02.03.2026, 09:42
(02.03.2026, 02:33)Broensen schrieb: Selbst wenn sie sich am Design zweier Fregattenklassen parallel offensichtlich übernommen haben, sehe ich keinen Anlass, von "verarscht" zu sprechen.
Ich persönlich gehe immer noch davon aus, dass Damen den bürokratischen Aufwand, den militärischer Schiffbau in Deutschland mit sich bringt, gnadenlos unterschätzt hat. Dazu noch die Software-Probleme als "Todesstoß".
Was man Damen fragen muss ist, warum man nicht frühzeitig auf die alte Software-Suite umgeschwenkt ist.
Damen hat auch in letzter Zeit relativ erfolgreich Kriegsschiffe abgeliefert, z.B. die Martadinata für Indonesien.
Die sind aber scheinbar alle vor dem Schwenk auf die 3DEXPERIENCE von Dassault entstanden.
Damen selber stellt den Übergang immer noch als relativ erfolgreich dar:
https://www.3ds.com/insights/customer-st...ipbuilding
Ebenso würde es mich nicht wundern, wenn Damen mal am Anfang dachte, man könnte die MKS 180 mit einer "skalierten" SIGMA realisieren, bevor man gemerkt hat, dass man ein komplett neues Schiff entwickeln muss.
Auch die MKS 180 bzw. F126 ist auf ihrem Weg von 2009 (?) bis heute ja deutlich größer geworden.
https://marineforum.online/forderungen-d...lasse-180/
Zitat:Im Zusammenhang mit einem missionsmodularen Konzept sind jedoch auch einige nachteilige Aspekte zu berücksichtigen. So müssen im Design der Plattformen nicht nur Raum und Gewicht für die Missionsmodule berücksichtigt werden, sondern auch der Fall betrachtet werden, dass dieses Zusatzgewicht eben nicht an Bord ist und die entstehenden Freiflächen sinnvoll für anderweitige Zwecke zur Verfügung stehen, anstatt nur „brach zu liegen“.
In der Heimatbasis entsteht ein zusätzlicher personeller, organisatorischer und logistischer Aufwand für Ausbildung und Inübunghaltung des Personals sowie Pflege und Wartung der Module.
Trägerplattformen können gegebenenfalls nicht im gleichen Maße auf die durch ein Modul erlangte spezifische Fähigkeit optimiert sein, wie dies bei Einheiten der Fall ist, die nur für diese eine Hauptaufgabe vorgesehen sind. Modularisierte System können eine etwas geringere Leistungsfähigkeit als fest verbaute Systeme aufweisen. Eine Optimierung des Schiffsentwurfs für die gleichzeitige Einschiffung mehrerer Module und ihre spezifischen Fähigkeit ist nicht immer möglich ist.
Haben wir hier ja zur Genüge thematisiert ...

Zitat:Das MKS 180 könnte dank seiner Modularität ein künftiges Arbeitspferd für die Marine ab 2020 werden.

