Afghanistan vs. Pakistan
#35
Ich habe bei diesen möglichen Konstellationen auch immer das sprachlich verbindende im Hinterkopf.
Wir haben uns in Deutschland auch über die katholisch/protestantischen Gegensätze hinweg gesetzt, die nicht nur einen jahrzehntelangen Krieg zur Folge hatten.
Es hat gedauert, ja, und ist eigentlich erst beginnend mit der Neuordnung durch Napoleon und endend mit der Weimarer Republik und den dort auch noch religiös dominierten Parteien sukzessive aufgeweicht.

Aber heutzutage (also seit der Ära des Grundgesetzes) spielt religiöse Orientierung in Deutschland keinerlei gesellschaftlich relevante Rolle mehr.
Stattdessen ist die sprachliche Komponente immer noch prägend. Der Mensch "denkt in Sprache" - die gleiche Sprache erleichtert den Austausch von Gedanken und die Verständigung. Und wer "anders spricht" outet sich automatisch als "im Kern nicht zugehörend".

Warum sollte das "auf Dauer" zwischen Iranern und Afghanen anders sein?
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