Gestern, 14:49
(07.03.2026, 16:27)DopePopeUrban schrieb: A210/Hunter und ANZAC (post AMCAP fit) verfügen tatsächlich über die selbe Anlage.
Im Rahmen des ASMD-fits wurden die ANZACs ursprünglich mit einem CEAFAR Kit bestehend aus dem CEAFAR1 (S-Band) und CEAMOUNT Zielbeleuchtern (X-Band) ausgestattet. Mit AMCAP kamen zu den S- und X-Band Systemen ein weiteres System hinzu, CEAFAR2, dass im L-Band arbeitet.
Die ANZACs verfügen aktuell über alle drei Systeme, CEAMOUNT, CEAFAR1 und CEAFAR2.
https://www.navalnews.com/naval-news/202...p-upgrade/
https://www.australiandefence.com.au/sea...for-anzacs
CEAFAR2 und CEAFAR1 befinden sich dabei in einer gestapelten Konfiguration, CEAMOUNT alleinstehend darunter.
Auf der A210 und Hunter sind diese drei Panelsorten über die Sensorinsel(n) verteilt. Mehr Unterschiede gibt es tatsächlich nicht. Ist also nicht der Grund für die Existenz der A210.
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Mit anderen Worten, die A200 soll nach dieser Aussage kontstant weiterentwickelt worden sein, dabei aber visuell nicht der evolutionären Designsprache der beispielhaft gezeigten Grafik entsprechen (obwohl sie ebenfalls auf aus der A200 hervorgegangenen Typen wie die A210 und A300 entspricht) wohingegen die hier gezeigte A100 kein Beispiel dieses evolutionären Designprozesses sein soll, obwohl sie zum einen dieser Designsprache entspricht und zum anderen zu Erläuterungszwecken unter der von dir zitierten Passage dargestellt wird?
Also entweder zeigt diese Grafik repräsentativ diesen zitierten Evolutionsprozess von MEKO A-XXX Produkten, dann ist die A200 bislang nicht signifikant weiterentwickelt worden, oder diese Grafik beschriebt diesen Evolutionsprozess nicht, dann hat sie unter der zitierten Aussage nichts zu suchen. Oder sehe ich das falsch?
„Die A-200 ist die einzige moderne MEKO, von der bisher überhaupt verschiedene Klassen basierend auf dem gleichen Grunddesign gebaut wurden.“ würde doch 1 zu 1 die Vermutung bestätigen, die ich hier anführe: den Bau auf einer Basis, die in ihrem Grunddesign keinerlei oder kaum Entwicklung erfahren hat. Dessen Angebotsmodell noch das selbe ist, wie es 1997 erstmal präsentiert wurde.
Oder verstehe ich deine Aussage da miss?
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Der Haken an diesem Ansatz ist, dass man die RAM mWn, zumindest in der DM, nicht auf See nachladen kann. Denn dafür braucht es zum einen eine Art Kranmodul, dass auf den Mk49 aufgesetzt wird und zum anderen mitgeführte Reloads, was mWn beides auf Fregatten der DM nicht der Fall ist. Je nach Position des Starters wäre dies auch nicht möglich, selbst wenn man wollte.
Diese 21x Lfk pro Starter müssen also für die gesamte Zeit auf See, für mehrere Gefechte, ausreichen bis bei Rückkehr in den Hafen aufmunitioniert werden kann. Was im Rahmen von Point Defense gegen ASCM ausreichen mag, wenn man aber jeden Tag RAM gegen Drohnen einsetzt, werden diese binnen Tagen leer sein.
Wenn man wirklich vor hat, Drohnen per Lfk zu bekämpfen wäre ein System wie SADRAL dafür deutlich besser geeignet. Zwar verfügt es mit nur 6x Lfk über deutlich weniger direkt verfügbare Effektoren, basiert aber (wie alle Mistral) Systeme auf einer MANPAD-Basis und kann von Hand nachgeladen werden, das auch noch relativ zügig. Im Zweifel bringen 2x Starter mit 12x Lfk aber dafür 60x mitgeführten Reloads mehr als 2x Starter mit 42x Lfk ohne reloads.
Alternativ wäre das MPLS eine Möglichkeit, dass nach den bisher gezeigten Rendern mit bis zu 88x dezidierten C-UAS Lfk pro Starter ausgestattet werden kann, wofür vermutlich keine Reloads erforderlich wären.
Grundsätzlich halte ich Rohrwaffen und HPMs aber für die geeigneteren Mittel, um Drohnen zu bekämpfen. Eventuell auch ECM-Fähigkeiten.
Ich muss gestehen, ich weiß jetzt nicht die effektive Magazintiefe der SeaSnake 30, aber bei der Phalanx wird es mit der Munition, je nach Ziel, schon nach fünf Abschüssen alles ziemlich knapp. Bei RAM hat man im Nahbereich die Möglichkeit, bis zu 21 hochwertige Flugkörper auf viel größerer Reichweite zu bekämpfen und vor allem auch mehrere Ziele gleichzeitig.
Es macht schlicht wenig Sinn, RAM gegen irgendwas anderes zu ändern.
