Vor 8 Stunden
Eine Zweitschlagdoktrie wie sie hier immer wieder angesprochen wird ist für uns rechtlich jedoch nicht so einfach machbar. Unsere Rechtsordnung interessiert sich nicht für militärische Notwendigkeiten.
Egal ob mit konventionellen oder unkonventionellen Mitteln. Sie macht bei zivilen Zielen keinen quantitativen oder gar qualitativen Unterschied zwischen einem Zivilisten der Elite oder 1.000.000 Zivilisten. Zivile Ziele, egal ob Infrastruktur oder Einzelpersonen sind für uns rechtlich Tabu. Angenommen eine deutsche Großstadt würde durch einen Nuklearangriff zerstört werden -hätte der IBuk in Berlin keinerlei Spielraum zivile Ziele (wie Kraftwerke) nur mit konventionellen Mitteln anzugreifen. Andernfalls würde er sich und alle an diesem Angriff beteiligten strafbar machen. Ob der IBuk es trotzdem machen würde weiß man natürlich nicht.
Unabhängig von Punkt 1 würde das BVerfG jedem Streben nach strategischen Massenvernichtungswaffen sofort ein Ende bereiten. Siehe oben. Die Klagen würden von allen Seiten hageln. Bei Taktischen würde es hingegen anders aussehen - was natürlich völlig weird ist ( letzten Endes geht es ja nicht um kT oder Verbringungsmittel sondern die Zielzuweisung ) Die Diskussion hatten wir ja auch schon. Keine Ahnung in welche Richtung dieses Konstrukt, das sich mir persönlich nicht erschließt gedacht ist - aber sei's drumm. Ob polnische Nuklearwaffen mehr Sicherheit bieten liegt im Sinne des Betrachters. „Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst“: CDU-Politiker erwägt deutsche Beteiligung an einem europäischen Atomschirm https://www.tagesspiegel.de/politik/them...26602.html
Ich würde auch lieber die Finger davon lassen und mich auf konventionelle Abschreckung und einer Beteiligung an der französischen Poker Übung beschränken. Vlt sogar ein gemischtes D/F Geschwader ( analog Evereux) mit Rafale und EF ECR. Alle potentiellen Gegner sind auch gegen konventionelle Mittel extrem vulnerabel und am Ende weiß niemand wie Frankreich reagiert oder ob alle unsere europäischen NATO Partner Rücksicht auf zivile Ziele ( wie Atomanlagen) nehmen würden. Nuklearwaffen ( insbesondere taktische) sind für Deutschland jedenfalls unnötig bzw. sogar kontraproduktiv.
Da hat QF aus meiner Sicht absolut Recht! Genau wie mit der zivilen Resilienz bzw. dem Mindset. Allgemein würde ich eine gesunde Mischung zwischen Finnland und Südkorea präferieren..
Nebenbei! Wir sind wirtschaftlich, nachrichtendienstlich und militärisch vollkommen von den USA abhängig. Sie hätten unzählige Hebel in der Hand um uns die Luft zu rauben wenn sie wollten.
Egal ob mit konventionellen oder unkonventionellen Mitteln. Sie macht bei zivilen Zielen keinen quantitativen oder gar qualitativen Unterschied zwischen einem Zivilisten der Elite oder 1.000.000 Zivilisten. Zivile Ziele, egal ob Infrastruktur oder Einzelpersonen sind für uns rechtlich Tabu. Angenommen eine deutsche Großstadt würde durch einen Nuklearangriff zerstört werden -hätte der IBuk in Berlin keinerlei Spielraum zivile Ziele (wie Kraftwerke) nur mit konventionellen Mitteln anzugreifen. Andernfalls würde er sich und alle an diesem Angriff beteiligten strafbar machen. Ob der IBuk es trotzdem machen würde weiß man natürlich nicht.
(Vor 11 Stunden)Frank353 schrieb: Wurden die rechtlichen Hürden, die technischen Herausforderungen und die politischen Auswirkungen schon diskutiert?
1) Rechtliche Situation:
Atomwaffensperrvertag müsste gekündigt werden: Geht mit kurzer Kündigungsfrist
4 plus 2 Vertrag müsste gekündigt werden, was ein schwerer Vertragsbruch ggü. 4 Atomstaaten wäre
2) Technische Herausforderungen
Wiederaufbereitungsanlage müsste gebaut werden
Mind. ein Forschungsreaktor, besser Atomkraftwerke
Mittel- und Langstreckenraketen und ein Trägerflugzeug müssten entwickelt werden
3) Politische Auswirkungen
Vermutlich Androhung von Boykott und Strafzahlungsforderungen sowie militärische Drohungen von sehr sehr vielen Ländern
Man müsste daher alles heimlich vorbereiten, wie die Israelis, Südafrikaner, Spanier, vll. Japaner. In Deutschland aktuell unmöglich, da keine homogene Gesellschaft mehr.
Unabhängig von Punkt 1 würde das BVerfG jedem Streben nach strategischen Massenvernichtungswaffen sofort ein Ende bereiten. Siehe oben. Die Klagen würden von allen Seiten hageln. Bei Taktischen würde es hingegen anders aussehen - was natürlich völlig weird ist ( letzten Endes geht es ja nicht um kT oder Verbringungsmittel sondern die Zielzuweisung ) Die Diskussion hatten wir ja auch schon. Keine Ahnung in welche Richtung dieses Konstrukt, das sich mir persönlich nicht erschließt gedacht ist - aber sei's drumm. Ob polnische Nuklearwaffen mehr Sicherheit bieten liegt im Sinne des Betrachters. „Thema wird nur mit der Kneifzange angefasst“: CDU-Politiker erwägt deutsche Beteiligung an einem europäischen Atomschirm https://www.tagesspiegel.de/politik/them...26602.html
Ich würde auch lieber die Finger davon lassen und mich auf konventionelle Abschreckung und einer Beteiligung an der französischen Poker Übung beschränken. Vlt sogar ein gemischtes D/F Geschwader ( analog Evereux) mit Rafale und EF ECR. Alle potentiellen Gegner sind auch gegen konventionelle Mittel extrem vulnerabel und am Ende weiß niemand wie Frankreich reagiert oder ob alle unsere europäischen NATO Partner Rücksicht auf zivile Ziele ( wie Atomanlagen) nehmen würden. Nuklearwaffen ( insbesondere taktische) sind für Deutschland jedenfalls unnötig bzw. sogar kontraproduktiv.
Da hat QF aus meiner Sicht absolut Recht! Genau wie mit der zivilen Resilienz bzw. dem Mindset. Allgemein würde ich eine gesunde Mischung zwischen Finnland und Südkorea präferieren..
Nebenbei! Wir sind wirtschaftlich, nachrichtendienstlich und militärisch vollkommen von den USA abhängig. Sie hätten unzählige Hebel in der Hand um uns die Luft zu rauben wenn sie wollten.
