Gestern, 04:32
(09.01.2026, 11:05)HansPeters123 schrieb: Ich spreche zwar als absoluter Laie aber ich denke Mal, dass bei der jetzigen Frühwarnung vll eher US Satelliten eine Rolle gespielt haben?Nach Angaben der Ukraine—ob die zutreffen, ist eine andere Frage—dürften deren wichtigste Informationsquelle zu bevorstehenden Waffeneinsätzen Spione oder Spezialkräfte am Boden sein. Möglich wäre es immerhin, denn beide verbürgten Angriffe erfolgten von Astrachan aus, wo der HUR auch schon Sabotageakte verübt hat.
(09.01.2026, 11:54)DorJur schrieb: Davon kann man ausgehen. Aber ich finde interessant, was unabhängig davon das neue Radar an Leistung erbringt oder auch nicht erbringt. Immerhin wird es als Meilenstein der nationalen Frühwarnung beworben…Mit öffentlich einsehbaren Angaben ist das ja immer so eine Sache, aber zumindest ihnen zufolge dürfte das Radar in Holzdorf am 08.01. keine große Rolle gespielt haben. Die Entfernung Holzdorf-Lemberg beträgt bereits fast 900 km Luftlinie; die Entfernung zum Startplatz der Rakete (Kapustin Jar) fast 3.000 km Luftlinie.
Dem Super Green Pine-Radar wurde bei der Indienststellung im Dezember durch die Luftwaffe eine Reichweite von "fast 1.000 km" zugesprochen; Wikipedia spricht von 800 bis 900 km. Das scheint mir dagegen zu sprechen, dass die Trägerrakete geortet werden konnte.
(09.01.2026, 08:43)DorJur schrieb: Wenn solche Waffen wie die Oreschnik als Terrorwaffen eingesetzt werden, also jenseits der strategischen bzw. atomaren Dimensionen, macht das Arrow 3 System für mich mittlerweile deutlich mehr Sinn.Bis 2024 haben selbst manche Experten angezweifelt, dass Arrow 3 für Deutschland sinnvoll sei, mangels Bedrohungen (in technischer Hinsicht); aber es dürfte inzwischen klar sein, dass die Scholz-Administration von der Existenz der Rakete wusste, als sie dafür eintrat.
Außerdem wurde der (von Russland gebrochene und jetzt nicht mehr gültige) INF-Vertrag seinerzeit ja nicht ohne Grund geschlossen; MRBMs und IRBMs bieten den Russen eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, das Kräftegleichgewicht in Europa nachhaltig zu stören, ohne dafür interkontinentales Schlagpotential gegen die USA und China opfern zu müssen.
Jede Wette, dass Moskau wieder verstärkt auf Mittelstreckenraketen setzen wird.
