Vor 4 Stunden
aus:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid286246
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Und es geht eben doch vor allem um diese 200-300km Seegebiet um Kaliningrad herum. Zwar ist tendenziell die gesamte Ostsee von A2/AD Anlagen bedroht, aber um die Region Kaliningrad verfügt Russland über die meisten Enabler um diese auch einsetzen zu können. Der Punkt ist der einzige Choke-Point, den Russland in der Ostsee hat um Konvois gen Osten den Weg zu versperren, ohne dabei seine Flotte auslaufen zu lassen. Kurs Marine hat auf Seite 11 auch eine schöne Grafik diesbezüglich. Idealerweise verlässt die Baltikflotte ja gar nicht erst ihre Basen in Kaliningrad und Kronstadt, denn sobald die den Hafen verlässt, läuft sie Gefahr von europäischen Bedrohungen aus Luft und Wasser aufs Kron genommen zu werden.
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DeltaR95 schrieb:Vor allem würde mich mal interessieren, wieso du glaubst, der Gegner würde deinen Skeldar bis auf optische Reichweite rankommen lassen? Wenn du schon mit UAV argumentierst, dann ist wohl mehr als wahrscheinlich, dass der Gegner selber ein kleines UAV startet, um deinen Skeldar vom Himmel zu putzen, bevor er aufgeklärt wird.Dafür müsste ein Gegner eine V-200 erst einmal aufklären und auch entsprechend gegen sie wirken können. Eine Skeldar ist zwar nicht klein, aber eben auch nicht sonderlich groß. Hinzu kommt, dass "Sichtweite" hier ein großes Wort ist. EO Systeme können Ziele teilweise weit oberhalb von 50-60km aufklären, abhängig von der Flughöhe. Da dürfte ein TRS-4D schon seine Schwierigkeiten mit haben, ein 5P-27 oder ein 5P-26M erst recht.
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Ottone schrieb:Das ist aber nur die Theorie, die von der Praxis noch nicht eingeholt wurde - und absehbar auch nicht wird. Wenn dann mit Starrflüglern von Land aus. Aber man muss sich eben auch die große Anzahl der Schiffsbewegungen auf der Ostsee vor Augen führen, das sind in etwa so viele wie auf der A8 (vergleichsweise). Und es geht eben nicht nur um die 200-300km um Kaliningrad herum. Und dann ist Identifikation oben drauf noch ein ganz anderes Thema.Sofern es in der Ostsee zu einem bewaffneten Konflikt kommt, kommt die zivile Schifffahrt damit zum erliegen. Das konnten wir so auch schon in der Ukraine beobachten, da fährt absolut nichts mehr in ukrainischen Gewässern. Musst ja bedenken, dass es seit dem NATO-Beitritt Schwedens und Finnlands keine neutralen Staaten mehr in der Ostsee gibt dessen Seerecht im Kriegsfall gewahrt werden müsste. Das wird ein luftleerer Raum weil niemand Lust haben wird herauszufinden, ob Russland sich um Kollateralschäden schert oder nicht.
Und es geht eben doch vor allem um diese 200-300km Seegebiet um Kaliningrad herum. Zwar ist tendenziell die gesamte Ostsee von A2/AD Anlagen bedroht, aber um die Region Kaliningrad verfügt Russland über die meisten Enabler um diese auch einsetzen zu können. Der Punkt ist der einzige Choke-Point, den Russland in der Ostsee hat um Konvois gen Osten den Weg zu versperren, ohne dabei seine Flotte auslaufen zu lassen. Kurs Marine hat auf Seite 11 auch eine schöne Grafik diesbezüglich. Idealerweise verlässt die Baltikflotte ja gar nicht erst ihre Basen in Kaliningrad und Kronstadt, denn sobald die den Hafen verlässt, läuft sie Gefahr von europäischen Bedrohungen aus Luft und Wasser aufs Kron genommen zu werden.
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