastet/ Ein Soldat schiesst ein Vielfaches von dem was ein sportschütze schiesst.
14.03.2026, 14:38
Zitat:wir haben aber ca 500 Millionen Schuss (Pistole, mg, Gewehr)davon auf Lager die halt verbraucht werden müssen Aber auch dies sind bereits größtenteils frei von Antimon bzw. haben schwermetallfreie Zündhütchen. Sintox gibt es seit ungefähr 1980 ! Zitat:Ein Soldat schiesst ein Vielfaches von dem was ein sportschütze schiesst. Ich hab mein Leben lang sehr viel geschossen und habe einen Wert von ungefähr 160. Und jetzt ?! Ebenfalls in diesem Kontext: https://www.aerzteblatt.de/news/polizei-...dddf60ee77 Im übrigen ist Antimon nicht Blei und in den Anlagen der Polizei ist massenweise nicht-gebundenes Asbest verbaut und noch anderer Dreck. Spezifisch aber in Bezug auf Blei: eine chronische schleichende Schädigung ist bei einem kräftigen gesunden Mann ab einem Wert von ungefähr 200 realistisch, bei Frauen ab 100. Das sind natürlich nur grobe Anhaltswerte, da Menschen sehr unterschiedlich darauf reagieren. Unter 100 hingegen sind andere Umwelteinflüsse höchstwahrscheinlich schädlicher bzw. viel eher dann der Auslöser von Krebs etc. Die Grenzwerte der EU sind daher völlig irreal (weil extrem niedrig). Man kommt ganz leicht schon über alte Leitungen in Häusern über einen solchen Wert im Trinkwasser.
14.03.2026, 15:08
(14.03.2026, 12:54)alphall31 schrieb: Ein Soldat schiesst ein Vielfaches von dem was ein sportschütze schiesst. Aha. Ich schiesse ca. 150 schuss pro Training im Wechsel der Kaliber und Disziplinen alle 14 Tage ca. 3h (durchgängig quasi ohne Warte Pause im Verfügung Raum. Und das ist weeeenig, da wir nur Gast in einer Jagd Schieß Anlage sind... Die Landes und deutschen Meister trainieren drrei mal DIE WOCHE in ihrer eigenen Anlage. Macht bei mir = Ca 20 mal im Jahr... Bei den Meistern locker 100 mal pro Jahr. ![]() Der durchschnittliche Soldat außerhalb der relativ wenigen Kampf Truppen (wovon wir bekanntlich höchstens 15000 aktive Soldaten haben in 2 bis 3 Divisiönchen im Heer plus Sicherung Truppen, KSK, MEK etc),... Also die Große Mehrheit der Truppe in Verwaltung, Unterstützung, Luftwaffe und Marine.. ohne Sicherungstrupoe) Schießt 1-2 mal pro JAHR ihr Pflicht Programm ab... Das wars.... Ausnahmen gibt es, aber selten. Ausnahmen sind die Ausbildungs Leiter für Rekruten... Und Rekruten in der AGA... Da wird mehr geschossen. Es gibt gar nicht genug Dienst Zeit oder gar Schieß Anlagen für ein 150.000 Personen Training, das über dem Training Zeit Potential der o.g. Sport schützen steht. (PS: Ich rede hieri von schützen im BDS, IPSC Verbänden, BDMP, sowie die RAG der RK der Reservisten... Bei den "grünen" DSB Ordens Uniform Leuten wird wohl tatsächlich mehr gefeiert und Regeln gewälzt statt geschossen)
14.03.2026, 16:27
(14.03.2026, 14:38)Quintus Fabius schrieb: in den Anlagen der Polizei ist massenweise nicht-gebundenes Asbest verbautBei nicht-gebundenem Asbest wäre die Nutzung umgehend einzustellen. Vermutlich meinst du schwach gebundenen Asbest. Asbest wird dann relevant, wenn er frei gesetzt wird, z.B. durch mechanische Einwirkung. D.h. für Schießanlagen natürlich, dass auf gar keinen Fall asbesthaltige Materialien den Schüssen ausgesetzt sein dürfen, sonst wären die Anlagen umgehend aus der Nutzung zu nehmen bei Bekanntwerden dieses Umstands. Sonstige Asbestthematiken sind dann gleichermaßen zu bewerten wie überall, also kein Schießstand-spezifisches Thema. Zitat:Die Grenzwerte der EU sind daher völlig irreal (weil extrem niedrig). Man kommt ganz leicht schon über alte Leitungen in Häusern über einen solchen Wert im Trinkwasser.Weshalb der Weiterbetrieb solcher alten Leitungen auch seit Januar diesen Jahres untersagt ist.
