19.08.2024, 17:41
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Venezuela
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20.08.2024, 23:17
(19.08.2024, 05:48)Schneemann schrieb: Ja, laut den offiziellen Verlautbarungen der staatlich gelenkten Medien. Unabhängig überprüfbar ist es aber nicht. Nach Angaben der Opposition - und auch der meisten internationalen Schätzungen - kam Maduro aber auf allenfalls 30%, während seine Gegner geschätzt um die 60% erhalten haben. Auch wenn ich alles andere als ein Freund dieser sozialistischen Regierung bin frage ich mich wer das "unabhängig" überprüfen sollte. Es liegt doch auf der Hand dass die andere Seite genauso wenig unabhängig ist wie die Wahlbehörde Venezuelas. Und ob Schätzungen oder eher Hoffnungen wirklich realitätsnäher als das veröffentlichte Wahlergebnis sind, ich hätte da so meine Zweifel. Wäre dem so würden wesentlich mehr Menschen dort auf die Straße gehen und nicht nur einige Tausend. Ja die Sozialisten haben das Land herunter gewirtschaftet aber das wird schlicht bei vielen Wählern gar nicht angekommen sein, denn Maduro hat dafür die perfekte Ausrede, in dem er es auf die Sanktionen gegen sein Land schieben kann. Interessant dabei dass bei der Wahl elektronische Wahlmaschinen eingesetzt wurden, deren Kommunikation laut Wahlbehörde teilweise gehackt wurde. Andererseits drucken diese Maschinen das Wahlergebnis für jedes einzelne Wahllokal wohl noch einsehbar für anwesende Wahlbeobachter aus. Für mich generell ein Rätsel warum man von der normalen Papierwahl immer mehr abkommt und lieber auf Maschinen setzt.
23.08.2024, 20:04
@lime
Der Darstellung bzw. der Kausalkette kann ich so nicht ganz folgen. Geschätzt kamen unter dem Regime von Maduro seit 2016 mehr als 10.000 Menschen durch willkürliche Polizeihandlungen zu Tode (das ist eine sehr niedrige Schätzung - vgl. hierzu: https://www.hrw.org/news/2019/09/18/vene...poor-areas), mehrere zehntausend Personen wurden inhaftiert und gefoltert, ebenso viele verschwanden spurlos. Ich möchte hierbei mal einen Vergleich bemühen: Im Jahr 1973 putschte das Militär unter Pinochet - übrigens mit Involvierung der CIA - in Chile und beseitigte den sozialistischen Staatsschef Allende. Der Putsch ist recht bekannt und er wurde vielfach verurteilt (berechtigt). In meinem Elternhaus - übrigens sehr liberal bis tendenziell sozialliberal (was nun kein Vorwurf an meine Eltern sein soll) - wurde dieser Putsch als der Beginn von einer der schlimmsten Militärjuntas in Südamerika dargestellt. Und ja, es gab unter Pinochet schwerste Menschenrechtsverstöße, wahllose Morde etc. Um die 5.000 bis 6.000 Menschen wurden ermordet, 3.000 sog. desaparecidos verschwanden spurlos - in den rund 15 Jahren seiner Herrschaft. Ergo: Maduros Regime stellt Pinochet - der übrigens (wenngleich er sich selbst als sakrosankt definieren ließ) selbst dann die Rückkehr zur Demokratie und zu freien Wahlen Ende der 1980er Jahre einleiten ließ - bzgl. der Opferzahlen bereits seit längerem in den Schatten. Insofern: Wer würde oder möchte sich heute hinstellen und fragen, ob es bei der Beurteilung von Pinochets Regime nicht doch auf "die Perspektive ankommt"? Ich lasse die Frage bewusst offen... Schneemann
25.08.2024, 09:13
(23.08.2024, 20:04)Schneemann schrieb: @lime Das mag ja alles so stimmen, aber was genau hat das mit der Wahl Manduros zu tun? Da ich Sozialismus absolut ablehne wäre es mir auch lieber wenn Venezuela eine andere Regierung hätte. Aber ich halte es für naiv zu Glauben dass Manduro seine Wählermehrheit nur durch Wahlbetrug sichern könnte.
27.05.2025, 05:46
Das Trauerspiel geht weiter...
Zitat:Umstrittene Wahlen in Venezuelahttps://www.tagesschau.de/ausland/amerik...t-100.html Schneemann
Gestern, 23:14
Nach neuesten Erkenntnissen hat Venezuela einmal deutschen Kaufleuten gehört:
Zitat:Nicolaus Federmannich hab unter meinen Vorfahren möglicherweise ein paar Fugger oder Welser, und höchstwahrscheinlich auch Karl den Großen. Daher fordere ich nun mein Erbrecht ein und gleichzeitig (Stichworte: Neu-Nürnberg und die Augsburger Familie Welser) Mini.Präsi. Söder auf, diesen Erbanspruch für alle Nachkommen der Welser allgemein sowie der Fugger-Stiftung und von Nicolaus Federmann insbesondere als bayerisches Territorium geltend zu machen, andere wie z.B. US-Ansprüche zurück zu weisen (die Welser waren schon da, als von den USA noch nicht mal geträumt wurde) und vorsorglich einige Kompanien der Gebirgsschützen zum Schutz dieses urbayerischen Territoriums zu mobilisieren. Ich muss der Form halber darauf verweisen, dass die Fugger-Stiftung als weltliche Stiftung nach dem Bayerischen Stiftungsgesetz der staatlichen Fach- und Rechtsaufsicht unterliegt, und daher der Staat verpflichtet ist, für die Erhaltung und Mehrung des Stiftungsvermögens zu sorgen. Jede andere Haltung würde der staatlichen Stiftungsaufsicht den Vorwurf der Untreue und der Verschleuderung des Stiftungsvermögens aussetzen.
Gestern, 23:32
(Gestern, 23:14)Kongo Erich schrieb: Nach neuesten Erkenntnissen hat Venezuela einmal deutschen Kaufleuten gehört Neu sind die Erkenntnisse jetzt nicht. Suche nach El Dorado und so.
Heute, 05:52
Das Problem ist nicht, dass ich den Gedanken nicht reizvoll finden würde - da würde ich Kongo Erich ja sofort zustimmen und vorschlagen, wir sollten auf den Zug zur Aufteilung Venezuelas aufspringen -, sondern der Knackpunkt ist, dass die Rechte der Welser durch Kaiser Karl V. tatsächlich widerrufen wurden und erloschen sind.
Ich hatte das kürzlich nachgeschaut: Es war keine Aussetzung oder Pausierung etc. des Vertrages, sondern faktisch eine Beendigung/Kündigung jedweder Rechte, v. a. deswegen, weil die Welser sich eher auf schnelle Gewinne und die Suche nach El Dorado (da waren auch Hutten und andere involviert) konzentriert und die Entwicklung der Kolonie massiv vernachlässigt hatten. Karl V. war darüber wenig begeistert und hat spanischen Händlern, die die Deutschen raushaben wollten, dann den Vorzug eingeräumt. Insofern: Ich fürchte, das mit unseren altangestammten Rechten dort hat sich leider erledigt. Schneemann |

