USA vs. Iran
Fabius und Kheibar

Insgesamt ist die Stimmung sehr gut und es herrscht ein fairer sachlicher Ton. Manchmal interpretiert man einen Beitrag vielleicht falsch. Smile

Zum Bombenkrater. Ich bin hier kein Experte, aber es gibt nur zwei Krater, die kreisförmig aussehen. Also entweder haben die Bomben einen kleineren Durchmesser als ein runder Schacht oder sie haben je sechs Bomben exakt durch das gleiche Loch gejagt, weil sonst wäre es ja nicht mehr rund.

Das hiesse ja man könnte 6x mit 13 Tonnen Bomben auf den Zentimeter treffen.
Zitieren
(06.07.2025, 17:52)Frank353 schrieb: Insgesamt ist die Stimmung sehr gut und es herrscht ein fairer sachlicher Ton.

Endlich mal ein positiver Kommentar hier Wink

Zitat:Manchmal interpretiert man einen Beitrag vielleicht falsch. Smile

Nein. Das tust Du wahrscheinlich nicht. Meiner Meinung nach sind wir hier im Forum ja schon eher speziellere Gestalten, wo der ein oder andere zu verschiedenen Themen individuelle Kenntnisse, Interesse, Meinungen und mitunter auch sehr divergierende Überzeugungen und Thesen einbringt. Das macht die Sache ja spannend. Insbesondere, wenn Dich ein Thema interessiert, oder Du persönlich vielleicht ganz anderer Auffassung bist. Das wird ja auch einen Grund haben. Warum sollte man auch in einem Forum, wo Politik, Wirtschaft und Militärtechnik zusammmenfallen seine Zeit noch zusätzlich damit zu verschwenden, in dem man sie dazu verwendet jemandem vollumfänglich zuzustimmen. Und hier hat auch so ziemlich jeder hin und wieder ein wenig Kontra verdient. Jeder Beitrag ist daher natürlich auch eine neue Gelegenheit jemanden aus dieser Runde ein wenig gepflegt zu ärgern, dagegen zu argumentieren, oder sich mal ärgern zu lassen. Mal so, mal so. Das hat halt auch Grenzen. Im Boxkampf ist es der Ringrichter, Im Bundestag die Weinkönigin, und hier die Moderation, die das dann im Zweifel einnorden. Das auszubalancieren. Darin liegt auch das Geheimnis eines besser oder schlechter geführten Formus. Das bekommen die hier in 94,57% der Fälle schon ganz gut. Das ist ok. Heisst aber auch, dass man sich zwischendurch mal Kontra abkriegt; meistens über und manchmal unter der Gürtellinie.

Zitat:Das hiesse ja man könnte 6x mit 13 Tonnen Bomben auf den Zentimeter treffen.

Ich behaupte mal, dass der Luftschaft und auch der erste Krater schon ein paar Meter Umfang aufgewiesen haben dürften. Da mitten rein und dann weiter vorarbeiten. Selbst ein paar Meter Abweichung wird man da wahrscheinlich noch verkraften können.

Mit der gewaltigen Explosionskraft wurden ja gewaltige Steinmassen zerbröselt. Wir sprechen von 20-30.000 40t LKW Ladungen. Da wurde ein Teil des Berges schlicht zu einem Schutthaufen zerbröselt wie im Tagebau, nur eben unterirdisch. So stelle ich mir das Schadensbild vor. Die Frage ist trotzdem nicht geklärt, was noch übrig ist.
Zitieren
War so ein ähnlicher Ablauf nicht auch die Story vom 2 Teil Top Gun ?
Zitieren
Genau und Star Wars Ep. 4 Big Grin

Kheibar Shekan

Vielen Dank. Ich stimme dir zu.

https://www.bzbasel.ch/leben/nahost-konf...ld.2786120

Anbei ein Link, der einen Schacht mit einem Durchmesser von rund 4m zeigt. Der Originalschacht wsr wahrscheinlich sogar größer. Es ist also durchaus möglich. Es war mir nicht bewußt, dass die Krater so gross sind, daher dachte ich die Bomben hätten die Form erzeugt. Di hast vollkommen recht.
Zitieren
Das wird spannend:
Zitat:USA und Iran planen offenbar direkte Gespräche
Stand: 06:58 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat ein Treffen zwischen Vertretern der USA und dem Iran bestätigt. „Wir haben Gespräche mit dem Iran angesetzt, und sie wollen das“, sagte Trump Reportern in Washington. „Sie wollen reden.“
...
allerdings war das seitens des Iran ja schon vor den israelischen Angriffen der Fall. Die zwischenzeitlichen Bombardements haben diese Gespräche also zurück geworfen.
Und nebenbei wird dann in dem Artikel auch ausgeführt:
Zitat: ...
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian sagte in einem am Montag veröffentlichten Interview, die US-Luftangriffe hätten die Nuklearanlagen seines Landes so stark beschädigt, dass die iranischen Behörden noch immer nicht in der Lage seien, sie zu betreten, um die Zerstörung zu begutachten.