14.03.2026, 18:43
Bei der Bundeswehr sind so viele kasernen komplett durch PFAS verseucht das es beim schießen dann auch nicht drauf an kommt . Falls das dann immer noch nicht reicht hat man die Bestrahlung durch Funk . Irgendwas wird schon hängenbleiben
14.03.2026, 19:17
Zitat:Weshalb der Weiterbetrieb solcher alten Leitungen auch seit Januar diesen Jahres untersagt ist. ![]() ![]() ![]() Die können den Weiterbetrieb verbieten wie sie wollen, diese Vorschriften anbetenden Affen, dass ändert nichts daran, dass in etlichen Liegenschaften das Wasser aus den Wasserhähnen mit Blei, Cadmium und Fäkalbakterien belastet ist. Spaßige Randnotiz: oft ist eine Reinigung der Rohre dann Auslöser für die massive Freisetzung dieser Schadstoffe, weil vorher zumindest eine "schützende" Kalkschicht in den Rohren war. Aber die Bundeswehr kann sich hier noch glücklich schätzen, immerhin ist sie nicht die Polizei. Die Zustände in vielen Polizeidienststellen in dieser Bundesrepublik spotten jeder Beschreibung. https://www.merkur.de/politik/schimmel-u...78650.html https://www.tagesschau.de/inland/polizei...edingungen. https://www.spiegel.de/panorama/polizeig...2a1430bfd9 In Bildern: https://www.wa.de/politik/schimmel-und-u...78795.html Aber bei der Bundeswehr sieht es vielerortens auch nicht anders aus.
14.03.2026, 19:35
Und da haben wir den Tiefpunkt noch lange nicht erreicht .
Aber wir kriegen in Seedorf eine hallenschiessanlage , man baut ja auch schon seit vier Jahren , ob ich vor der Rente die Fertigstellung noch erlebe würde ich keine Wetten drauf abschließen .
14.03.2026, 19:44
(14.03.2026, 19:17)Quintus Fabius schrieb: Die können den Weiterbetrieb verbieten wie sie wollen, diese Vorschriften anbetenden Affen, dass ändert nichts daran, dass in etlichen Liegenschaften das Wasser aus den Wasserhähnen mit Blei, Cadmium und Fäkalbakterien belastet ist.Das bezieht sich nicht auf die Bundeswehr, sondern generell auf alle Trinkwasserleitungen in Deutschland. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es in den BW-Liegenschaften noch Trinkwasserleitungen aus Blei gibt, die aktuell weiter betrieben werden. Das heißt natürlich nicht, dass es keine Schadstoffbelastungen geben kann, aber Bleirohre als Ursache sollten inzwischen passé sein, von Einzelfällen abgesehen, die Ausnahmeregelungen unterliegen, z.B. noch bis 2036 im selbst genutzten Eigenheim oder bei begründeten Verzögerungen von bereits vor Ablauf der Austauschfrist beauftragten Sanierungsarbeiten. Letzteres wird von Vermietern derzeit gerne als Gesetzeslücke genutzt, indem man entsprechende Aufträge fälscht oder rückdatiert, aber im öffentlichen Bereich sollte das nicht möglich sein. Zitat:Spaßige Randnotiz: oft ist eine Reinigung der Rohre dann Auslöser für die massive Freisetzung dieser Schadstoffe, weil vorher zumindest eine "schützende" Kalkschicht in den Rohren war.Bleileitungen zu reinigen, statt zu tauschen, ist das dümmste, was man tun kann. |