Vor 1 Stunde
Zitat:Es reicht für eine Bombe immer noch nicht aus. Und der Iran hatte schon Stunden vor dem Angriff erklärt, auf die Lagerung dieses angereicherten Materials zu verzichten - das also abzugeben.
Ergänzend: auch meiner Meinung nach ist die ganze Idee der iranischen Atombombe nur vorgeschoben. Weder wären die Iraner nicht mehr angreifbar nur weil sie eine oder ein paar wenige Atomwaffen haben, noch wäre das der einzige Weg Israel auszulöschen. Die Iraner könnten auch entsprechende chemische und biologische Waffen beschaffen, viel verdeckter, viel schwieriger angreifbar und damit Israel angreifen was ganz genau so wirken würde.
Der Grund warum die Iraner nicht einfach ihre Raketen die in Israel ja einschlagen mit chemischen Waffen bestücken, womit die Treffer immens viel mehr Wirkung erzielen würden, liegt höchst einfach darin, dass Israel dann auf der Stelle mit all seinen Atomwaffen zuschlagen würde.
Eine oder ein paar wenige Atomwaffen würden hier nichts ändern und der Iran ist auch nicht eine Weltuntergangssekte wie von Nightwatch hier oft gebetsmühlenartig wiederholt.
Dessen ungeachtet ist es trotzdem Fakt, dass die Iraner hier zu viel und zu weitgehend mit der Ambiguität in der Urananreicherung gespielt haben, aus was für Gründen auch immer. Ob mit dem Ziel einer Atombombe (aus eigener Dummheit, Inkompetenz oder was auch immer für Machtgeilheit), ob mit dem Ziel damit Verhandlungsmasse zu schaffen, oder mit sonstigen Zielen spielt dafür gar keine Rolle.
Es ist daher überhaupt nicht wichtig ob die Iraner tatsächlich eine Atomwaffe anstrebten oder nicht. Denn ob dem so war oder nicht, ist nicht feststellbar. Und dass es nicht feststellbar ist genügt bereits vollauf, zumal es einen perfekten Propagandavorwand liefert. Der Iran hat sich mit der Anreicherung daher strategisch selbst immens geschadet. Denn diese Anreicherung bietet nun genau den Vorwand das zu tun, was man auch ohne jede Anreicherung von Uran gerne getan hätte bzw. gerne tun würde.
Das die Anreicherung nur vorgeschoben ist, bedeutet aber im Umkehrschluss eben auch nicht, dass sie kein Problem darstellt. Der Iran hat hier beispiellos dumm agiert. Die Iraner hätten für die völlige Aufgabe der Anreicherung immense Vorteile generieren können, aber in ihrer Inkompetenz gemischt mit Paranoia dachten sie halt, sie müssten unbedingt diese Ambiuität schaffen und sich etwaig aus dieser heraus an eine Atombombe heran schleichen.
Die Folgen dieser falschen Politik müssen sie halt jetzt tragen.
Zur höheren Wahrscheinlichkeit wird der Iran ein weiterer Failed State in der Region.
Eine spannende Frage in diesem Kontext ist dann, was mit dem ja immer noch vorhandenen strahlenden Material und etwaigen chemischen und biologischen Waffen des Iran passiert?! Die Wahrscheinlichkeit dass diese vom Iran nun tatsächlich an Terrorgruppen geliefert werden steigt durch den Krieg immens. Den das iranische Regime hat angesichts der aktuellen Umstände nichts mehr zu verlieren, folglicherweise wäre es jetzt das logischste die entsprechenden Stoffe einfach breitflächig an alle Terrorgruppen zu verteilen. Da die Angehörigen des iranischen Regime nun ohnehin allesamt gezielt getötet werden, spielt das auch keine Rolle mehr.
Stattdessen hält sich der Iran immer noch zurück. Vermutlich in der Hoffnung man könnte noch mal irgendwie durchkommen. Was aber wenn man dann, wenn man erkennt dass man rein gar nichts mehr zu verlieren hat weil man de facto ohnehin praktisch gesehen tot ist entsprechende schmutzige Bomben, Chemische Waffe und biologische Waffen gegen Dubai, Katar, Kuwait, die Ölindustrie usw. einsetzt ?! Alles möglich und wird vielleicht noch kommen.
Und dass ist dem folgend einer der Punkte wo ich Nightwatch zustimme: wenn man schon Krieg führt, dann richtig. Die Angriffe auf den Iran sind zu wenige und zu wenig massiv. Man hätte viel extremer und viel härter zuschlagen müssen um den Totalkollaps so schnell herbei zu führen, dass der Iran gar nicht mehr dazu kommt zu solchen Mitteln zu greifen. Aber dafür fehlt nun wiederum dem Wertewesten TM die notwendige Entschlossenheit und Israel die Quantität.
