07.03.2026, 10:38
(06.03.2026, 23:49)Broensen schrieb: Was dann letztlich für eine Ausstattung mit zwei unterschiedlichen VLS sprechen könnte, sofern man eben davon ausgeht, dass Mk.49 und 30mm sich gegenseitig mehr oder weniger ausschließen.
Es spricht vor allem Dingen für den Verzicht auf solche Kausalketten. Ein zweites VLS mit einer eigenen Logistikkette für einen FK, der die eigentliche Aufgabe nicht erfüllen kann und nur an Bord kommt, weil die Alternative schlechter wäre, ist für mich keine gute oder sinnvolle Argumentation.
Wenn wir von der Annahme ausgehen, dass MK49 und eine 30 mm MK sich ausschließen (was in meinen Augen nicht der Fall ist), dann braucht es schlicht eine Prioritätensetzung. Dieser Zwang, dass es nun unbedingt eine 30 mm MK mit ABM sein muss erschließt sich mir nicht, die zwei RAM-Starter halte ich für wesentlich wichtiger. Meiner Ansicht nach müssten wir also einfach auf diese MKs verzichten, ein leichteres Kaliber einrüsten und dieses durch eine entsprechend ausgelegte Bordkanone ergänzen um passende Wirkmöglichkeiten zu schaffen. Oder es werden ganz andere Alternativen in Betracht gezogen, bspw. sowas wie MPLS mit RAM und einem leichteren, günstigeren FK (bspw. DefendAir), oder eine Kombination aus MK und FK, sowas ist auch kein Hexenwerk.
(07.03.2026, 01:20)DopePopeUrban schrieb: Der Grund für diese Tendenz meinerseits begründet sich vor allem auf diese Grafik:
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260306/mp862ktn.png]
https://www.thyssenkrupp-brazil.com/comp...ce-vessels
Diese behandelt nicht die Evolution der MEKO 200er sondern der 100er Reihe.
Links angefangen bei den OPVs der Kedah Klasse der malaysischen Marine (MEKO 100 RMN), die letzten Typvertreter der 100er Reihe. Anschließend die Ursprungsversion der A100 (genannt Mk.I), auf die die Gawron Klasse (MEKO A100 PL) usw bis wir schlussendlich bei der MEKO A100 Mk.III ankommen, die aktuell unter dem Namen Tamandare in Brasilien gebaut wird.
Wie gesagt zeigt diese Grafik nicht die MEKO A200-Reihe, ist also kein klares Indiz dafür, dass es sich mit der A200er Reihe ähnlich verhält.
In der Grafik werden unten die Angebotsmodelle gezeigt, oben die tatsächlich gebauten Einheiten (deswegen auch mein Hinweis, dass es eine A-100 Mk.III nicht gibt). Was dort gezeigt und geschrieben wird widerspricht deinen Aussagen allerdings, denn in der Grafik heißt es nicht umsonst:
- Proven Design
- Ongoing Development
Und das bezieht sich explizit nicht auf die A-100, wie der Text darüber klarstellt:
Zitat:"A key design philosophy of the MEKO® classes is design iteration , whereby the best design features of each class evolve into the next class , ensuring the new classes of ships have solid, well-proven technology , materials and standards. This design progression reduces risk within the design , allowing competent and proficient innovations to be introduced into a new class."
Wenn du also diese Werbeaussagen für relevant hältst, dann bestätigen sie eine kontinuierliche Verbesserung und Anpassung des ursprünglichen Designs und damit eine Modernisierung mit jeder neuen Klasse, was letztlich auch nur logisch ist für einen im Wettbewerb stehenden Anbieter. Zu ernst sollte man sie allerdings nicht nehmen, denn:
Zitat:Ich persönlich tue mich aber sehr schwer damit zu glauben, dass eine A200 konstant weiterentwickelt wurde aber als einziger Vertreter der A-Reihe noch genauso aussehen soll, wie in ihrer Ursprungsversion.
Die A-200 ist die einzige moderne MEKO, von der bisher überhaupt verschiedene Klassen basierend auf dem gleichen Grunddesign gebaut wurden. Die aktuelle A-100MB hat mehr mit der A-200 gemein als mit der A-100PL, gerade deshalb ergeben aber auch deine Vermutungen für mich wenig Sinn.
