Vor 10 Stunden
Helios schrieb:Sowohl als auch, wobei "vorgesehene Stellen" einen falschen Eindruck erzeugt. Denn was da beispielsweise in den Grafiken gezeigt wird ist das grundlegende Prinzip von MEKO mit Funktionseinheiten. Das ergibt im historischen Kontext und gerade bei größeren Systemen mit Installationen über und unter Deck auch weiterhin Sinn, für Systeme zur Montage auf Deck und mit keinen (relevanten) bzw. gegebenenfalls Dislozierten Komponenten unter Deck aber nur bedingt, weil hier die Möglichkeiten weniger von fest definierten Standorten (mit entsprechendem Einbauaufwand) und mehr von den zur Verfügung stehenden Anschlüssen (Energie, Kühlung, Steuerung) sowie gerade im Bereich der heutigen EM-Anforderungen konkreten Positionierungen untereinander abhängig ist. Darauf sind moderne Entwürfe der bekannten Werften üblicherweise ausgelegt, meines Wissens nach zumindest (und natürlich fehlt mir hier ein ganzheitlicher Einblick), bei der A-200 ist das definitiv so. Wie das konkret umgesetzt wird mit bereits integrierten Verteilern, verfüllten Leerrohren (sowie das zur Brandsicherheit überhaupt möglich ist, da habe ich wenig bis keinen Einblick, mein Wissen beschränkt sich da auf meine früheren Aufgaben auf der Brandschutzrolle), usw., da kann ich nichts zu sagen. Aber ich habe keine großen Zweifel daran, dass sich beispielsweise eine relativ unkomplexe RWS ziemlich flexibel integrieren lässt.Verstehe, danke für die Einordnung. Sofern es zu einer Beschaffung kommt, wäre dies wünschenswert. Mal sehen ob wir in näherer Zukunft mehr über die Anforderungen und Fähigkeiten wissen.
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Broensen schrieb:Die A-200 kann die K130 nicht sinnvoll in deren Aufgabenfeld ersetzen. Das sollte auch nicht das Ziel sein. Möglich wäre aber, dass sie einen Teil der K130 ersetzt und den Rest durch Fähigkeiten unterstützt, die diese nicht haben. Deshalb wäre es dafür ja auch wichtig, dass die A-200 eine gewisse Verbandsflugabwehrfähigkeit erhält.Im theoretischen Rahmen erscheint mir das schlüssig aber wie soll das um praktischen Funktionieren? Das Thema hatten wir glaube ich schon grob angerissen, die 5x K130 des ersten Loses würden keine ausreichenden Personalressourcen hergeben um damit 4x, rein rechnerisch nicht einmal 3x A-200 zu bemannen und das unter vorausgesetzter Vollstärke der Korvettenbesatzungen. Demnach blieben 5x K130 des zweiten Loses und 2,5x A-200, oder operativ gesprochen vielleicht 3x K130 und 1x A-200 die zur Verfügung stehen.
Der Knackpunkt ist eben, dass diese Schiffe so vergleichsweise viel Besatzung benötigen. Auf dem Papier kann man diese als Ergänzung der K130 betreiben, wenn davon aber nur 1x zur Verfügung steht, würde ich hier nicht wirklich von einer Ergänzung sprechen. Zumal die Fähigkeiten dieser Einheit jetzt auch nicht weltbewegend sein werden und die K130 vermutlich selber nachgerüstet werden könnten, wenn man denn wollte.
Es geht um die Frage sollte eine A-200 (wenn sie beschafft wird) als dauerhafte Ergänzung der Flotte ausgelegt werden oder als reine Interimslösung die vergleichsweise früh wieder ausgeflottet wird?
