03.03.2026, 21:55
roomsim schrieb:Ich kann dir zwar nicht sagen, wie viel Power pro Genset auf den A-200 verbaut ist, jedoch wissen wir, das die Schiffe mit je 4 Generatoren ausgerüstet sind.
https://www.navylookout.com/in-focus-the...candidate/
[...]
Zitat:PS: Die Antriebsmaschinen der F126 (MAN 32/44CR) sind 20V32/44CR nicht 10L32/44CR, die je 12000kW haben. Also 24MW Diesel + 8MW E-Motor Antriebsleistung.Das ist mir tatsächlich neu, aber danke für die Informationen.
https://www.everllence.com/docs/default-...d20f7059_3
file:///C:/Users/berns/Documents/Verschiedenes/schiffe/milit%C3%A4risch/multi-purpose-combat-ship-f126-productsheet.pdf

Zitat:Du verwechselst hier Antriebsmotoren mit Generatoren.Das dürfte durchaus der Fall sein.
Ist das bei der schiffstechnischen Anwendung von Dieselmotoren grundsätzlich der Fall, dass Propulsion und Stromerzeugung getrennt vorgehalten werden oder ist das im Zweifel eine Einzelfallentscheidung?
Zitat:TKMS wird die Bordelektronik für heute gebaute und angebotene Schiffe bestimmt seit den 90ern nicht modernisiert haben. Das hätte ja nur einen Gravierenden Wettbewerbsnachteil zur Folge.Ne, das habe ich auch nicht gesagt. Aber es gibt nur so viel, dass man in einem bestehenden, alten Design umsetzen kann, bevor man an Grenzen stößt, sei es Größe, Form oder Auslegung. Wenn dem nicht so wäre, wären wir ja schön blöd ständig neue Rümpfe zu bauen.
[...]
Ich nicht, ich gehe Davon aus, das die Werften rein aus Eigeninteresse an Konkurenzfähigkeit ihre internen Designs mit der Zeit modernisiert und Angepasst haben.
Ich gehe auch nicht davon aus, dass TKMS seines Designs einfach veralten lässt.
Aber: Ich gehe durchaus davon aus, dass sich die MEKO A200 in ihrer jetzigen Form an eine bestimmte Kundenbasis richtet. Marinen, mit kleinem Budget, die nach einem möglichst günstigen aber vergleichsweise schnell zulaufenden Produkt suchen. Das scheint sich auch so zu bestätigen, wenn wir uns die bisherigen und potenziellen Nutzer der A200 ansehen. Südafrika, Algerien, eventuell zukünftig Saudi Arabien. In dessen Kontexten sie mEn auch einen Platz findet aber das sind eben im besten willen keine Marinen, die es mit einem halbwegs kompetenten Aggressor zutun haben. TKMS hat hier einfach seine Nische gefunden und bleibt da, das hat nichts damit zutun, dass TKMS inkompetent wäre. Aber eine Südafrikanische Marine hat eben bspw keinen Bedarf an großartigen U-Jagd Fähigkeiten, eine algerische Marine braucht kein Mk41 und auch keine RAM. Und dafür ist ein in die Jahre gekommenes Design eben (noch) "gut genug".
Hingegen können wir beobachten, dass die A200 nirgendwo außerhalb dieses Kontextes auf viel Gegenliebe stößt. Die FFG(X) Ausschreibung hat sie verloren, die Type 31 Ausschreibung hat sie verloren, SEA3000 hat sie verloren sowie die Ausschreibung in Griechenland (wobei es sich dabei mehr um gut informierte Gerüchte als eine offizielle Bestätigung der Teilnahem gehandelt hat). Was ja auch nicht allzu überraschend ist, da ich wie gesagt davon ausgehe, dass dieses Produkt nicht für diesen Markt geeignet ist.
Entsprechend bin ich auch so dagegen, sich alleine aus industriepolitischen Gründen mit so einem Produkt zufrieden zu geben. Das ist mEn weder dem selbstdefinierten Standard der Marine, noch der Bedrohungslage angemessen. Es ist einfach nur deutsch.
Zitat:Andere Frage: Gehst du auch davon aus, das die Type 31 auch mit einem wie du es ausdrückst hoffnungslos Veraltete Anlagenarchitektur hat, da der Rumpf und das Grundkonzept der Schiffe auf die Absalon-Klasse zurückgeht, die ein Design der späten 90er ist?Die Type 31 bzw Arrowhead 140 ist hier ein schlechtes Beispiel, weil die Baseline nicht auf der Absalon-Klasse basiert. Die AH140 basiert auf der Iver Huitfeldt, dessen Bau und Technikstand auf die späten 2000er bis frühen 2010er zurückführt. Das ist in etwa der Zeitraum indem die F125 gebaut wurde.
