17.03.2026, 02:16
(16.03.2026, 23:17)DopePopeUrban schrieb: Auch kostet der Mist ein Vermögen, dauert Jahrzehnte und ist in Anbetracht dessen, dass es bereits nukleare Fähigkeiten in Europa gibt, auf die man zurückgreifen kann, redundant.Absolut nicht.
Siehe das nte-Land-Experiment: drei Physik-Doktoranden ohne jegliches Vorwissen im Waffenbau, ohne nennenswerte finanzielle Unterstützung, gestützt nur auf öffentlich einsehbare Informationen, benötigten lediglich zweieinhalb Kalenderjahre, um ein funktionierendes Kernwaffendesign zu präsentieren.
Und das war 1964.
Deutschland wird von der FAS als Threshold Country eingestuft, soll heißen, Wissen und Mittel sind vorhanden, um binnen sechs Monaten eine nukleare Freifallbombe zu bauen. Natürlich würde eine glaubwürdige nukleare Abschreckung andere Trägermittel benötigen, aber die hat Deutschland auch (Marschflugkörper) bzw. plant deren Erwerb sowieso (Deep Precision Strike).
In der nuklearen Triade kosten vor allem die Unterseeboote und strategischen Bomber ein Heidengeld, land- oder luftgestützte Lösungen sind günstiger zu realisieren und wären für Deutschland vermutlich das Mittel der Wahl.
Das wichtigste finanzielle und organisatorische Problem bestünde darin, an genügend spaltbares Material zu kommen. Die Meinungen dazu, wie viel davon in Deutschland noch vorhanden ist, gehen auseinander, in den letzten Monaten habe ich Zahlen gelesen, die von einem Pendant von 6 bis 20 Sprengköpfen ausgehen.
Eigentlich macht eine nukleare Bewaffnung nur Sinn, wenn man eine sichere eigene Quelle für spaltbares Material verfügt, oder zumindest eigene Kernkraftwerke hat.
(16.03.2026, 23:17)DopePopeUrban schrieb: Es ist mMn zweitrangig, wem die Bomben in Büchel gehören. Wichtig ist, dass sie dort sind und dort bleiben.Dass sie dort bleiben, stellst Du im Zweifelsfall aber nur durch eigenen Besitz sicher.
