Vor 7 Stunden
(Heute, 01:57)DrKartoffelsalat schrieb: Ja, gerne durchaus sowas wie einen Euro-Fire-Control-Loop der als Rack in die Einheiten gestellt werden kann, welcher Schnittstellen zu Sylver/Mk 41 enthält, Koordination verschiedener europ. Flugkörper modular unterstützt, sowie softwareseitig standardisierte Schnittstellen zu allerhand verbreiteten CMS' in europäischen Marinen hat.Unteranderem das versucht man mit NEREUS anzugehen, obgleich ein standartisiertes europäisches CMS noch in weiter Entfernung liegt. Das klingt erstmal einleuchtend und sinnvoll wäre es auch, aber eine Modularität wie du sie dir vorstellst, wird in der Praxis kaum zu erreichen sein, zumindest im aktuellen Zustand. Nicht nur müsste diese Software mit allerlei fremden Interfaces klarkommen (was noch machbar sein sollte), sie müsste zudem auch mit verschiedenen Integrationstiefen arbeiten können und über einen Universaladapter für ECM/ESM verfügen können. Dazu kommen noch Laser und HPM (von denen wir noch nicht wissen, wie sie sich innerhalb eines FCLs verhalten werden) sowie die Unterstützung von Zielauflösung und Uplink/Downlink. Alles in mindestens 3-facher Ausführung bei der Fülle an Systemen die es in Europa gibt.
Das würde wie gesagt wahrscheinlich nur dann funktionieren, wenn sämtlich Hard- und Software auf entsprechende gemeinsame Standards ausgelegt wird. Stichwort NEREUS, aber das dauert natürlich bis man da überhaupt mal auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt hat. Aber grundsätzlich hast du recht, diese Standartisierung ist lange überfällig.
Allerdings wird das nur auf europäische Hard- und Software beschränkt sein. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Standards von außereuropäischen Staaten übernommen werden würden.
Zitat:Der IT-ler in mir, der bekommt bei dem Einwurf "Software-Integration so hart" immer Zuckungen. Ich arbeite in einer Welt von geregelten Protokollen und standardisieren Software-Schnittstellen. Das standardisierte Schnittstellen für sowas nicht schon lange existieren ist für mich schlicht unverständlich.Sinnhaftigkeit und Benutzerfreundlichkeit stehen leider oft in Konkurrenz zu monetären Interessen. Rüstungskonzerne profitieren davon, bei ihren Softwareprodukten Integrationsarbeit, am besten noch lifecycle support, leisten zu können/müssen.
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@Broensen
Zitat:Es ist halt ein Unterschied zwischen der erforderlichen Einbindung und Förderung nationaler Rüstungsindustrie aus Gründen der nationalen Rüstungsautonomie und der blinden Subvention von privatwirtschaftlichen Gewinnen oder dem Erhalt gewerkschaftlich organisierter Arbeitsplätze.Dem kann ich nur zustimmen.
