03.03.2026, 18:44
DeltaR95 schrieb:Der Energieoutput ist deutlich geringer?Durchaus, allerdings sehen die angegeben Werte mWn folgendermaßen aus:
F123: 2x MTU 20V 956 TB92 [je 4.900kW Liste] = 9.800kW bzw. 9.8MW (Quelle)
F124: 2x MTU 20 V 1163 TB93 [je 7.400kW Liste] = 14.800kW bzw. 14.8MW (Quelle)
F125: 4x MTU Gensets 20V 4000 M53B [je 3.000kW Pr.M] = 12.000KW bzw. 12MW (Quelle)
F126: 2x MAN 32/44CR [je 6.000kW Liste] + 4x MTU Gensets 20V 4000 M65L [je 3.200kW Liste] = 12.000kW + 12.800kW = 24.800kW bzw. 24.8MW (Quelle | Quelle)
Dem gegenüber:
MEKO A200DEU: 2x MTU 16V 1163 TB93 [je 5.920kW Liste] = 11.840kW bzw. 11.8MW (Quelle)
Das ist, zumindest auf die F126 gerechnet, ein deutlicher Unterschied.
Hinzu kommt ja noch, dass die A200 im ASW-Betrieb nicht auf ihre Gasturbine zugreifen kann/sollte, weil diese nicht die Propeller sondern nur den Waterjet antreiben kann, der selber aber laut ist (das gilt auch für die Gasturbine) und Wirbelschleppen verursacht, die den Einsatz eines Schleppsonars vermutlich unmöglich machen dürften.
https://www.navylookout.com/in-focus-the...candidate/
Die F125 muss nicht im ASW arbeiten, entsprechend ist es dort weniger relevant, ob man die Gasturbine verwendet oder nicht. Mit Gasturbine hat diese mWn 29MW+ zur Verfügung.
Und die F126 hat entsprechende Maschinerie an Bord um bei Bedarf auf E-Motoren zu fahren ohne, dass überall das Licht ausgeht.
Wir können durchaus beobachten, dass zumindest die maximal erbringbare Leistung im Vergleich zur F123 und F124 deutlich angestiegen ist.
Die A200 hingegen hat wirklich nur diese 11.8MW zur Verfügung. Was im ASW alleine vermutlich nicht problematisch wird da Schleppsonare ohnehin die Geschwindigkeit einer Einheit einschränken. Aber sobald man in dieser Situation gleichzeitig auch im AAW oder ASuW agieren will und über VLS, Radarleistung, Eloka usw plötzlich deutlichen Mehrbedarf an Strom hat, sehe ich das durchaus kritisch.
Dazu sind diese Fregatte nicht gemacht und auch nicht befähigt. Die südafrikanischen Typvertreter haben soweit ich weiß nicht einmal Stellplätze für ein Schleppsonar und es wäre mir auch neu, dass für die algerischen und ägyptischen Typvertreter (die definitiv diese Stellplätze haben) entsprechende Anlagen beschafft wurden.
Klar kann sich jetzt darüber streiten, was konkret Mehrbedarf verursacht und was nicht, aber leistungsfähigere Sensoren, Effektoren, Rechenleistung etc führen in der Netto-Rechnung vermutlich auch zu einem vermehrten Energiebedarf. Man man wird auf der F125 und F126 nicht nur aus Redundanzgründen zu solchen Längen gehen.
