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Israel - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Blickpunkt Welt (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=90) +--- Forum: Sicherheitspolitik und Wirtschaft (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=96) +--- Thema: Israel (/showthread.php?tid=3983) Seiten:
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- hunter1 - 14.10.2010 Bissig? Wenn Israel als "man-made monster", "ghastly creation" etc. bezeichnet wird, seh ich da eigentlich nur noch Hetze. Sehr zutreffend daran finde ich eigentlich nur die Ohnmacht, die daraus spricht. Die Ohnmacht, nichts dagegen zu tun können, ausser solche Worte zu gebrauchen. Und natürlich kein differenzierendes Wort zu Israels Gegnern in der Region. Ein Artikel für die Tonne.. - Erich - 15.10.2010 <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/siedlungen106.html">http://www.tagesschau.de/ausland/siedlungen106.html</a><!-- m --> Zitat:Neue Wohnungen ausgeschrieben - Shahab3 - 16.10.2010 Leider wurde erneut ein Terroranschlag von jüdischen Siedlern verübt. Wieder im Palästinensergebiet, wieder mit langfristigen wirtschaftlichen Folgen: <!-- m --><a class="postlink" href="http://presstv.com/detail/146928.html">http://presstv.com/detail/146928.html</a><!-- m --> Zitat:Israeli settlers set olive groves ablaze Hier ein Bericht zu einem ähnlich gravierenden Anschlag vor ein paar Jahren. Scheint eine Aktion zu sein die bevorzugt vor der Erntezeit durchgeführt wird: <!-- m --><a class="postlink" href="http://palestinesolidarityproject.wordpress.com/category/settler-violence/">http://palestinesolidarityproject.wordp ... -violence/</a><!-- m --> Zitat:Settlers Occupy More Land, Destroy Olive Groves - Erich - 17.10.2010 <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.tagesschau.de/ausland/israel940.html">http://www.tagesschau.de/ausland/israel940.html</a><!-- m --> Zitat:Debatte über Loyalitätsgesetz in Israel - Nightwatch - 26.10.2010 Zitat:The war against the Jews<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.jpost.com/opinion/op-edcontributors/article.aspx?id=191899&newsletter=101019&utm_source=Pulseem&utm_medium=Email&utm_campaign=Jpost_Newsletter_19/10">http://www.jpost.com/opinion/op-edcontr ... tter_19/10</a><!-- m --> Lang aber lesenswert. - Schneemann - 26.10.2010 Im Großen und Ganzen hat der Autor in vielen Punkten recht, auch wenn er einer bestimmten Richtung zugeordnet werden muss, es sei aber auch daran erinnert, dass die gegenwärtigen Propaganda-Aktionen der Gegenseite, die auf eine Delegitimisierung Israels hinarbeiten, doch recht leicht ausgekontert werden könnten. Und mit etwas Geschickt würde Israel sogar als moralischer Sieger dastehen. Nur irgendwie tappt Jerusalem oft in Fettnäpfchen... Schneemann. - Kosmos - 27.10.2010 ne, Siedlerbewegung und Staat welcher dies unterstützt können nie als moralische Sieger darstehen, solange Presse- Und Meinungsfreiheit existieren. Krieg ja, denn es ist nun mal schwer heute Landraub als etwas positives zu verkaufen, da muss richtig auf Propagandafront gekämpft werden, zum Glück sind aber die Reihen gut gefüllt. - Schneemann - 27.10.2010 Das ist kein Landraub, sondern die Folge von so grob 4+ Angriffskriegen gegen den Staat Israel. Sonst wäre die Angliederung Kaliningrads an Russland ja auch ein Landraub, der es verdienen würde, das man heute noch dagegen kämpft... :wink: Schneemann. - Shahab3 - 28.10.2010 Zu derartiger Verzerrung von Geschichte und Tagesgeschehen passt: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/die-falsche-version-der-geschichte/">http://www.taz.de/1/politik/nahost/arti ... eschichte/</a><!