16.03.2026, 00:21
(15.03.2026, 21:32)DeltaR95 schrieb: Kannst du dir bitte zumindest mal die Mühe machen, Quellen auszuwerten und zu lesen, bevor du etwas als absolute Wahrheit kundtust, was der physikalischen Realität widerspricht?Danke für die Präzisierung aber darauf bin ich ebenfalls bereits eingegangen.
Signaturreduzierung heißt in diesem Fall Reduzierung der RCS beim Bau - oder für dich: Großer MAD, große RCS. Kleine ASW Fregatte, kleine RCS.
Grundlegend hast du zwar recht, größere Schiffe verfügen üblicherweise über mehr Reflektionsfläche als kleinere Einheiten, das bedeutet aber nicht, dass kleine Schiffe deshalb auch weniger Gefahr laufen von einem ASBM-Suchkopf erfasst zu werden. Denn die signaturreduzierende Gestaltung von modernen MSC beschränkt sich größtenteils auf die Reduzierung der horizontalen RCS, nicht der vertikalen RCS.
Was für AShM auch ein solider Ansatz ist, besonders gegen SeaSkimmer, da diese auch hauptsächlich nur das „Profil“ des MSC zu Gesicht bekommen. Wenn eine ASBM die Ionosphäre durchstoßen hat, geht sie aber nicht neben einem MSC aktiv sondern weit über ihr, in Flughöhen zwischen 30-50km.
Entsprechend ist auch die RCS des MSCs aus dieser Perspektive massiv höher, da die Oberseite dieser Schiffe kaum bis gar keinem Stealth Konzept folgt. Decksfläche, Flugdeck, VLS-Lucken, Schornsteine, Aufbautendächer, Sockel für RCWS und RAM-Werfer usw sind riesige Reflektionsflächen, harte Kanten überall, die eine massive RCS nach sich ziehen. Da ist die RCS-Reduzierung durch die geringere Größe nichts als ein Tropfen auf den heißen Stein.
Um eine Fregatte dagegen RCS-technisch zu wappnen, müsste man diese von Kopf bis Fuß in RCS-reduzierende Aufbauten kleiden. Dann müssen Bordgeschütze, FCRs, RWS usw in faltbare Gehäuse, Decks müssen abgerundet werden, alles mögliche an Elektronik und Sensorik muss in fließenden Aufbauten untergebracht werden.
Vergleich mal eine Visby (die auch oberseitige Signaturreduzierung aufweist) mit einer A-200AN (die es nicht tut), da dürfte sich der Ansatz mEn absolut erübrigen.
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260315/tbgvc9x4.jpg]
Zumal das auch wie gesagt nur die RCS betrifft, keine sonstigen Emissionen die ebenfalls als Guidance-Leiter herhalten können.
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„roomsim“ schrieb:Es ist eine Kombination aus beidem, Magazintiefe und eingerüsteten Flugkörpern.Das sehe ich persönlich ein wenig anders, da im inneren Air Defense Layer mit bspw der RAM noch Systeme zur Verfügung stehen, durch die ein fehlen eines ESSM-Äquivalents kompensiert werden kann, was mit der ASTER 30 ja nicht der Fall ist aber grundsätzlich Stimme ich dir dabei zu, dass der Idealzustand eine Kombination aus beiden wäre. Zur Volldimensionalität zählt mMn auch ein layered air defense complex, nicht einfach nur ein high end complex.
Ich bin durchaus bei dir 32 Aster 30 sind volldimensionaler als mit 64x ESSM, aber dennoch nicht volldimensional, dafür fehlt das Volumen und Meist werden auch nicht 32 Aster 30 getragen, sondern 16 Aster 15 und 16 Aster 30, was ein signifikantes Downgrade ist, so sehr das ich diese Kombi auf einem ähnlichen Level sehe wie 64 ESSM, was wir aber nicht abschließend klären können da wir keinen Zugang auf die Telemetrie- und genauen Technischen Daten haben.
Für die GP-Variante einer möglichen Doppelklasse sehe ich bspw das Lfk-Verhältnis der F124 als ideal an. 32x Zellen für 24x ASTER 30 + 32x SLM, in diesem Fall noch unterstützt von 16x weiteren Zellen für wahlweise ASW-Effektoren oder LACM, sowie standardmäßig 16x weitere Zellen FFBNW.
Auf den luftseitigen Einsatz reduziert bietet diese Aufteilung mEn ausreichende Magazingröße in beiden Domänen, besonders wenn zusätzlich noch zwei MPLS mit Mistral/ SLS oder C-UAS Munition zur Verfügung stehen.
Zitat:Was wir wissen ist, das mehr power für die Größe und Systeme braucht was i.d.r. mehr Maschinenpersonal benötigt und das diese große AAW Suite mehr Operatoren im CIC benötigt, mit dem Dazugehörigen Rattenschwanz.Das AWS gilt insgesamt als sehr personalintensiv, nicht die Führung aber der Unterhalt. Das scheint sich so auch in anderen Fallbeispielen zu bestätigen, unabhängig davon, wie groß das Schiff selber ist.
-> ASEV (12.000t) - 240x
-> F127 (12.000t) - 180x
-> River (8.000t) - 200x
-> Hunter (8.000t) - 180x
-> Hobart (7.000t) - 186x
-> FFG(X) (7.200t) - 200x
Diese Schiffe liegen alle ungefähr im 200er Bereich, vollkommen unabhängig davon ob 128x, 96x, oder nur 24x VLS-Zellen mitgeführt werden.
Ein größerer VLS-Komplex mit mehr Lfk-Typen erfordert auch mehr Besatzung, ja, aber 4x zusätzliche Mk41 Module machen keine 30-45x zusätzlichen Besatzungsmitglieder aus.
2024 hieß es noch, dass die F127 standardmäßig über eine Besatzung von 150x verfügen sollte, aircrew mWn inklusive. Obgleich bereits damals das selbe Lfk-Portfolio fest stand, nur eben mit 32x Zellen weniger.
https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenbu...en130.html
Nun sind wir schon bei 180x Besatzungsmitgliedern. Das dürfte mit Sicherheit auch ein Stück weit an der Größe liegen aber eben auch darin, dass deutlich mehr automatisierte Systeme durch US-Äquivalente ersetzt wurden. Der Unterschied entsteht nicht bloß durch 2.000t und 4x8 Mk41 Module mehr.
