07.03.2026, 01:20
Leuco schrieb:Ich denke es ist wichtig dass wir uns stärker auf die Fakten konzentrieren und den Punkten welche wir nicht wissen offener gegenüber stehen. Damit würden wir vermutlich stärker in den Grau Bereich und nicht nur Schwarz Weiß argumentieren.Da wäre ich tendenziell sogar bei dir, allerdings sind solche maritimen Großprojekte in ihrer Natur kein "offenes Buch". Das gilt nicht nur für die A200DEU sondern generell für non-historischen Projekte. Das meiste, über das wir hier im Forum diskutieren, basiert auf Logik, Herleitung und der Interpretierung von Aussagen, sei es das Mission Bay der F126, die technischen Nuancen des NGF oder die Diskurse um die zukünftigen IRIS-T Versionen.
Allerdings bin ich absolut bei dir, dass diskutable Punkte auch diskutabel bleiben sollten, bis es konkrete Fakten oder zumindest Anhaltspunkte für diese gibt, sofern es sie jemals gibt.
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„roomsim“ schrieb:Schonmal daran gedacht, das im Stückpreis andere Leistungen enthalten sein könnten?
Wir wissen nicht wie viel Wartung, Ersatzteile und Munition in den Ägypten Verträgen und deutschen Enthalten ist.
Auch nicht vergessen darf man die Inflation (Kumuliert seit 2018 25%) und das ein Teil der Schiffe in Ägypten gebaut wurde und damit billigere Arbeitskräfte hatte.
Was deine Frage selbst beantwortet.
Zitat:Hat vielleicht damit zu tun, das man bei der A210 mit zwei Inseln und einem wesentlich größeren Radar(als auf der A-200 möglich), sowie zwei zusätzlichen 11m RHIB Buchten, einem Größeren Hangar und zwei Containerstellplätzen plante.Bis auf das Missionbay mittschiffs erkenne ich wenig, was nicht auch mit geringen Modifikationen auf der A200 hätte umgesetzt werden können. CEAFAR hätte man auch über ein Mast-Modul auf der A200 integrieren können, so wie man es mit den ANZACs bereits getan hat. Die A200 verfügt inhärent über 2x RHIB-Buchten, die Hangarkapazität zwischen A210 und A200 sind mWn gleich geblieben und Containerstellplätze hätte man hier vermutlich auch mittschiffs anlegen können.
Was nicht heißt, dass diese Faktoren nicht auch zur Mehrgröße der A210 geführt haben, das haben sie sicher, aber das wird nicht der einzige Grund dafür gewesen sein. Siehe die Aussagen seitens Kamermann in #233.
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„DeltaR95“ schrieb:Schon mal daran gedacht, dass die A-210 schwerer ist als die A-200, weil sie auch zwei Hauptmasten hat, ergo das hier so erhoffte "2-Insel-Konzept"?
Zitat:Die A-210 ist mit einer komplett anderen Radar-Suite aufgebaut, nämlich von CEAFAR. Die A-200 erhält maximal eine rotierende Sea Giraffe 4A. Somit geht auch dein kompletter "abgeleiteter" Vergleich von A-210RAN und A-200RAN fehl.
Zitat:Die MOGAMI war von Anfang an in ihrem Design des Mastes auf ein Faced Array Radar ausgelegt. Die A-200 kann das nicht tragen, weil der vordere Mast das ohne grundlegendes Redesign der übrigen Hülle absehbar nicht tragen kann. Damit hatte TKMS weder mit der A-210 noch der A-200 einen Entwurf in der Hand, den man der RAN als "marktverfügbar" anbieten konnte.Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass eine A200 nicht in der Lage sein soll eine Fixed Face CEAFAR-Anlage zu tragen, wenn der Vorgänger der A200 dies kann, sogar als Refit zur ursprünglichen Konfiguration.
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260306/a88sm5t3.jpg]
https://www.seaforces.org/marint/Austral...-class.htm
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260307/ir9zatto.jpg]
https://www.seaforces.org/marint/Austral...llarat.htm
Wahrscheinlich hätte man diese Mast-Module sogar von den aktuellen ANZACs recyceln können, nicht nur marktverfügbar sondern auch noch günstiger als eine Neubeschaffung. CEAFAR wird nicht der Grund sein, warum man eine A210 aufgesetzt hat. Auf Dual Sensor Islands hat Australien offensichtlich keinen Wert gelegt, siehe Mogami.
