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Re: Europäische Union - SMSDerfflinger - 18.03.2016 <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.welt.de/politik/ausland/article153447957/Fluechtlingspakt-von-EU-und-Tuerkei-einstimmig-angenommen.html">http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ommen.html</a><!-- m --> Wenn ich das jetzt recht verstehe, bedeutet in diesem Fall "Einstimmigkeit" und im Zusammenhang mit der Obergrenze, dass der Deal nur deswegen zustande kam, weil die Staaten (zumindest die, die mitmachen) ihre Kontingente von der ursprünglichen Verteilung aufnehmen wollen. Da aber bei der ursprünglichen Verteilung noch die Rede von 180.000 war, müssen ja einige Länder gesagt haben: "Ihr kriegt kein Veto von uns, aber Migranten wollen wir auch keine haben." Womit es wieder an der Koalition der Willigen und vor allem Deutschland hängen bleibt. Mir scheint, hier spielt sehr viel die Hoffnung mit, dass sich die abschreckende Wirkung schneller entfaltet, als die Grenze erreicht ist, denn dann müsste wahrscheinlich jeder weitere Migrant nach Deutschland, weil der Rest dicht macht. Ganz abgesehen davon, hofft man wohl auch in diesem Zusammenhang, die Visumsgeschichte hinauszuzögern. Re: Europäische Union - Mitleser - 18.03.2016 Im Grunde ist nichts passiert und wird nichts passieren. Alles Prozesse die sich Monate hinziehen und an Bedingungen geknüpft sind. Das Ausland sieht Merkel vermutlich als ein totes Pferd und die anderen Europäer wollen sie zwar nicht mehr düpieren als unbedingt nötig, was kosten lässt man sich das aber nicht. Sollen die Deutschen mal machen, denkt man sich. War ja deren Idee mit der Einladung. RE: Europäische Union - Schneemann - 30.04.2017 Das hoch umstrittene und ebenso emotional im Vorfeld ausgefochtene Referendum in der Türkei, welches Erdogan es vermutlich ermöglichen wird, sein Präsidialsystem durchzusetzen, beschäftigt auch die EU. Vor allem geht es auch darum, inwieweit aus dem Ergebnis - Erdogan gewann knapp - eine Reaktion der EU (d. h., es geht auch um einen Abbruch der Beitrittgespräche [die allerdings schon davor den Namen kaum mehr verdient haben]) abgeleitet werden soll oder muss. Bislang sind die Reaktionen aber eher verhalten bis zwiespältig, nur Österreich scheint eindeutig Position zu beziehen... Zitat:Nur Österreich ist für Abbruch der Türkei-Verhandlungenhttp://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/nur-oesterreich-ist-fuer-abbruch-der-tuerkeiverhandlungen/story/13724718 Schneemann. RE: Europäische Union - manfredj - 30.04.2017 (30.04.2017, 10:35)Schneemann schrieb: Das hoch umstrittene und ebenso emotional im Vorfeld ausgefochtene Referendum in der Türkei, welches Erdogan es vermutlich ermöglichen wird, sein Präsidialsystem durchzusetzen, beschäftigt auch die EU. Vor allem geht es auch darum, inwieweit aus dem Ergebnis - Erdogan gewann knapp - eine Reaktion der EU (d. h., es geht auch um einen Abbruch der Beitrittgespräche [die allerdings schon davor den Namen kaum mehr verdient haben]) abgeleitet werden soll oder muss. Bislang sind die Reaktionen aber eher verhalten bis zwiespältig, nur Österreich scheint eindeutig Position zu beziehen... Die EU reagiert doch nur noch und macht sich zunehmend lächerlich. Erdogan wird seinen Plan so oder so durchziehen. Nächster Akt wird eine Abstimmung über die Todesstrafe sein, was die Spannungen mit der EU weiter verschärfen wird. Dies wird etwa 60:40 zu Gunsten der Todesstrafe