Gestern, 05:45
Die russische Wirtschaft hat seit Jahresbeginn Federn gelassen. Die staatliche Statistik-Behörde Rosstat verzeichnet einen Produktionsrückgang von 23,7% gegenüber Dezember 2025. Die größten Rückgänge wurden im Bereich Konsumgüter, Elektrogeräte, Bekleidung und Automobile erfasst. Lediglich bei Flugzeugen, Schiffen und optischen Geräten wurde eine Steigerung der Produktion beobachtet. (Quelle)
Eine beachtliche Meldung vor diesem Hintergrund: Die Zahl der in Russland zwangsverstaatlichten Vermögenswerte hat sich von 2024 auf 2025 vervierfacht. Insgesamt wurden letztes Jahr ₽3 Bio. (ca. €33 Mrd.) eingezogen. (Quelle) Nach Recherchen der Jekaterinburger-Onlinezeitung 'E1.RU' waren 12% der reichsten Russen betroffen. Offizielle Grundlage der Maßnahmen sind diverse Anti-Korruptionsgesetze.
Diese Begründung wird jedoch von Wirtschaftsexperten erstaunlich offen angezweifelt, denn tatsächlich handelt es sich um keine Verstaatlichungen im eigentlichen Sinne, sondern vom Staat erzwungene Übertragungen an andere Akteure der Privatwirtschaft. 'E1.RU' zitiert den Wirtschaftsberater Witali Kalugin, dass es "unlogisch" sei, nach den Gründen zu fragen: "Es ist wie bei Krylows Fabeln: Ich habe Hunger, also fresse ich dich."
"Wer unbegrenzte Macht hat, kann sich nehmen, was er will. Es ist sinnlos, wirtschaftliche Gründe dafür zu suchen. Das Ganze wird sich wie folgt entwickeln: Zuerst werden große Unternehmen umverteilt, und wenn diese nach ein paar Jahren keine Gewinne mehr abwerfen, werden die mittelständischen Betriebe ins Visier genommen." Alle Betroffenen hätten jedoch gemeinsam: "Typischerweise sind sie in Ungnade gefallen".
Besonders profitable Betriebe geraten am ehesten ins Visier des Staates, um an Personen weitergereicht zu werden, die man für loyaler hält. Natalja Subarewitsch, Professorin für Ökonomie an der Moskauer MGU, bezeichnete die Maßnahmen daher als "derzeit größte Gefahr für die russische Wirtschaft". Vermögenswerte könnten aus jedem beliebigen Grund eingezogen werden. "Man kann wegen einer Aufenthaltserlaubnis in einem anderen Land enteignet werden", so Subarewitsch. Es genüge auch der Verdacht, ausländische Staaten oder Organisationen zu unterstützen.
Eine beachtliche Meldung vor diesem Hintergrund: Die Zahl der in Russland zwangsverstaatlichten Vermögenswerte hat sich von 2024 auf 2025 vervierfacht. Insgesamt wurden letztes Jahr ₽3 Bio. (ca. €33 Mrd.) eingezogen. (Quelle) Nach Recherchen der Jekaterinburger-Onlinezeitung 'E1.RU' waren 12% der reichsten Russen betroffen. Offizielle Grundlage der Maßnahmen sind diverse Anti-Korruptionsgesetze.
Diese Begründung wird jedoch von Wirtschaftsexperten erstaunlich offen angezweifelt, denn tatsächlich handelt es sich um keine Verstaatlichungen im eigentlichen Sinne, sondern vom Staat erzwungene Übertragungen an andere Akteure der Privatwirtschaft. 'E1.RU' zitiert den Wirtschaftsberater Witali Kalugin, dass es "unlogisch" sei, nach den Gründen zu fragen: "Es ist wie bei Krylows Fabeln: Ich habe Hunger, also fresse ich dich."
"Wer unbegrenzte Macht hat, kann sich nehmen, was er will. Es ist sinnlos, wirtschaftliche Gründe dafür zu suchen. Das Ganze wird sich wie folgt entwickeln: Zuerst werden große Unternehmen umverteilt, und wenn diese nach ein paar Jahren keine Gewinne mehr abwerfen, werden die mittelständischen Betriebe ins Visier genommen." Alle Betroffenen hätten jedoch gemeinsam: "Typischerweise sind sie in Ungnade gefallen".
Besonders profitable Betriebe geraten am ehesten ins Visier des Staates, um an Personen weitergereicht zu werden, die man für loyaler hält. Natalja Subarewitsch, Professorin für Ökonomie an der Moskauer MGU, bezeichnete die Maßnahmen daher als "derzeit größte Gefahr für die russische Wirtschaft". Vermögenswerte könnten aus jedem beliebigen Grund eingezogen werden. "Man kann wegen einer Aufenthaltserlaubnis in einem anderen Land enteignet werden", so Subarewitsch. Es genüge auch der Verdacht, ausländische Staaten oder Organisationen zu unterstützen.
