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Das halte ich für eine sehr gute These. Allein schon die Androhung der Annektion bedeutet Spaltung in der EU.
Die Frage ist allein: ist DT tatsächlich klug genug für so einen Plan oder vielmehr: wer in seinem Umfeld hat sich das ausgedacht?
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Dänemark beschafft jetzt erstmal amerikanische Flugzeuge für eine Überwachung Grönlands.
Es ist wirklich etwas absurd in Anbetracht von den Plänen Trump's...
www.aero.de/news-51515/P-8A-fuer-Daenemarkt-und-vielleicht-F-35-fuer-die-Tuerkei.html
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@Quintus Fabius
Ich gehe persönlich durchaus davon aus, dass Donald Trump in einer Art „ideologiestiftenden“ Rolle am Geschehen mitwirkt aber ich denke, dass jegliche Anwendungsplanung über seinen Vize läuft. Trump war schon während seines mentalen Zenits weder ein sonderlich kompetenter Geschäftsmann, noch ein sonderlich kompetenter Politiker und bei dem… man kann es ja teilweise wirklich nur noch kognitiven Zerfall nennen, den wir zunehmend beobachten glaube ich nicht, dass er persönlich mit der Detailplanung betraut ist. Das wird ihn sein Kabinett auch nicht lassen.
Der wird maximal oberflächlich auf dem laufenden gehalten und gibt Zielvorstellungen weiter, alles andere wird Sache seiner Kabinettsmitglieder sein. Und speziell mit der Zersetzung des europäischen Blocks scheint Vance betraut zu sein, dementsprechend tendiere ich stark dazu, dass die Idee auf seine Kappe geht.
—————
@Bairbus
Zitat:Dänemark beschafft jetzt erstmal amerikanische Flugzeuge für eine Überwachung Grönlands.
Es ist wirklich etwas absurd in Anbetracht von den Plänen Trump's...
In diesem Fall kann ich eine solche Beschaffung tatsächlich mal nachvollziehen. Auf absehbare Zeit gibt es keine europäische Alternative dafür und Dänemark hat keine MPAs im Bestand, dessen Nutzungsdauer man verlängern könnte.
Wenn ein MPA auf A320/321-Basis bereits existieren würde, sähe das wahrscheinlich anders aus. Haben wir verpennt. Ein Grund mehr beim MAWS oder Ersatzprogramm auf die Tube zu drücken.
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Zitat:speziell mit der Zersetzung des europäischen Blocks scheint Vance betraut zu sein, dementsprechend tendiere ich stark dazu, dass die Idee auf seine Kappe geht.
Sehr gute Anmerkung. Dazu passt ja auch, dass Vance selbst in Grönland war.
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Wie genau könnte nun das Playbook für eine Grönlandübernahme aussehen? Ich habe mir darüber Gedanken gemacht. Zwei generelle Annahnen dabei sind, dass die Trump-Administration 1.) unbedingt die volle Kontrolle über Grönland, zumindest aber dessen Ressourcen, erreichen will. Der vorläufige Kompromiss von 2025, wonach die USA auf der Thule Base nunmehr schalten und walten dürfen - ergo ausbauen -, wie sie wollen, und DK verschiedentlich seine Verteidigung stärkt - mehr Luftraumüberwachung, moderneres Headquarter in Nuuk, neues Untersee-Kommunikationskabel -, wäre für die USA demnach nur Zeitgewinn gewesen.
2.) Die USA dabei aber keine direkte Gewalt einsetzt (indem sie etwa das Arktisk Kommando der Dänen in Nuuk im Handstreich übernimmt und absetzt). Verrückt, dass man an sowas mittlerweile denkt. Gleichzeitig aber natürlich jede nur denkbare Art der Demütigung und Zermürbung DKs einsetzt. Wie zuletzt die Streichungen längst genehmigter Windkraftprojekte dänischer Firmen (Orsted/Vestas) vor der Küste der USA unter Verwendung fadenscheiniger Argumente.
