Vor 2 Stunden
HANDELSBLATT
Handelsblatt schrieb:Zahl der Piratenangriffe auf den Weltmeeren steigtIn dem Zusammenhang muss man ggf. das letztjährige IndoPazifik-Engagement der Deutschen Marine mit der F125 Jahr in einen anderen Zusammenhang stellen, als den, gegenüber China Präsenz zeigen zu wollen. Evtl. könnte sich da perspektivisch ein Bedarf auftun, die inzwischen tlw. als vergebens aufgebaut angesehenen Fähigkeiten der F125 doch noch aktiv zu nutzen, wenn halt auch dann weiter östlich als in der Vergangenheit.
Handelsschiffe werden immer wieder von Piraten attackiert. Ein Großteil der Angriffe findet auf einer viel befahrenen Route in Südostasien statt.
Die Weltmeere sind unsicherer geworden. 137 Angriffe und versuchte Angriffe zählte das Internationale Schifffahrtsbüro (IMB) mit Sitz in London im vergangenen Jahr. 2024 waren es noch 116. Auch in den drei Jahren davor lag der Wert nicht höher. Das IMB, das eine Meldestelle in Malaysia unterhält, gehört zur Internationalen Handelskammer.
Die Piraten enterten laut Bericht in 121 Fällen Schiffe, sie entführten vier und beschossen zwei. In zehn Fällen blieb es bei einem Angriffsversuch. „Auch wenn viele Zwischenfälle als ‚geringfügig‘ eingestuft werden, bleibt die Lage für Seeleute ernst“, teilte der deutsche Ableger der Internationalen Handelskammer mit.
Allein 80 der Vorfälle ereigneten sich in der viel befahrenen Straße von Singapur, die zwischen Singapur und Indonesien liegt. Das entspricht einem Anteil von 58,4 Prozent. Nach älteren Angaben des Schifffahrtsbüros entfällt auf die Meerenge etwa ein Drittel der weltweiten Handelsströme.
Laut der Statistik waren deutsche Schiffe in acht Fällen von Piraterie betroffen. Die meisten Schiffe der deutschen Handelsflotte sind allerdings unter ausländischer Flagge unterwegs, weil das in der Regel günstiger ist.