ausgehen. Danach wird er die Türken über einen EU-Beitritt abstimmen lassen. Eine Mehrheit wird dagegen sein und die EU steht dumm da. Erdogan hat sein Ziel erreicht. "Die Demokratie ist nur der Zug auf den wir aufspringen, bis wir unser Ziel erreicht haben." Und der große Witz daran ist, dass er ohne die unfähigen EU-Granden nie soweit gekommen wäre. RE: Europäische Union - Schneemann - 01.05.2017 Zitat:Die EU reagiert doch nur noch und macht sich zunehmend lächerlich. [...] Und der große Witz daran ist, dass er ohne die unfähigen EU-Granden nie soweit gekommen wäre.Wer sagt das denn? Irgendwie passt das nicht unter einen Hut. Ich höre immer wieder - gerade aus der Ecke der EU-Gegner oder auch rechten Populisten -, dass die EU ein Monstrum sei, das alle Fäden in der Hand hält, das alles auf Linie trimmen will, das den Menschen ihre "nationale" Identität raube etc.; zumindest wollen Le Pen, AfD, Wilders und Co. nicht von der EU weg, weil sich die Union lächerlich machen oder unfähig agieren würde. Zitat:Erdogan wird seinen Plan so oder so durchziehen.Hat er schon. Und ob er seine Abstimmung zur Todesstrafe umsetzen wird bzw. diese dann auch gewinnt, bleibt abzuwarten. Ansonsten wird man nur noch beobachten, kritisieren und analysieren können. Zitat:Nächster Akt wird eine Abstimmung über die Todesstrafe sein, was die Spannungen mit der EU weiter verschärfen wird...Ich könnte mir sogar sehr gut vorstellen, dass es gerade dazu nicht kommt. Hinter verschlossenen Türen fühlen türkische Politiker schon seit Wochen vor, inwieweit man die Beziehungen zur EU und auch gerade zu Deutschland wieder verbessern kann, auch weil die Türkei in wirtschaftlichen Problemen sich befindet. Ich vermute, dass nach dem schrillen Getöse um die Volksabstimmung wegen des Präsidialsystems man sich in Ankara wieder beruhigen und eine bessere Zusammenarbeit anstreben will. Und diese leidige Todesstrafen-Geschichte stünde da nur im Weg, weswegen es besser wäre, sie sang- und klanglos einschlafen zu lassen. Schneemann. RE: Europäische Union - manfredj - 09.05.2017 Der Juncker ist ja ein richtiger Witzbold "Bei einer Rede in Bonn erklärte der Luxemburger auf humorvolle Art, wie es ihm gelingt, Russlands Präsident Wladimir Putin unter Kontrolle zu halten: «Ich sage Putin immer, um ihn zu beruhigen: Warum hat Luxemburg Russland noch nicht angegriffen? Wir haben keinen Platz, um die Gefangenen unterzukriegen.»" http://www.lessentiel.lu/de/news/dossier/juncker/story/12858073 RE: Europäische Union - Helios - 13.05.2017 Ich setze es mal hier rein, weil es ja kein primär französisches Thema ist. CDU und FDP scheinen jedenfalls voll im Wahlkampfmodus zu sein, anders ist das wohl nicht zu erklären. Zitat:Macron verwundert über Kritik aus Deutschland Quelle: http://www.faz.net/aktuell/politik/wahl-in-frankreich/f-a-s-exklusiv-macron-verwundert-ueber-kritik-aus-deutschland-15013764.html Relevant: "Lediglich an zwei Stellen einer Rede, die Macron Anfang Januar an der Berliner Humboldt-Universität hielt, finden sich Hinweise auf gemeinsame Schuldentitel. Allerdings ging es dem Kandidaten da ausdrücklich nicht darum, Schulden von Mitgliedstaaten auf die Gemeinschaft umzuwälzen, sondern um ein Instrument für gemeinsame Zukunftsinvestitionen. So plädierte er für „eine gemeinsame Schuldenkapazität, die auf europäischen Verteidigungsbonds beruht“, um die gemeinsame Verteidigungsfähigkeit zu stärken." und die Aussage von Sylvie Goulard „Ich selbst halte Eurobonds für ein mögliches Instrument, um künftige gemeinsame Aufgaben der Europäischen Union zu günstigen Konditionen zu finanzieren. Sie sollen aber nicht dazu dienen, Schulden, die ein Staat in der Vergangenheit gemacht hat, auf die Schultern der anderen Europäer abzuwälzen. Das wird in Deutschland zu Recht abgelehnt.