Allerdings gibt es mMn durchaus einige parallelen zwischen der AH140 und der MEKO A200, sie bedienen beide ungefähr das untere Bracket des Fregattenmarktes. Der AH140 kommt dabei aber zugute, dass das Design enorm viel Baureserve für allerlei Technik hat und das Schiffslayout auch leicht daran angepasst wurde. Das macht es einfacher, dass Schiff entsprechend hochzurüsten, weshalb ich der Klasse auch entsprechende Chancen in bspw europäischen Ausschreibungen einräume, wenn auch bei den kleineren Projekten.
Das ist bei der A200 aber nicht der Fall, da die soweit ich das beurteilen kann noch immer in ihrer 1997 Mk? Version hängt. Die A100 bspw wurde konstant weiterentwickelt und hat seit der MEKO A100PL anscheinend ganze 3 Iterationen durchlaufen bis wir bei der MEKO A100 Mk.III angekommen sind, die aktuell für Brasilien gebaut wird.
https://www.thyssenkrupp-brazil.com/comp...ce-vessels
Den einzige modernen "Evolution" die es von der A200 gibt, sind mWn die A210 und A300. Das sieht man auch in Aussehen und Dimensionen.
Das sagt der TKMS Vertreter Jonathan Kamerman sogar fast selber im Interview mit NavalNews.
Zitat:"Its the MEKO A210. Its the natural successor of the MEKO A200, wich, as youre aware, is currently still in production. But we have evolved the A200 to the A210 in the same way we evolved the 200, the ANZAC, into the A200. But we have now incorperated the features that we believe, that technologically, as well as operationally, are more appropriate for todays battle."https://www.navalnews.com/event-news/ind...0-frigate/ Ab Minute 6:10 im Video.
Oder polemischer formuliert:"Unser Schiff ist steinalt und wir haben hier ein dringend benötigtes Facelift durchgeführt, um hier in Australien noch irgendwas reißen zu können".
----------
DeltaR95 schrieb:Nimm' es mir nicht übel, aber wir reden hier über ELEKTRISCHE Leistung, nicht MECHANISCHE Antriebsleistung.Ach alles gut, das hat @roomsim schon aufgeklärt. Da lag ich falsch mit.
----------
Pmichael schrieb:Ich empfinde es immer ganz interessant wie ein deutsches Schiff ohne zwei RAM Starter irgendwie nicht überlebensfähig ist. Während dessen operiert die FDI, die etwas größer angesiedelt ist als die Meko 200, mit nichts außer 16 bzw. nun 32 Aster Lenkflugkörper.Ich bin persönlich der letzte der auf biegen und brechen die RAM haben möchte aber wenn der einzig andere Air Defense Layer die ESSM ist, wäre es durchaus nett, sie dabei zu haben. Hilft eben nur nicht wenns dann um Drohnen geht.
Im übrigen operieren die FDI (im Plan) in sowohl der griechischen wie auch französischen Version mit 32x ASTER 30 B1 (je nachdem später eventuell auch mit 24x ASTER + 8 MdCN für Grieichenland), einer 76mm mit DART Befähigung, Wahlweise mit KNDS Narwhal 20mm (FR) oder Leonardo Lionfish 20mm (GRC). Die griechischen Version ist mit 1x21 RAM ausgestattet, die französische Version in Zukunft mit dem MPLS. Unterstützt von einer vollen ESM/ECM Suite, Härtung gegen Cyberbedrohungen und EW sowie neuartigem "Asymmetric Warfare Center" der die Einheiten gegen Drohnen und co schützen soll.
Das MPLS ist im übrigen ein tolles Ding. Kann Wahlweise mit bis zu 16x Mistral FK oder 8x AKERON AShM oder Wasserbomben oder bis zu 88x C-UAS Munitions oder einer Kombination aus allen vier ausgestattet werden. Und eine eigene EO/IR-Anlage hat es auch noch, ist also plug-and-play. Die bisherigen Mistral-Systeme sind alle von Hand nachladbar, der Mk49 ist es ohne entsprechendes Gerät nicht, der hier weiß ich nicht.
Ich liebäugel sogar ein bisschen damit, ob man den Mk49 Starter in der DM nicht durch das MPLS zu ersetzen sollte, abgesehen vielleicht von den K130
