Gestern, 15:05
Der Bericht scheint Somaliland eine relativ gesunde Wirtschaftslage zuzusprechen. Und militärisch scheinen sich langsam die VAR und Israel zu etablieren:
Es bleibt abzuwarten, wie sich der aktuelle Krieg am Golf auf diese Entwicklung auswirkt.
Zitat:Region am Golf von AdenDass sich u.a. mit den Emiraten und Israel eine engere Kooperation anbahnt, haben wir hier ja schon angerissen.
Somaliland und die Auswirkungen des Krieges
Stand: 10.03.2026 • 10:19 Uhr
Somaliland strebt nach Unabhängigkeit von Somalia. Als eigenständiger Staat wird die Region nur von Israel anerkannt, das am Golf von Aden strategische Interessen erfolgt. Der Iran-Krieg macht die Lage besonders brisant.
Im Hafen von Berbera stehen lange Reihen von großen Schiffscontainern. Riesige Frachtschiffe sind an der Kaimauer der Stadt im Norden von Somaliland festgemacht. Es ist ein wichtiger Handelsort am Golf von Aden, Richtung Nahost. Von hier aus werden Lebensmittel und Konsumgüter transportiert, aber nicht nur das.
"Historisch gesehen war Berbera das Zentrum für den Viehexport in der gesamten Region", sagt Ali Diriye Ahmed, Direktor der Hafenbehörde, der Nachrichtenagentur AFP. Das sei bis heute so: "Wir exportieren hier jedes Jahr mehr als vier Millionen Tiere in den Nahen Osten und die Golfstaaten."
Anerkennung als Chance - und als Gefahr
Somaliland ... hat sich bereits vor fast 35 Jahren für unabhängig erklärt. Vor Kurzem wurde es von Israel als souveräner Staat anerkannt. Diese Anerkennung könnte in Zukunft ein Segen für Somaliland werden - während des derzeitigen Krieges aber auch Gefahren bergen.
Denn Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran unterstützt werden, haben bereits gewarnt: Jede israelische Präsenz in Somaliland werde als militärische Provokation angesehen. Zudem gibt es eine lokale Bedrohung durch Al-Shabaab, dem somalischen Ableger der Terrorgruppe Al-Kaida. Al-Shabaab erklärte, jeden Versuch Israels, Somaliland zu nutzen, zu bekämpfen.
Beobachter gehen davon aus, dass bereits israelische Streitkräfte vor Ort sind und eine Militärbasis der Vereinigten Arabischen Emirate nutzen. Denn von Somaliland aus können die Israelis die Huthi im Jemen aus der Nähe beobachten, möglicherweise sogar angreifen.
Emirate investieren seit Jahren
Auch die Vereinigten Arabischen Emirate engagieren sich in Somaliland. Sie betreiben nicht nur eine Militärbasis, sondern investieren bereits seit zehn Jahren in den Hafen von Berbera. Ein großes Hafen- und Logistikunternehmen aus Dubai hat den Hafen modernisiert. Das Containeraufkommen ist in den vergangenen drei Jahren um 30 Prozent gestiegen.
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Vielversprechende Zukunft?
Zurück im Hafen von Berbera: Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate sehen hier eine vielversprechende Zukunft - sowohl beim Handel als auch beim Militär. Somaliland hofft auf mehr Wohlstand und internationale Anerkennung. Solange es diesen Krieg gibt, ist das jedoch schwierig.
Es bleibt abzuwarten, wie sich der aktuelle Krieg am Golf auf diese Entwicklung auswirkt.
