15.03.2026, 18:15
(15.03.2026, 17:11)DeltaR95 schrieb: Das ist kein operatives Szenar, sondern ihr beschreibt die strategische Ebene bzw. die Rahmenbedingungen.Richtig. Aber erst daraus lassen sich doch die möglichen operativ-taktischen Szenarien ableiten.
Die kann man halt nicht aus der Luft greifen, sondern sie ergeben sich aus dieser strategischen Einschätzung.
Zitat:Dass es derzeit oder absehbar überhaupt irgendeine ASBM gibt, die eine kleine 5.000 t Fregatte treffen kann, ist weder belegt noch gesichert.Interessanter Einblick, danke. Aber es erscheint mir jetzt nicht die richtige Konsequenz zu sein, dem Thema BMD lediglich durch "Miniaturisierung" zu begegnen.

Zitat:Wenn man die Deutsche Marine richtig aufstellt, bekommt man auch selber einen Verband mit entsprechendem Mix aufgestellt ohne nur noch MAD zu bauen, die keiner bezahlen, unterhalten und bemannen kann.Die vereinfachte Fragestellung dabei ist für mich: Wie bekommen wir die größte Flächenabdeckung je Besatzung hin?
Die Zahl der Besatzungen ist für mich der Flaschenhals, die großflächige Kontrolle über das Nordmeer das Ziel.
Daher ist ohne eine Detailbetrachtung erstmal der enge Verband im Nachteil, da er mehr Besatzungen im Verhältnis zur überwachten Fläche benötigt. Es sei denn, der Verband wird so weit auseinander gezogen, dass er die gleiche Abdeckung erreicht wie mehrere Einzelfahrer. Letzteres ist im Prinzip das Ziel, das ich verfolge, indem ich allen Einheiten im Verband eine bessere Befähigung zum Eigenschutz verleihe, damit sich der Verband stärker dislozieren kann.
Zitat:Wenn du nur 10 MAD mit 96 VLS Zellen hast....Das ist aber gar nicht meine Position. Ich plädiere ja immer für zwei eng verwandte, jedoch unterschiedlich ausgestattete Zerstörer und nicht für eine MAD-only-Flotte.
Natürlich braucht nicht jedes Schiff die gleichen Fähigkeiten im AAW, sondern nur die für seine Aufgaben erforderlichen. Die hohe Magazintiefe ist für den Eigenschutz sekundär, was es aber braucht, sind die verschiedenen Layer. Dementsprechend sehe auch ich noch einen gewissen Bedarf für einen Flotten-Mix, nur auf einem anderen Level.
Im Prinzip geht es mir darum, einen weiteren Layer auf jedes Schiff zu bekommen und somit den möglichen Abstand zum MAD zu erhöhen. Also nicht einfach mehr ESSM in die Zellen, sondern einen zusätzlichen FK für den Layer darüber. Der braucht dann aber nicht in Magazintiefen geladen sein, die zum Eigenschutz so nicht benötigt werden.
Zitat:Alle setzen weiterhin auf den bewährten Flottenmix. Haben die also alle keine Ahnung?Das sicher nicht, aber ich würde das zu einem gewissen Teil auf die unterschiedlichen strategischen Umstände zurückführen. Diejenigen, die sich überhaupt Schiffe auf dem Niveau eines MAD leisten können, sind außer uns vor allem Trägermarinen, die allein aus diesem Grund schon nicht um die Ausrichtung auf Verbands-Operationen herum kommen. Einen Träger mit Geleitschutzverband zu unterhalten und zusätzlich noch ein Konzept von starken Einzelfahrern zu verfolgen, ist für FR, UK und IT definitiv zu viel verlangt, zumal außer UK diese Marinen auch gar nicht auf Einsatzszenarien ausgerichtet sind, in denen das Sinn ergeben würde. Einzig UK käme dafür in Frage, die können es sich aber schlicht nicht leisten. Und die kleineren wie NL, DK und NO haben selbst jeweils nicht genug Schiffe, um eigene Verbände zu bilden.
Daher denke ich schon, dass für uns andere Konzepte Sinn ergeben können als für die anderen Marinen. Und das heißt dann nicht, dass die falsch liegen, sie haben halt andere Umstände als wir und ich würde ihnen auch nicht raten, das zu übernehmen, was ich für die DM als richtiges Konzept erachte.
Zitat:Egal, wie ihr den MAD ausplant, wenn der als Einzelfahrer an der Nordflanke unterwegs ist, wird er einfach ausgeschaltetDann erklär' mir doch bitte, wieso der selbe MAD dort überleben sollte, wenn er von ein paar F126 oder A-200 begleitet wird, für deren Schutz er auch noch verantwortlich zeichnet. Oder meinst du, es braucht gleich mehrere MAD im Verband, um überlebensfähig zu sein? Oder willst du darauf hinaus, dass ein MAD generell zu groß ist, um sich zu exponieren?
Ich sehe noch nicht ganz, worauf das hinausläuft.
(15.03.2026, 17:25)Milspec_1967 schrieb: Unsere "anti Industrie pro Umwelt um jeden Preis" rot grün politik nutzt sie nur nicht, wie es pstriotisch sein müsste.Ich bin immer wieder fasziniert, dass alles was die CDU so macht als rot-grün gelabelt wird.
CDU insbesondere ...
(15.03.2026, 17:50)Milspec_1967 schrieb: Und die Lose von K130 sind die mickrige Korvette... Und für mich trotz los 1 und 2 schlicht technisch dasselbe.Ich nehme mal an, du meinst nicht technisch, sondern konzeptionell. Denn gerade die (unsichtbare) Technik ist ja der Unterschied zwischen den Losen.
Zitat:Wie gesagt nach 2000 somit nur FEHL AUFTRÄGE, weil eben null kriegs Schiff ... Da hat die Industrie eben keine Bock drauf.Ich bin mir recht sicher, dass die Industrie nicht schlechte Arbeit abliefert, weil sie "keinen Bock" auf "null kriegs Schiff" hat. Der TKMS-CEO ist kein Hegseth-Jünger, der nur mit dem richtigen Warrior-Ethos auch Lust hat, seinen Job zu erfüllen.
Hättest du jetzt etwas differenzierter geschrieben, dass die schlechte Exportbilanz deutscher Kriegsschiffe mit einer falschen Konzeption seitens der BW/DM in Verbindung steht, hätte man dir ja sogar zustimmen können....
