(See) Korps Mariniers und Seebataillon
Na wenn man das im Ernstfall abliefert kann man für sich selber nur hoffen in dem Moment ja weit weg zu sein.
Und da geht’s dabei nicht mal um Jagdkampf . Aber man kann sich durch das Video sehr gut vorstellen warum bei allen anderen Länder die Verbringung unter Wasser erfolgt bei jagdkommandos usw.
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alphall31:

Könntest du deine Kritik noch konkretisieren? Was genau findest du hier schlecht?
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(09.03.2026, 21:00)Quintus Fabius schrieb: 26er:

Was ist dein Verständnis von maritimen Jagdkampf? Hast du dazu nähere Vorstellungen und/oder Informationen?

@Quintus Fabius:
Die Frage ist ja weniger wie ich das sehe, sondern was die Planer der Marine vorhaben. Von offizieller Seite gibt's hier nur bruchstückhafte Informationen.

Der Inspekteur der Marine hatten dazu vor einem Jahr Folgendes gesagt:
"Das Seebataillon soll zukünftig als land- und seebewegliche Infanterie in Küstengewässern und im küstennahen Raum an Land zum Einsatz kommen. Also weg von defensiven Schutz- und Sicherungsaufgaben, hin zu offensiver Gefechtsführung als Teil der Operationen der Marine und zum Schutz verteidigungswichtiger maritimer Infrastruktur. Der maritime Jagdkampf ist dabei ein besonderes Einsatzverfahren für infanteristische Kräfte und zeichnet sich durch kleine, flexible, auf sich gestellte Manöverelemente mit hoher taktischer Mobilität auf dem Wasser aus, die unter anderem „Raids“ durchführen. Das sind rasche Vorstöße, auch hinter feindliche Linien. Das machen Schweden und Finnen ähnlich."

https://www.reservistenverband.de/magazi...iew-kaack/

Schaut man sich die Social Media Beträge der Marine oder einzelnen Verbände an, dann scheint es so, dass hier nun endlich ein Umdenken einsetzt und das Seebataillon tatsächlich eher in dieser Art eingesetzt werden soll. Das fängt damit an, dass das beübt wird, u.a. auch bei Freezing Winds 2025 in Finnland. Für mich auch sehr interessant zu sehen, dass Mells vorhanden und eingesetzt wurde:

https://www.youtube.com/shorts/lQffrrJXpOE

Über was aus meiner Sicht sehr wenig gesprochen wird, ist der seeseitige Schutz der deutschen Küsten und der Schifffahrt vor Überwasserdrohnen. Wir hatten das Thema bei den Kampfbooten mal leicht andiskutiert, aber ein großer Teil der Kapazitäten wäre hier tatsächlich nötig. Es geisterte auch die Forderung nach ca. 40 Booten durch die Medien. Den amphibischen Kleinkrieg sehe ich daher eher als Zusatz- oder Zweitbefähigung an.
Letztendlich braucht es dazu auch eine Abgrenzung zu den Aufgaben der Spezialkräfte.
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Zitat:Die Frage ist ja weniger wie ich das sehe, sondern was die Planer der Marine vorhaben.

Meine Frage aber war durchaus so gemeint, was deine Ansicht dazu ist, und eben nicht die der Marine.
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(Gestern, 21:07)Quintus Fabius schrieb: Meine Frage aber war durchaus so gemeint, was deine Ansicht dazu ist, und eben nicht die der Marine.


@Quintus Fabius:
Meine Ansicht ist, dass aus dem Seebataillon eine "richtige" Marineinfanterie mit offensiven Fähigkeiten gemacht werden soll, d.h. weg von Force-Protection. Der Schutz der deutschen Stützpunkte ist zu den Reserveeinsatzkompanien und den gerade im Aufbau befindlichen Ausbildungs- und Schutzkompanien (aktiv) übergegangen. Organisatorisch gehören diese Kompanien zu den Stützpunktkommandos.

Die Spezialisierung der Marineinfanterie ist die Aufklärung/ Überwachung und der Kampf im küstennahen Bereich, sowohl gegen See- als auch Landziele, idealerweise auch mit schweren landgestützten Fk's auf LKW's und leichten Fk's (Mells) land- und seegestützt, Verbringung erfolgt mittels Booten, Hubschrauben und evtl. auch mal mit leichten Fahrzeugen. Boarding findet als Nebenaufgabe weiterhin statt. Haupteinsatzräume sind Norwegen und der komplette Ostseeraum.

Wie bereits geschrieben sehe ich in der westlichen Ostsee eher den seeseitigen Schutz der Schifffahrt und ggf. maritimer Infrastruktur mittels Booten. Wichtig ist auch eine Vernetzung der Sensoren. Sinnvollerweise würden die Boote hier in eigenen Bootskompanien zusammengefasst.

Den sog. maritimen Jagdkampf sehe ich eher in landseitig schwer zugänglichen Gebieten:
1. defensiv: um zu verhindern, dass russische Spezialeinheiten in diesem Gebieten ungestört operieren, d.h. diese Gebieten zu überwachen
2. offensiv: im Falle einer russischen Invasion, im dortigen rückwärtigen Raum Unruhe stiften, oder das Lagebild zu verdichten (Nord-Norwegen, Estland, Finnland)

Angriffe auf strategische Ziele an Land wie Radarstationen usw. sehe ich in erster Linie bei Spezialkräften. Die Frage ist, wie es in einem großen Krieg mit den Kapazitäten aussieht. Die Briten haben deshalb auch Aufgaben der Spezialkräfte zu den Royal Marines ausgegliedert.

Aber wie bereits geschrieben, beschäftige ich mich mittlerweile eher mit Dingen, die ich selbst beeinflussen kann und nicht, was ich mir wünscheSmile
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