-- m --> Zitat:Israel verbietet Schulbuch <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.taz.de/1/politik/nahost/artikel/1/siedler-treiben-wohnungsbau-voran/">http://www.taz.de/1/politik/nahost/arti ... bau-voran/</a><!-- m --> Zitat:Nach Israels Baustopp-Aufhebung - Kosmos - 28.10.2010 Zitat:Das ist kein Landraub, sondern die Folge von so grob 4+ Angriffskriegen gegen den Staat Israel. Sonst wäre die Angliederung Kaliningrads an Russland ja auch ein Landraub, der es verdienen würde, das man heute noch dagegen kämpft...ja ja, Siedlungen die 30-40 Jahre später gebaut werden und Palestinenser die 30-40 Jahre später ihr Land verlassen müssen ist eine Folge dieser Kriege , man stelle sich vor wir hätten heute russische Besatzer in Deutschland und Russen die durch ihre Besatzung die Deutschen dazu veranlassen ihr Land zu rüumen um dort russische Städte zu errichten. Ob du da auch eine Möglichkeit finden könntest, Russland als "moralischer Sieger" zu sehen? Aber wenn es um Propaganda geht, dann geht alles, das ist klar. - Nightwatch - 28.10.2010 Man stelle sich vor wir hätten Pommern, Schleißen, Preußen und Posen an den Russen verloren und da würden jetzt 60 Jahre später Slawen siedeln. Nachdem die Besatzer die urdeutsche Bevölkerung von dort vertrieben haben. Ob man da dann eine Möglichkeit finden könnte den Russen als moralischen Sieger zu sehen? Die Jordanier haben den Krieg verloren. Wir auch. Dumm gelaufen für beide Länder. Und nebenbei, kein Pali verliert heute irgendwelche Ländern auf die er einen Anspruch geltend machen kann. Die Ausdehnung der israelischen Ansiedlungen hat ihren Zenit bereits überschritten. - Kosmos - 28.10.2010 Zitat:Man stelle sich vor wir hätten Pommern, Schleißen, Preußen und Posen an den Russen verloren und da würden jetzt 60 Jahre später Slawen siedeln.na also, dann antworte einfach, sind Russen und Polen zu "moralischen Siegern" geworden als sie die Deutschen vertrieben haben? Ja oder nein? Und was ist das für dich, ein völlig legitimes Akt, "die Sache geht in Ordnung"? Zitat:Und nebenbei, kein Pali verliert heute irgendwelche Ländern auf die er einen Anspruch geltend machen kann.das ist kein Problem, wer Waffengewalt hat kann Recht nach seinem Willen beugen. - Nightwatch - 29.10.2010 Kosmos schrieb:na also, dann antworte einfach, sind Russen und Polen zu "moralischen Siegern" geworden als sie die Deutschen vertrieben haben? Ja oder nein?Ehm, ja? Wir haben den Krieg angezettelt und verloren. Jetzt müssen wir die Folgen tragen. - Schneemann - 29.10.2010 Wobei man im Falle Nahost auch nicht nur von "einem verlorenen Krieg" reden kann, sondern beinahe von einem halben Dutzend. Des weiteren muss man die Relationen sehen: Man kann den Wohnungsbau gut finden oder nicht, aber er ist (auch) eine Konsequenz dieser verlorenen Kriege, die von den Gegnern Israels mehr als einmal als Weltanschauungskrieg (gegen Israel) geführt wurde, mit dem Ziel, den anderen (Israel) zu vernichten, ins Meer zu treiben oder sonstwie seine Existenz physisch zu beenden. Letztlich hat Israel, trotz großer Siege, nur ein recht kleines Gebiet wirklich erobert und besetzt (gehalten). Alleine die Westbank ist genau genommen nur ca. (umgerechnet) 70 x 80 km groß (also ca. 5.600 qkm) und wird noch nicht mal komplett von Israel kontrolliert. Und da kann man doch auch mal vorsichtig fragen, ob es denn jemals ein Land gegeben hat, dass 4, 5 oder gar mehr Kriege gegen einen (bzw. mehrere) Aggressor/en gewonnen hat, aber letztlich gerade mal so einen kleinen Flecken Land besetzt gehalten hat (als Kompensation, meinetwegen)? Israel hat darüber hinaus viele eroberte Gebiete auch wieder zurückgegeben (Sinai, Gaza, Südlibanon), die (möglicherweise) jeder andere Kriegssieger kurzerhand kassiert hätte und hat sich dabei auch an UN-Vorgaben gehalten. Insofern: Ich finde es nicht hinnehmbar und verurteile es