16.03.2026, 18:40
DeltaR95 schrieb:Bevor du weiter über ASBM fabulierst, fang bei Wikipedia an. Artikel über DF-21D lesen und verstehen, danach die Sekundärquellen.Ich will dir jetzt wirklich nicht zu nahe treten aber ich befasse mich mit ASBM nicht erst seit gestern.
Wir können uns hier gerne darüber zanken, wie mit dieser Bedrohungslage umgegangen werden kann, aber ein Verweisen auf "Lies doch einfach den Wikipediaartikel" halte ich in einer solchen Diskussion für unangemessen. Aus mehreren Gründen.
Zitat:Sprich Wirkmittel der Wahl gegen ASBM ist das Brechen der gegnerischen Killchain.Das sagt der von dir zitierte Absatz (der im übrigen keine Bewertung sondern eine Zusammenfassung diverser Kritik unter der "Scepticism" Rubrik des Artikels ist) zwar nicht aus, ist aber zumindest theoretisch auch eine Möglichkeit, nicht nur gegen ASBM. Das gilt für jegliche feindliche A2/AD Befähigung.
Allerdings würde ich dich dann wiederum fragen, wie das gehen soll. ASBM Stellungen können je nach Typ weit im Hinterland aufgestellt und versteckt werden und sind entsprechend schwer aufzuklären, bleibt also die Bekämpfung/Störung der feindlichen Aufklärungsmittel. Die sind im Nordmeer jedoch redundant, diszoliert und multistatisch aufgestellt, entsprechend schwer verlässlich und vor allem dauerhaft zu bekämpfen. Wir dürfen hier nicht vergessen, dass die Sowjetunion der Gründervater der A2/AD Doktrin ist, Russland in diesem Bereich entsprechend extrem fähig sein wird.
Also wenn du eine Idee hast, wie man vom Seafloor Based Sensor bis hin zum MPA das gesamte Nordmeer "steril" hält, bin ich ganz Ohr. Wenn nicht, erübrigt sich die Diskussion um das Unterbrechen der feindlichen Killchain. Vergleiche hier nicht den großen offenen Pazifik in der sich ein Feind von verschiedensten Himmelsrichtungen dem chinesischen Festland nähern kann, mit der dem europäischen Nordmeer, dass in Größe und Aufmarschrichtung durch Arktis und Skandinavien begrenzt wird.
Zitat:ASBM sind Carrier Killer, kein Wirkmittel gegen kleine Fregatten.Bis auf die jeweilige nationale Propaganda gibt es glaube ich niemanden, der das so sieht, nicht einmal der von dir zitierte Absatz. Das wird für einige Typen an ASBM sicherlich anwendbar sein, da es auch dort natürlich leistungstechnische und vor allem stückzahltechnische Unterschiede geben wird, aber nicht auf das Groß der zu erwartenden Effektoren. Bei AShM hat man damals das gleiche Gedacht und auch dort musste man harte Lektionen lernen.
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Im übrigen warte ich noch auf eine Begründung, warum eine kleine und agile Fregatten durch ihre "geringere" RCS durch passive Gegenmaßnahmen (bspw Manövrieren) effektiver gegen ASBM geschützt sein soll, als ein großer schwer bewaffneter MAD der ASBM aktiv (mit bspw Lfk) bekämpft.
Rein logisch betrachtet braucht es dafür eine rechtzeitige Detektion (bzw ein entsprechend leistungsfähige Radaranlage), eine möglichst lange Flugzeug (bzw Distanz zum Startpunkt) und hohe Agilität der Einheit selber. Ich persönlich hätte ja gesagt, dass der Aufwand der RCS-Reduzierung zu aufwändig und teuer, eine leistungsfähige Radaranlage schlecht mit kleinen Fregatten und hoher Agilität vereinbar und die Distanzen (/Flugzeiten) im Nordmeer dafür zu kurz sind, aber da hast du sicherlich eine andere Auffassung?