Das Playbook sähe nun so aus, dass Trump seinen Sondergesandten Jeff Landry zu Sondierungsgesprächen über Direktinvestitionen nach Nuuk schicken würde. Dies beträfe die Rohstoffprojekte Tanbreez, Kuannersuit (seltene Erden, vorzugsweise Neodym/plus Uran in Kuannersuit) und Amitsoq (Grafit) und Citronen Fjord (Zink, Blei, Titan, Vanadium). Im Fall Tanbreez sind die USA über die Firma Critical Metals Corp, die dort Abbauverträge hat, eh schon indirekt vertreten, da Critical Metals vom Departement of War bezuschusst wird und es auch Abnahmeabsprachen gibt. Hier könnte man sich leicht auch einen direkten Einstieg der USA in die Firma noch vorstellen, ähnlich wie bei MP Materials oder Lithium Americas.
Landry könnte nun mit der grönländischen Regierung derartige Erschließungs- und Abbauverträge schließen, mit lukrativen Versprechen monetärer Beteiligung Grönlands. Im Fall der Uran-Lagerstätte Kuannersuit - einst von Grönland gestoppt wegen Umweltbedenken - würde der Abgesandte die Bedenken zerstreuen durch den Einsatz "modernster Technologien". Flankiert würde das Ganze durch das übliche Trumpsche Social-Media-Dauerfeuer (Bashing der "schrecklichen" dänischen Regierung, Rettung grönländischer Ressourcen vor den Fängen Chinas, AI-Video von Nuuk als Riviera des Nordens usw.).
Dänemark hätte nun zwei Möglichkeiten zu reagieren. Erstens: stille Hinnahme bzw. Pro-Forma-Anschließen durch kleinere Beteiligungen und somit zumindest Lieferungen kleinerer Mengen der Rohstoffe in die EU, gegen Bezahlung an US-Konzerne. Die USA hätten ihr Ziel somit bereits erreicht. Sollte wirklich die Sicherheit der Polarzone ein Anliegen sein, so könnte dies von der erweiterten Thule Base geschehen, etwa mit Langstreckendronen. Zweitens: Verbot der Investitionen durch DK wegen nationalen Sicherheitsbedenken. Einziger Hebel bei einem evtl. Widersetzen der grönländischen Regierung könnte (neben deren theoretischer Absetzung und Einsetzen eines Verwaltungsrates unter dänischer Kontrolle) die Kürzung der jährlichen 520 Mio. Euro Zuschüsse pro Jahr sein.
Letztlich wäre das aber ein Schritt, den die USA kontern könnten. Hier wäre das Vorgehen dann, nachdem sich die grönländische Regierung zunächst DK gebeugt hätte, die Grönländer zum Unabhängigkeitsreferendum zu bewegen, dabei 1 Mrd $ pro Jahr zu versprechen, und im Falle der Unabhängkeit ein Assozierungsabkommen zu schließen, wonach Außen- und Verteidigungspolitik nach Washington gingen. Die Direktinvestitionen könnten hernach selbstverständlich stattfinden und dem Arktisk Kommando würde - so es nicht freiwillig aus Nuuk verschwinden würde - der Strom abgedreht, während sich dort US-Firmen und -(Militär)Administration ausbreiten würden.
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(Gestern, 01:02)Mitleser schrieb: Landry könnte nun mit der grönländischen Regierung derartige Erschließungs- und Abbauverträge schließen, mit lukrativen Versprechen monetärer Beteiligung Grönlands. Im Fall der Uran-Lagerstätte Kuannersuit - einst von Grönland gestoppt wegen Umweltbedenken - würde der Abgesandte die Bedenken zerstreuen durch den Einsatz "modernster Technologien". Flankiert würde das Ganze durch das übliche Trumpsche Social-Media-Dauerfeuer (Bashing der "schrecklichen" dänischen Regierung, Rettung grönländischer Ressourcen vor den Fängen Chinas, AI-Video von Nuuk als Riviera des Nordens usw.).