“ Beides wäre in meinen Augen in höchstem Maße begrüßenswert. RE: Europäische Union - manfredj - 13.05.2017 Wie Macron Frankreich sanieren will wird man erst nach der Parlamentswahl sehen. RE: Europäische Union - Schneemann - 25.05.2017 Antrittsbesuch von Präsident Trump bei der EU... Zitat:Trump in Brüsselhttp://www.tagesschau.de/ausland/trump-nato-107.html Schneemann. RE: Europäische Union - Schneemann - 15.06.2017 Die Unsicherheiten bezüglich der Position Washingtons könnte den Abschluss des Freihandelsabkommens zwischen Japan und der EU beschleunigen... Zitat:Handelhttp://www.wiwo.de/politik/europa/handel-eu-will-einigung-mit-japan-zu-freihandelsabkommen-noch-vor-g20-gipfel/19935188.html Schneemann. RE: Europäische Union - Schneemann - 25.06.2017 Und die Angelegenheit scheint nun tatsächlich an Fahrt zu gewinnen, indessen sind nach Recherchen auch erstmals Details bzw. Streitpunkte des bislang doch etwas nebulösen Vertragswerkes bekannt geworden. Und so richtig glücklich dürften manche, die auch schon wütend gegen TTIP gewettert haben (die sich dann allerdings ob ihres "Verbündeten" Trump, dem man sich nun wirklich nicht in seiner protektionistisch-national gesinnten Freihandelsschelte anschließen wollte und konnte, wieder etwas gebremst hatten), wohl nicht werden... Zitat:Handelsabkommen zwischen der EU und Japanhttp://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/handelsabkommen-zwischen-der-eu-und-japan-der-neue-pakt-mit-japan-koennte-die-gemueter-erregen-1.3559218 Schneemann. RE: Europäische Union - lime - 12.10.2017 Die EU versucht gerade eines meiner Lieblingslebensmittel zu verbieten. Wenn durch Fluchtbewegungen auch Terroristen und zehntausende Kriminelle in die EU kommen scheint dies kein Problem zu sein und der Steuerzahler hat das zu finanzieren. Aber schön braun gebrannte Fritten gehen überhaupt nicht und müssen verboten werden. Von anderen Lebensmitteln die dies betreffen wird mal ganz abgesehen. Hier nimmt leider wieder der Wahnsinn seinen Lauf. Manchmal frage ich mich in was für einem Irrenhaus wir leben. Hier der Artikel zum Thema: https://www.derwesten.de/politik/jetzt-verbietet-eu-dunkle-pommes-und-weitere-lebensmittel-id212201043.html RE: Europäische Union - Helios - 12.10.2017 Den Wahnsinn kann man auch daran erkennen, dass Falschbehauptungen über andere Themen in einen scheinbaren Zusammenhang mit der Ursache für den eigenen Unmut gebracht werden um so die eigene Meinung zu beiden Punkten zu stützen. Ich habe es schon einmal gesagt, hier ist nicht der richtige Ort für derart polemische Diskussionen, suche dir dafür bitte eine andere Plattform. Über die jüngste Entscheidung der EU darfst du gern deine Meinung zum Ausdruck bringen, allerdings themenbezogen und mit einer angemessenen Sachlichkeit. Zum Thema selbst hier noch der sachliche Hintergrund: http://www.zeit.de/news/2017-07/19/lebensmittel-krebs-durch-pommes-und-co-eu-plant-regeln-gegen-acrylamid-19143602 Vordergründig ist es ein einfaches Thema, im Detail wird die Sache dann aber doch recht kompliziert. Denn so lächerlich es erscheint, jemandem seine gewohnten Pommes zu verbieten, so schwerwiegend sind die gesellschaftlichen Folgen