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„Helios“ schrieb:Du beziehst dich beispielsweise darauf, dass "sich am Rohbau sichtbar nichts geändert hat" und ein Unterschied zu den moderneren Entwürfen besteht (eine A-100 Mk.III gibt es übrigens nicht, und einen belastbaren Entwurf einer A-300 auch nicht). Das könnte ein Indiz sein, wenn hier ein Zusammenhang mit eindeutigen Designdefiziten aufgezeigt würde, der im Zusammenhang mit einer modernen Ausstattung auftritt - einen solchen stellst du allerdings nicht her. Die reine Erwähnung, unabhängig davon ob sie zutreffend ist oder nichts, leitet gar nichts her. Sie stellt allenfalls etwas fest.Der Grund für diese Tendenz meinerseits begründet sich vor allem auf diese Grafik:
[Bild: https://s1.directupload.eu/images/260306/mp862ktn.png]
https://www.thyssenkrupp-brazil.com/comp...ce-vessels
Diese behandelt nicht die Evolution der MEKO 200er sondern der 100er Reihe.
Links angefangen bei den OPVs der Kedah Klasse der malaysischen Marine (MEKO 100 RMN), die letzten Typvertreter der 100er Reihe. Anschließend die Ursprungsversion der A100 (genannt Mk.I), auf die die Gawron Klasse (MEKO A100 PL) usw bis wir schlussendlich bei der MEKO A100 Mk.III ankommen, die aktuell unter dem Namen Tamandare in Brasilien gebaut wird.
Wie gesagt zeigt diese Grafik nicht die MEKO A200-Reihe, ist also kein klares Indiz dafür, dass es sich mit der A200er Reihe ähnlich verhält.
Da die für Polen vorgeschlagenen MEKO A300, die mWn aus der A200 entstanden ist, der Designsprache der A100 Mk.III entspricht, vermute ich jedoch, dass schiffstechnische Evolutionsstufen der TKMS A-Reihen visuelle Auswirkungen auf die jeweilig betrachtete Einheit haben. Die A210 entspricht diesem „Bild“ ebenfalls, obgleich ein konkreter Vergleich dort aufgrund der besonderen Aufbauten schwer zu spezifizieren sein wird.
Visuell scheint sich die A200 in ihren bisher gebauten Versionen aber auf dem Stand der MEKO A100 Mk.I stehengeblieben zu sein. Ob das ein Indiz dafür ist, dass sich an den Schiffen auch innerlich nichts geändert hat, mag jeder für sich selber beurteilen. Ich persönlich tue mich aber sehr schwer damit zu glauben, dass eine A200 konstant weiterentwickelt wurde aber als einziger Vertreter der A-Reihe noch genauso aussehen soll, wie in ihrer Ursprungsversion. Und das nicht weil es Unterschiede zwischen ihrer Designsprache und derer der anderen A-Reihen gibt, sondern gerade durch den Umstand, dass die A100 in ihrer Ursprungsversion der identischen Designsprache folgte.
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„Broensen“ schrieb:Dann vielleicht mit DART vorne und Millenium Gun hinten?Tatsächlich könnte man im Falle von vertikal gestarteten RAM die Frage aufwerfen, ob eine 76mm SR mit DART nicht sogar die bessere Option wäre. Die RAM b2 verfügt zwar über eine maximale Reichweite von rund 15km, dies gilt aber nur für einen horizontalen Start. Vertikal gestartete Lfk büßen üblicherweise massiv Reichweite ein um aus eigener Kraft einen vertikalen Kanister zu verlassen. DART ist mWn auf Reichweiten bis 8km effektiv, könnte gut sein, dass die RAM hier so viel Leistung Einbußen würde, dass sich beide im Punkt Reichweite nichts mehr nehmende würden.
Mit der 76mm Sovraponte steht sogar eine Variante der 76mm zur Verfügung, die DART verschießen kann ohne dabei das Deck auf dem es steht durchbrechen zu müssen. SR + Sovraponte auf dem Bug dürfte da eventuell sogar einfacher zu machen sein, als SR + VL-RAM.