Zumindest im grönländischen Parlament sind die Fronten klar, alle Parteien die Dänemark präferieren haben sich zusammengeschlossen und halten fast 75% der Sitze. Die einzige Oppositionspartei (hat immerhin bei der letzten Wahl ihre Stimmen auf 25% verdoppelt) will die Unabhängigkeit von Dänemark und würde dafür auch auf die USA setzen. Bei dieser Konstellation wird der Plan nicht aufgehen, dazu müsste die US-Regierung in den nächsten Jahren die Wähler bearbeiten, um passende Ergebnisse zu erzielen.
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Ach was, dass Staatsoberhaupt von Greenland ist ein König !! und MUURRICCAAA !! war schon immer gegen die Tyrannei der Könige ! Yes !
https://x.com/KatieMiller/status/2007541...66/photo/1
Und die Eskimos wurden schon seit Erich dem Roten von den Dänen unterdrückt. Aber fürchtet euch nicht, ihr niedlichen Eskimos, bald kommen Demokratie und Freiheit zu euch !!
MURICA !!!
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Zitat:Im Netz sorgt ein Bild für Aufruhr, das von der Gattin des Trump-Beraters bei X (ehemals Twitter) gepostet wurde. Es zeigt die Umrisse Grönlands in den Farben der US-Flagge. Über dem Bild steht in Großbuchstaben geschrieben „SOON“ (übersetzt: BALD).
https://www.bild.de/politik/ausland-und-...6ef4f455e8
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Geht's also schon los. Dazu die Äußerungen von heute ("brauchen Grönland unbedingt, ist von russischen und chinesischen Schiffen umgeben"), wirken die Überlegungen von gestern mit den Direktinvestitionen fast wie 4-D-Schach. Vielleicht ziehen sie auch einfach rund um die Insel kleine Militärposten hoch, starten dann ungefragt mit der Erschließung der Rohstoffe ("Kostenersatz für Sicherung der Insel") und verspotten die tobenden Dänen.
Im Falle von Kanada könnte es dann mit härteren Forderungen wegen des Frischwassers für Kalifornien, Nevada und Arizona weitergehen. Trump hätte gerne mehr davon, die Kanadier sollen ihre Seen und Flüsse anzapfen, ggf. umleiten. Carney hatte dem bereits eine Absage erteilt.
https://youtu.be/eIEM3X-7U0I?si=ak7Q9lANRvP0qAaS
Es wird nicht langweilig werden.
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Der Witz ist, dass diese Aggression die europäischen Bestrebungen beschleunigen wird, die Allianz mit den USA mittelfristig nicht mehr zu benötigen. Zumal man anfangen kann, sich zu überlegen, ob die USA nicht mittlerweile so weit gesunken sind, dass sie bspw. in einer Artikel-V-Situation sagen würden: Klar helfen wir euch—wenn ihr uns Grönland abtretet!
Wäre ich Xi Jinping, würde ich anfangen, Europa zu umwerben, und die EU (meinen lukrativsten Exportmarkt) als Verbündeten zu gewinnen. Die Gelegenheit war nie günstiger, den sogenannten Westen aufzubrechen.
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(Gestern, 23:13)Mitleser schrieb: Es wird nicht langweilig werden.
Darum wiederholt Trump diesen Stuß ja auch ständig.
Er unterhält seine Wählerschaft, sein Publikum und einige Internetforen.
Wenn man die Worte des POTUS seinen Taten gegenüberstellt, ergibt sich eine ganz erstaunliche Diskrepanz.
Trotz Venezuela. Trotz Zöllen.
In der aktuellen Amtszeit ist Trump mit den Bunkerbrechern auf Iran und einigen Bomben auf Venezuela und Drogen(?)boote für einen POTUS erstaunlich friedfertig.
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