auch, wenn z. B. irgendwelche radikalen Israelis den Olivenbaum eines Palästinensers anzünden. Aber umgekehrt sollte man auch wirklich mal auf dem Teppich bleiben und hier nicht so einen Zirkus um Siedlungen machen auf einem winzigen Gebiet, das Israel in Kriegen, die man ihm aufgezwungen hat, erobert hat. Ich stelle mal die These auf, dass Länder, die manche User hier durchaus doch gerne hochjubeln, im Falle von gleich mehreren gewonnenen Kriegen gegen einen Feind kurzerhand reinen Tisch gemacht hätten, d. h. die dortige Bevölkerung des Gegners in einer Fluchtwelle wie aus den deutschen Ostgebieten 1945 - 1947 vertrieben und die "gewünschten" Gebiete annektiert hätten. Und darüber dürfte man sich dann schon aufregen. Hingegen gibt es in Israel eine arabische Minderheit, arabischsprachige Ortschilder (entgegen den Behauptungen und geposteten Meldungen mancher User hier; ich konnte mir da vor zwei Wochen selbst ein Bild von machen und die mehrsprachigen Schilder stehen nachwievor! Soviel dazu!), arabische Parteien und auch Mehrsprachenunterricht. Hallo? Wann bitteschön ging den jemals eine Kriegspartei mit seinem Kriegsgegner, der ihm ca. 4-5 Mal bis hin zur Auslöschung an die Gurgel wollte, derart gesittet um? Noch nie! Das sollte man sich vielleicht bitte mal in Erinnerung rufen, bevor hier mit Geschichtsklitterung, Mullah-Sendern oder gar Nazi-Vergleichen (wie in der Vergangenheit hier geschehen) gearbeitet und "argumentiert" wird. Danke. Schneemann. - hunter1 - 29.10.2010 Schneemann schrieb:Ich stelle mal die These auf, dass Länder, die manche User hier durchaus doch gerne hochjubeln, im Falle von gleich mehreren gewonnenen Kriegen gegen einen Feind kurzerhand reinen Tisch gemacht hätten, d. h. die dortige Bevölkerung des Gegners in einer Fluchtwelle wie aus den deutschen Ostgebieten 1945 - 1947 vertrieben und die "gewünschten" Gebiete annektiert hätten. Und darüber dürfte man sich dann schon aufregenHier habe ich einen Einwand: kein Land hat nach heutigen internationalen "Spielregeln" das Recht, ein Territorium in einem anderen Land zu annektieren. Dass dies durchaus geschehen ist, zeigen Vietnam, Tibet und eigentlich auch der Ostblock. Aber allgemein gilt, dass die Besetzung von fremdem Territorium nur vorübergehend sein darf. Die aktuellen Staatsgrenzen sind quasi sakrosankt, natürlich abgesehen von Sezessionsbewegungen oder seit jeher umstrittener Gebiete (wie etwa im Himalaya). Den Israelis hier quasi ein besonders wohlwollendes Verhalten gegenüber besiegten Feinden zuzugestehen, finde ich falsch, da die von Israel besetzten Territorien nach diesen Spielregeln sowieso wieder zurückgegeben werden müss(t)en. So ist das bereits mit dem Sinai geschehen, es fehlt noch der Golan. Was die Westbank betrifft, so hat die einen Sonderstatus. Jetzt kann man natürlich bequem sagen, dass andere Staaten in so einer Situation annektiertes Territorium wesentlich weniger grosszügig zurückgegeben hätten als Israel. Allerdings darf man nicht vergessen, dass es dann evtl. auch zu internationalen Interventionen gekommen wäre, bzw. gekommen ist (siehe 2. GK). Natürlich hängt das immer von der Macht ab, die ein Agressor hat: gegen die Sowjetunion ist niemand vorgegangen. Aber "kleine" Staaten können sich Annexionen eigentlich nicht leisten, da sie dann irgendwann international dermassen unter Druck gesetzt oder von der internationalen Gemeinschaft selbst annektiert werden. Es kommt natürlich auch noch drauf an, ob die betroffenen Staaten überhaupt von Interesse für die internationale Gemeinschaft sind. Dass Marokko seit Jahren die Westsahara besetzt hat, interessiert keine Sau. Aber dennoch: an den "Hot spots" ist die Zeit der dauerhaften Annexion vorbei. Jedenfalls solange, wie die momentanen Spielregeln gelten. |