Möglichkeiten der USA zur Gestaltung ihrer Macht
#21
Zur Einschätzung Joschka's über die absteigenden USA gibt es weitere Meldungen:
Joschka Fischer warnt vor "völlig verrückter Idee" Trumps (Aktualisiert am 06.03.2026, 18:59 Uhr) bzw. ebenso bei web.de:
Zitat:Drastische Worte des ehemaligen Außenministers Joschka Fischer: Das transatlantische Bündnis sei unwiderruflich zerstört, China werde als großer Sieger der geopolitischen Entwicklung hervorgehen. Zudem warnt er vor einem chaotischen Regimewechsel im Iran.

Der ehemalige Außenminister Joschka Fischer (Grüne) zieht eine düstere Bilanz der aktuellen Weltlage. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" rechnet der 77-Jährige mit der Politik von US-Präsident Donald Trump ab: "Das transatlantische Bündnis muss man abschreiben, und damit den Westen insgesamt", sagt er. Auch wenn Europa zu den USA allein wegen seiner Interessen enge Beziehungen unterhalten müsse.

Das Vertrauen in die transatlantischen Beziehungen sei zerstört, ein gemeinsames Wertefundament existiere nicht länger. "Eine Rückkehr zu früheren Zeiten sehe ich nicht", betont der frühere Chefdiplomat. Die USA würden sich unter Trump zu einer "imperialen Macht" und "Oligarchie" entwickeln – weg von der freien Marktwirtschaft.

Iran-Krieg: Fischer warnt vor "völlig verrückter Idee"
Besonders alarmiert zeigt sich Fischer angesichts der militärischen Eskalation im Iran. Das ultimative amerikanische Ziel sei ein Regimewechsel, doch was danach komme, bleibe völlig unklar. "Trump hat das nicht zu Ende gedacht", kritisiert er. Sollten die USA Bodentruppen einsetzen, wäre das eine "völlig verrückte, gespenstische Idee" nach den katastrophalen Erfahrungen im Irak.

Der Ex-Außenminister fürchtet ein Szenario wie in Libyen – einem gescheiterten Staat mit jahrelangen bürgerkriegsähnlichen Zuständen. "Wenn dort jahrelange bürgerkriegsähnliche Zustände herrschen, strahlt das auf die gesamte Region des Nahen und Mittleren Ostens aus", warnt Fischer.

"Trump agiert aus dem Bauch heraus"
Anders als manche Beobachter sieht Fischer keine große Strategie hinter Trumps Außenpolitik. "Ich sehe keine Strategie, keine langen Linien, keine Verlässlichkeit", urteilt er. Der US-Präsident agiere "tatsächlich aus dem Bauch heraus, je nach Tagesgefühl" und wolle lediglich Deals abschließen.

Diese Herangehensweise werde zu einer "dramatischen Schwächung der weltpolitischen Position der USA" führen. Trump schwäche Amerika als führende Globalmacht und stärke damit China, prognostiziert Fischer.

China als großer Gewinner der Weltpolitik
Den eigentlichen Sieger der gegenwärtigen geopolitischen Entwicklung sieht Fischer in Peking. "China wird als der große Sieger aus der derzeitigen geopolitischen Lage hervorgehen", ist er überzeugt. Die Volksrepublik schicke sich an, "wirtschaftlich global die Nummer eins zu werden".
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zu Letzterem verweise ich dann speziell auf unsere Diskussion hier "klick"

Hat sich Trump verkalkuliert - fragt der SPIEGEL (Video).
Zitat:SPIEGEL Shortcut zum Angriff auf Iran
Auch für Trump spitzt sich die Lage zu
Der US-Präsident sprach von Frieden, jetzt droht ein zäher Krieg mit Iran. Die Folgen sind in Europa und der Ukraine bereits zu spüren. Was sagen Trumps MAGA-Anhänger dazu?

Mit Katharina Zingerle und Mathieu von Rohr
06.03.2026, 19.08 Uhr
Ich würde sagen:
nein - unmöglich; denn verkalkuliert würde verlangen, dass Trump vorher seine Chancen und Risiken rational abgewogen hat. Das Genie Donald agiert aber aus dem Bauch heraus, gefühlsmässig. Und er wechselt seine Begründung "wie manche das Hemd“ Keine einzige davon hat bisher einer Prüfung wirklich standgehalten.

Und das einzige stringente dabei ist die Frage, wie er sein Einkommen und seine Macht stärken kann. Alles andere interessiert ihn nur peripher.
Zitat:Frühere US-Präsidenten
Obama sieht jeden Tag neue Angriffe auf die Demokratie in den USA
Bei einer Gedenkfeier für Bürgerrechtler Jesse Jackson warnte Barack Obama vor täglichen Angriffen auf die Demokratie in den USA. Auch die Ex-Präsidenten Joe Biden und Bill Clinton kamen nach Chicago – Donald Trump fehlte hingegen.
07.03.2026, 02.39 Uhr
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