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Ehrerbietung bis zur Selbstverleugnung bringt ihm bereits NATO-Generalsekretär Rutte entgegen, und dennoch scheint Trump wenig Interesse an dieser Organisation zu haben. Ja, er ist sogar bereit, gegen ein NATO-Mitglied militärisch vorzugehen. Allein seine diesbezüglichen Äußerungen sind bereits unfassbar.
Ursula von der Leyen wird von Trump einem kürzlichen Interview zufolge respektiert, weil sie einerseits den direkten Kontakt zu ihm sucht, andererseits aber auch hartnäckig ist und Widerspruch äußert. Und auch hier ist noch die Frage, was uns das als EU, z. B. beim Stichwort Zölle, tatsächlich genützt hat.
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Rutte hat verstanden was man tun sollte, ist in seiner Position aber nicht relevant für Trump. Nato ist für ihn deckungsgleich mit Europa und die europäischen Führungsfiguren können es eben nicht.
Hinsichtlich seiner Äußerungen bezüglich Grönland haben wir das nächste Problem. Jeder der in Europa relevant politischer Verantwortung trägt sollte mittlerweile verstanden haben wie Trump Verhandlungen führt. Seine Maximalforderungen haben sehr wenig mit dem zu tun was er erreichen will und noch weniger mit dem womit er den Verhandlungstisch wieder verlassen würde. Wer nach zehn Jahren Trump ernsthaft meint, dass er morgen in Grönland einmarschiert, weil er irgendwas von 'We need Greenland' in die Mikrophone palavert und die Frau irgendeiner White House Figur ein Grönland-Meme postet hat Trumps Modus Operanti nicht verstanden. Das die Europäer abermals darauf reinfallen wird den Preis den Trump am Ende vom Verhandlungstisch wird mitnehmen können nur erhöhen.
Mehr Gelassenheit, Verständnis und Offenheit wären auch hier der richtige Ansatz gewesen. Konfrontation erreicht nichts und treibt nur den Preis.
Bezüglich Ursula glaube ich, dass sie in Trumps Weltbild nur knapp mehr Relevanz entfaltet als Rutte. In Ruhe Kontakt suchen ist aber garnicht falsch. Hätte sie ihm gleichzeit öffentlich mehr Honig ums Maul geschmiert wären wir mit den Zöllen auch besser weggekommen.
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(12.01.2026, 17:57)Nightwatch schrieb: Bezüglich Ursula glaube ich, dass sie in Trumps Weltbild nur knapp mehr Relevanz entfaltet als Rutte. In Ruhe Kontakt suchen ist aber garnicht falsch. Hätte sie ihm gleichzeit öffentlich mehr Honig ums Maul geschmiert wären wir mit den Zöllen auch besser weggekommen.
Tolle Traumwelt, der die Erfahrungen von UK und Schweiz aber in Realität einen Strich durch die Rechnung machen.
Generell, es gibt bei Grönland nichts zu verhandeln, die sind offen für Business, schon seit Jahren, wenn die Firmen in den US nur investieren wollten, was Sie aufgrund der harten Witterung dort aber nicht wollen. Und sicherheitstechnisch gibt's keine Gründe, die sich nicht auch mit NATO-Kontingent lösen ließen. Hat mit Venezuela jetzt auch nicht mehr viel zu tun.
Aber die imperialistischen Ansprüche bekommst du mit Honig um's Maul auch nicht weg. Und wie man am Fall Venezuela sieht, ohne einen fetten Batzen Steuergeld wollen selbst die Öl-Multis nicht da rein. Das war eine komplett unsinnige Aktion mit Hinsicht auf die wahren Gründe. Dieses vorgeschobene "oh der Böse Maduro" kauf ich niemanden mehr ab, das war ein toller Vorwand um sich Rohstoffe einzuverleiben und mehr nicht.
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Dürfen wir auf das Thema mit Venezuela zurück kommen - da gibt es neue Erkenntnisse zum US-Überfall:
Laut Bericht als zivil getarnt: Pentagon nutzte offenbar geheimes Flugzeug statt Militärmaschine
Bericht: Pentagon griff mit als zivil getarntem Flugzeug an
und dann beansprucht der Egomane ja einen neuen Titel:
Nach Entführung Maduros
Trump nennt sich "amtierender Präsident Venezuelas"
Aktualisiert am 12.01.2026, 12:16 Uhr
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@Kongo Erich
Also wenn ich deinen Link öffne und den Beitrag lese, dann wird darauf Bezug genommen, dass die Amerikaner ein getarntes Flugzeug während der Bekämpfung von Drogenbooten eingesetzt hätten. Willst du damit die Operation bzgl. der Verhaftung Maduros nun doch in den Kontext einer Anti-Drogen-Operation setzen?
Schneemann
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@Schneemann
Der Kontext zwischen angeblichen Drogenbooten und Venezuela ist von niemand Geringerem als dem GröPaZ hergestellt und als "Krieg gegen venezolanischen Drogenterror" bezeichnet worden.
Wer bin ich, das nicht zur Kenntnis zu nehmen?
Der Einsatz von zivil getarnten Flugzeugen ist somit ein "Kriegsverbrechen", egal ob beim Angriff auf angebliche Drogenboote oder auf Ziele in Venezuela selbst.
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@Kongo Erich
Hier wird irgendwie, leider schon wieder, recht schnell von einem Kriegsverbrechen gesprochen, dabei ist die Faktenlage recht unscharf. Laut Aussagen von irgendwelchen Zeugen (überlebende Drogenschmuggler selbst?) soll ein Passagierflugzeug mit Waffenschacht involviert gewesen sein?
Da müssen wir jetzt genauer hinschauen. Das kann ein düsengetriebener Seefernaufklärer gewesen sein. Diese tragen aber Kennzeichen. Zudem bin ich mir nicht sicher, ob den ein solcher Seefernaufklärer, wie etwa eine P-8, zur drug interdiction eingesetzt wird. Das wäre ein wenig mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Aber zumindest wäre es kein "getarntes" Flugzeug.
Was also sonst? Für die drug interdiction in der Karibik kommt seitens SOCSOUTH u. a. die Beechcraft Super King Air zum Einsatz (eine zweimotorige Propellermaschine), diese kann vermutlich Hellfire oder auch Griffin einsetzen. Vielleicht auch GBU-69, wobei ich mir nicht sicher bin, ob diese wirklich hierbei eingesetzt wird. Diese Maschinen haben aber wiederum keinen "klassischen Waffenschacht", allenfalls eine Common Launch Tube (CLT).
Und dabei ist wieder die Frage, ob a) diese Maschinen "getarnt" sind (nein, sie haben normalerweise Kennzeichen) und b) wer da wo einen Waffenschacht gesehen haben will? Zumindest stelle ich es mir sehr schwer vor, wenn man eben ggf. in der Dämmerung aus dem Wasser geschossen wurde, entsprechend taub und verwirrt ist, Salzwasser in den Augen hat, sich irgendwo schwimmend an einem Brett festklammert und in ein paar Kilometern Entfernung vielleicht den Schatten einer Maschine abdrehen sieht, dass man diese derart genau beschreiben kann.
Insofern: Das passt alles nicht so ganz sauber zusammen. Ich habe die Befürchtung, dass hier wieder einmal eine Quelle von der anderen ungefiltert und ungeprüft abgeschrieben hat und man irgendwie versucht etwas aufzubauschen.
Schneemann