Gestern, 16:45
(Gestern, 15:26)ObiBiber schrieb: tiefliegende anti Schiffsraketen oder Hyperschallflugkörper werden auch nicht früher entdeckt…Es stimmt zwar, dass bzgl. tieffliegender Bedrohungen der Radarhorizont ein generelles Problem darstellt, aber das sind auch weniger die Bedrohungen, um die es geht.
alleine wegen Erdkrümmung… die Radarreichweite der F123B, F124, F125 und A200 ist höher als die Reichweite der Effektoren… bedeutet man entdeckt die effektoren bestenfalls deutlich außerhalb der maximal Reichweite der SSSM Block 2… bestenfalls kann man die Ziele nahezu auf maximaler Reichweite bekämpfen…
und hat im Notfall im Nahbereich auch noch diverse abwehrmöglichkeiten!
Bei ballistischen Raketen hingegen wird der Faktor Zeit zum Problem, wenn diese nicht frühzeitig detektiert werden können, um eine mehrschichtige Abwehr einleiten zu können. Und da hilft ein entsprechend leistungsfähiges Radar.
Zitat:das ist aber nicht die Masse der Bedrohungen…Die Masse irrelevant, bzw. bedingt sie nur die erforderliche Magazintiefe.
Wichtig ist, gegen welche Bedrohungen man sich nicht schützen kann, denn genau diese wird der Gegner konzentriert einsetzen. Gegen ein Schiff mit 64xESSM und 42xRAM werden die Russen nicht eine Handvoll Standard-AShM verschwenden, sondern eben genau die Waffen zum Einsatz bringen, gegen die so eine Plattform schlecht geschützt ist, also bspw. TBM.
Zitat:bzw gegen gegnerische Flugzeuge setze ich eh besser eigene Luftwaffe ein…Flugzeuge selbst sind nicht das Thema, sondern von diesen auf viele Hundert Kilometer eingesetzte Marschflugkörper und eben ballistische Raketen.
(Gestern, 16:01)Milspec_1967 schrieb: Kampfkraft in Bezug auf AAW long Range sehe ich hier gar nicht, da zumindest Ostsee und Nordsee bei Ballistikangriffen bis Anfang 2030er genügend Land basierende Kräfte haben sollten (aus allen Anlieger Nationen) , um zumindest Nord und Ostsee zu schützen...Für Nord- und Ostsee brauchen wir aber auch keine zusätzlichen A200, dafür reicht die Bestandsflotte inkl. Korvetten aus, wenn die eh nur da eingesetzt werden kann.
Es geht um das Nordmeer und die Frage, ob wir uns mit unserem ASW-Verbund auf GIUK zurückziehen müssen oder auch tatsächlich im Nordmeer operieren können. Mit nur ESSM-bewaffneten Schiffen, sind wir auf eine hohe Distanz zu russischen Luft-, Land- und Überwasserkräften angewiesen und können mMn in den Gewässern zwischen Grönland, Norwegen und Spitzbergen nicht ohne Verbandsflugabwehr operieren. GIUK zu schützen, bringt uns aber nicht viel, wenn im Atlantik keine Konvois der US-Amerikaner zu erwarten sind.