durch Krebs, die zudem jedes Jahr weiter ansteigen, und so schwierig ist es eine seriöse Aufklärung für die Bevölkerung zu erzielen. Wenn ich lese, dass es in vielen Bereichen der Lebensmittelherstellung Alternativen gäbe, die aus Gründen des Aufwands aber bisher keine Berücksichtigung finden, dann ist eine gesetzliche Regelung durchaus zu begrüßen. Zumal diese im Vergleich zu den Forderungen aus dem Bereich der Verbraucherschützer noch deutlich abgemildert wurde und etwa keine definierten Höchstwerte mehr beinhaltet. Und im Privatbereich kommt das ganze eh nur indirekt zur Anwendung. Insofern letztlich viel Aufregung um wenig Negatives. RE: Europäische Union - lime - 12.10.2017 (12.10.2017, 12:25)Helios schrieb: Den Wahnsinn kann man auch daran erkennen, dass Falschbehauptungen über andere Themen in einen scheinbaren Zusammenhang mit der Ursache für den eigenen Unmut gebracht werden um so die eigene Meinung zu beiden Punkten zu stützen. Ich habe es schon einmal gesagt, hier ist nicht der richtige Ort für derart polemische Diskussionen, suche dir dafür bitte eine andere Plattform. Über die jüngste Entscheidung der EU darfst du gern deine Meinung zum Ausdruck bringen, allerdings themenbezogen und mit einer angemessenen Sachlichkeit. Aus den selben Gründen könnte und müsste dann erst Recht Tabak und Alkohol verboten werden und sicher noch vieles mehr. Nur was nützt es wenn man 100 Jahre alt wird und davon 25 Jahre im Altersheim verbringen muss. Da sterbe ich persönlich doch lieber eher und habe mein Leben genossen. So etwas nennt sich persönliche Freiheit. Und die steigenden Krebsraten haben sicher hauptsächlich ganz andere Ursachen. Da sollten die Bemühungen der EU lieber mal auf die medizinische Forschung gerichtet werden und zwar durch eine unabhängige Institution, die den Studien der Pharmaunternehmen mal auf den Zahn fühlt. Und zum Thema gesunde Lebensmittel. Die Problematik liegt doch eher darin, dass kaum noch jemand Zeit hat eine eigene Eßkultur zu pflegen. Aber das wäre wieder ein anderes Thema. RE: Europäische Union - Helios - 12.10.2017 (12.10.2017, 12:49)lime schrieb:(12.10.2017, 12:25)Helios schrieb: Den Wahnsinn kann man auch daran erkennen, dass Falschbehauptungen über andere Themen in einen scheinbaren Zusammenhang mit der Ursache für den eigenen Unmut gebracht werden um so die eigene Meinung zu beiden Punkten zu stützen. Ich habe es schon einmal gesagt, hier ist nicht der richtige Ort für derart polemische Diskussionen, suche dir dafür bitte eine andere Plattform. Über die jüngste Entscheidung der EU darfst du gern deine Meinung zum Ausdruck bringen, allerdings themenbezogen und mit einer angemessenen Sachlichkeit. Ich habe grundsätzlich nichts gegen ein EU-weites Tabak- und Alkoholverbot, dadurch würden sich doch einige Probleme lösen lassen. Allerdings spielt das hier keine Rolle, weil es weder um Alkohol oder Tabak geht, noch irgendein Lebensmittel verboten werden soll. Vielmehr wird nur deren Zubereitung im gewerblichen Bereich eingeschränkt. Zu Hause darfst du für dich machen was du willst, und wenn du unbedingt schwarze Pommes essen möchtest, dann kannst du auch das problemlos tun. Wo also ist das Problem? Das es diese nicht mehr schnell um die Ecke an der Bude gibt ist keine Einschränkung persönlicher Freiheit, sondern nur eine Reduzierung von Luxus. Davon abgesehen ist "persönliche Freiheit" bei Dingen, die aufgrund der gesellschaftlichen Haftung auch andere betreffen, immer etwas schwierig. |