Pezeshkian fügte in dem Interview mit dem konservativen amerikanischen Fernsehsender Tucker Carlson hinzu, dass der Iran bereit sei, die Zusammenarbeit mit der UN-Atomaufsichtsbehörde wieder aufzunehmen, sich aber noch nicht dazu verpflichten könne, deren Inspektoren ungehinderten Zugang zur Überwachung der Anlagen zu gewähren.

„Wir sind zu einer solchen Überwachung bereit“, sagte Pezeshkian. „Leider sind infolge der unrechtmäßigen Angriffe der Vereinigten Staaten auf unsere Nuklearzentren und -anlagen viele der dort befindlichen Ausrüstungsgegenstände und Einrichtungen schwer beschädigt worden.“
Zitieren
(24.06.2025, 19:02)Schneemann schrieb: Aber die Perser schlagen zurück! Beschießen eine US-Basis in Katar. Achtung, Trommelwirbel! Anscheinend mit genauso vielen Raketen, wie GBU-57 eingesetzt wurden. Die werden wohl irgendwie abgefangen, eine kommt anscheinend vom Kurs ab, fliegt irgendwo hin.

Inzwischen deuten Satellitenbilder darauf hin, dass die iranische Rakete sich auf ihren vermeintlichen Abwegen exakt im Radome einer für die US und CENTCOM Kräfte nicht ganz unwichtigen Satcom Anlage verheddert hat.

Vorher:
https://i.iranintl.com/images/rdk9umy0/p...uto=format

Nachher:
https://i.iranintl.com/images/rdk9umy0/p...uto=format

--> 6 Schüsse, 83% abgewehrt, Ziel zerstört.
Zitieren
Zitat:https://x.com/MonitorX99800/status/1944691758509740292
⚡Photos from US's al-Udeid Air Force Base in Qatar shows damage to a radar unit.

Das System diente der satellitengestützten Datenkommunikation der US Streitkräfte. Als minimaler militärischer Eröffnungszug war die Wahl des Ziels nachvollziehbar. Vom Schadensbild war dafür wahrscheinlich eine SRBM (so aus der <700km Liga) verantwortlich, keine schwere MRBM. Die demonstrierte Präzision in Verbindung mit der Druckwelle eines Treffers haben bereits ausgereicht, um sowohl das Radar als auch das Gebäude daneben zu zerstören. Daher war auch die Wahl der Waffe nachvollziehbar.
Zitieren
Der Friedensfürst (der sich einen Friedensnobelpreis erhofft) droht wieder
Proteste im Iran dauern an - Trump droht mit Einmischung
Stand: 02.01.2026 17:23 Uhr
Zitieren
Man sollte aber vielleicht, wenn man sich schon alleine über Trump echauffiert, auch den Kontext betonen: In Iran gibt es derzeit massive Proteste, und übrigens nicht nur von Studenten etc., sondern auch von mittelständischen Schichten, mit vermutlich bislang rund einem halben Dutzend Todesopfern.

Schneemann
Zitieren
(Gestern, 21:26)Schneemann schrieb: Man sollte aber vielleicht, wenn man sich schon alleine über Trump echauffiert, auch den Kontext betonen: In Iran gibt es derzeit massive Proteste, und übrigens nicht nur von Studenten etc., sondern auch von mittelständischen Schichten, mit vermutlich bislang rund einem halben Dutzend Todesopfern.

Schneemann

Genau, ähnlich wie in Venezuela dürfte auch die Mehrheit im Iran darüber froh sein wenn sie die Autokraten los wäre.
Zitieren
Vermutungen über Wünsche in einem angegriffenen Land - wenn auch noch so wahrscheinlich - rechtfertigen keine kriegerischen Auseinandersetzungen. Völkerrechtlich ist das längst geklärt, und etwa hinsichtlich der russischen Invasion im Donbass "zum Schutz der dort unterdrückten und verfolgen Russen" auch bei uns unumstritten.
Zitieren
Hmm, naja, verstehe. Ich bin zwar kein Freund von der Formulierung, dass man "sich keine fremden Einmischungen in interne Angelegenheiten" wünscht - eine der üblichen Floskeln von autoritären Regimen übrigens -, aber ich denke, dass ich weiß, was du meinst. Überspitzt gesagt: Es sind doch allenfalls totgeschlagene Perser - da sollten wir denn doch deutlich entspannter sein. Cool

Schneemann
Zitieren
Die Überspitzung empfinde ich als "polemisch". Das mag ich so nicht, auch wenn es "kein Mensch verdient, unter solchen Bedingungen leben zu müssen"

Für mich ist klar, dass es die Möglichkeit für eine kriegerische Auseinandersetzung nur gibt
a) im Wege der Selbstverteidigung (wie jetzt durch die Ukraine) oder
b) im Wege der Ermächtigung durch die UN (wie seinerzeit im Korea-Krieg).

