14.03.2026, 20:01
(14.03.2026, 18:02)Kul14 schrieb: Man sollte sich hüten fünf Kampfschiffsklassen gleichzeitig betreiben zu wollen. Idealerweise landen wir irgendwann mal bei drei Klassen. Könnte mir ja sogar vorstellen das man mit F127 und A200 auch nur noch zwei Klassen betreibt, aber dann muss man bei der A200 schon schauen das man Skaleneffekte generiert und nicht versucht aus dem Ding ein Zerstörer machen zu wollen. Wir müssten uns davon dann nämlich etwa 18 Schiffe leisten können...Ich würde behaupten, dass wir grundsätzlich die falsche Marine für einen high-low Flottenmix sind. Dafür ist weder die Fregattenflotte selber, noch die möglichen Personalressourcen groß genug, mal ganz davon abgesehen, dass der Ansatz mit unserer strategischen Realität drastisch kollidiert.
Denn der mit großem Abstand größte Personaltreiber ist die Anzahl der Flaggenstöcke, besonders bei Fregatten. Zwar können sich verschiedene Klasse grundlegend in ihrer Auslegung unterscheiden (warum das murkst ist, gehe ich später drauf ein), was natürlich zu unterschiedlichen Besatzungsgrößen führt, aber ein Schiff bleibt ein Schiff und benötigt so gut wie immer die selbe Grundausstattung. Vollkommen unabhängig davon, was eine Fregatte tun oder nicht tun soll, braucht sie eine Powerplant, sie braucht Bordelektronik und Sensoren, sie braucht ein CIC, sie braucht eine Brücke, sie braucht grundlegende Infrastruktur und Personal, dass sie unterhält.
Und dieser grundlegende Besatzungsbedarf ist inhärent. Wenn man sagen wir 100% Fähigkeiten auf zwei Schiffe im 50/50 Verhältnis aufteilt, heißt das nicht, dass die Besatzung der Schiffe ebenfalls 50% kleiner ist. Im Gegenteil, lediglich die Aufgabenrelevanten Besatzungskontingente entfallen, der Rest bleibt gleich. So verschwendet man Ressourcen für eine Einheit, die mit 120x Besatzungsmitgliedern im bspw ASW tätig sein kann, während eine Einheit mit 160x Besatzungsmitgliedern sowohl im ASW wie auch im AAW tätig sein könnte.
Deswegen krieg ich auch jedes mal Kopfschmerzen, wenn neue Ideen von dezidierten Fregattentypen durch die Gegend geistern, besonders von Seiten des BMVg. Da beschwert man sich 24/7 über mangelnde Personalressourcen, trennt dimensionale Fähigkeiten aber kategorisch auf Fregattenklassen und erhält so das halbe Fähigkeitsspektrum zum beinahe doppelten Besatzungsbedarf. Das gilt für mich auch in einem F127-A200 Mix, selbes Prinzip.
MEn würde ein solcher Ansatz nichts bewirken, außer die Flotte künstlich abzuschwächen.
Zumal IKM Operationen damit extrem schwer werden, da weder F127 noch A-200 sonderlich gut dazu befähigt sind.
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Broensen schrieb:Das stand doch außer Frage. Offen ist lediglich, ob damit ein 1:1-Ersatz der U212A geplant ist.Gute Frage, kann ich nicht beantworten. Ich weiß nicht ob KM2035+ eine handfeste Planung oder mehr eine Art Serviervorschlag ist, was die Marine gerne hätte oder bräuchte. Man hält sich ja letztendlich sowieso nicht dran, wozu planen wenn man auch würfeln kann?
Darin steht zumindest 9-12x U212A/ U212CD.
Vielleicht beschafft man 9x 212CD und mustert die 6x 212A aus.
Vielleicht hält man 3x 212A im Dienst und ergänzt sie durch 6x 212CD.
Vielleicht hält man 6x 212A im Dienst und ergänzt sie durch 6x 212CD.
Man weiß es nicht. Und die Marine weiß es garantiert auch nicht