Und wir müssen - wenn es nicht letztendlich zu chaotischen Machtkriegen und ihrem unendlichen Leid führen soll - die Normen und Regeln des Völkerrechts einhalten und respektieren sowie ggf. auch durchsetzen. Das gebietet schon der Selbsterhaltungstrieb, der den Einsatz der heute verbreiteten Massenvernichtungswaffen verhindern müsste.

Eine "Selbstermächtigung", wie beim Bush-Überfall auf den Irak ist damit nicht vereinbar.
Zitieren
@Kongo Erich
Zitat:Die Überspitzung empfinde ich als "polemisch". Das mag ich so nicht, auch wenn es "kein Mensch verdient, unter solchen Bedingungen leben zu müssen"
Das Thema hierbei ist doch, dass es zumindest zu großen Teilen nur deswegen einen solchen Widerhall findet, weil es Trump in seiner unnachahmlich pompösen Art so gesagt hat. Hätten ein Biden oder Obama das gesagt, oder es zumindest ähnlich formuliert, wäre die Kritik wesentlich sanfter gewesen und im Kern hätten viele wohl genickt. Aber bei Trump wird wieder ein Drama daraus gemacht, natürlich weil er selbst auch ein polternder "Dramatiker" ist.
Zitat:Für mich ist klar, dass es die Möglichkeit für eine kriegerische Auseinandersetzung nur gibt
a) im Wege der Selbstverteidigung (wie jetzt durch die Ukraine) oder
b) im Wege der Ermächtigung durch die UN (wie seinerzeit im Korea-Krieg).

Und wir müssen - wenn es nicht letztendlich zu chaotischen Machtkriegen und ihrem unendlichen Leid führen soll - die Normen und Regeln des Völkerrechts einhalten und respektieren sowie ggf. auch durchsetzen.
In der Theorie gibt es da im Grunde nichts gegen einzuwenden.

Aber wir wissen beide, dass die Praxis ganz anders aussieht. Der Ukraine bleibt nichts anderes übrig, als notgedrungen zu kämpfen. Von den sogenannten internationalen Institutionen wird sie wenig erwarten können, wenn der Aggressor selbst im Sicherheitsrat sitzt und alles abbügelt. Und im Falle Koreas 1950 war es reiner Zufall, dass ein Beschluss zum Eingreifen der UN getroffen und dass der Norden zum Aggressor erklärt werden konnte, da die Sowjets das Gremium beleidigt zeitweise verlassen hatten wegen der Nichtaufnahme Pekings. Ansonsten hätte es auch ein Veto gegeben und der US-geführte Einsatz hätte keinen UN-Segen gehabt.

Und wir werden das auch in Zukunft sehen: Sollte Rotchina nach Taiwan ausgreifen, wird es international zwar viele Warnungen, Forderungen und Besorgnisbekundungen geben, aber die UN wird faktisch gelähmt sein, weil Westtaiwans Vertreter im Sicherheitsrat mit stoischer Bronzemiene davon sprechen wird, den Frieden und die Stabilität in der Region zu erhalten und alles abtropfen lassen wird, während im Hintergrund geschossen wird. (Außer, wenn Uncle Sam oder Tokio dann zu Gunsten Taiwans eingreifen, dann wird der Sicherheitsrat natürlich wieder mal angerufen werden.)

So nobel also der Gedanke der internationalen Strukturen ist, so sehr haben sie sich angesichts des Erstarkens von autoritären Multipolaritäten selbst ad absurdum geführt, ja überlebt. Und uns bleibt damit nur die Wahl, entweder wie die holde Unschuld uns an diese Strukturen zu klammern und unterzugehen, oder sie eben auch notfalls auszulegen und hart zu reagieren - aber dann halt eben auch nicht immer völkerrechtlich konform.

Ich schrieb ja auch schon kürzlich, dass wir uns der Situation ausgesetzt sehen werden, dass wir eine Neujustierung des nach dem Zweiten Weltkrieg begründeten Völkerrechtes vornehmen werden müssen.

Schneemann
Zitieren
eine Neujustierung ohne den großen Knall davor, den möglicherweise niemand überleben wird - wie stellst Du Dir das vor?
Zitieren


Gehe zu: