![]() |
|
EU vs. USA - Druckversion +- Forum-Sicherheitspolitik (https://www.forum-sicherheitspolitik.org) +-- Forum: Hintergründe (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=97) +--- Forum: Krisen, Konflikte und Kriege (https://www.forum-sicherheitspolitik.org/forumdisplay.php?fid=99) +--- Thema: EU vs. USA (/showthread.php?tid=1283) |
RE: EU vs. USA - DopePopeUrban - 11.01.2026 Währenddessen sucht die Bundesregierung mal wieder ihr Niveau Zitat:Trotz Trumps Annexionsdrohungen:https://www.tagesspiegel.de/internationales/trotz-trumps-annexionsdrohungen-wadephul-betont-bei-gronland-gemeinsame-interessen-mit-den-usa-15126039.html Validiere den Irren doch noch. "Untertänlichste Verzeihung, dass wir so wenig in Grönland investiert haben. Wir werden das prompt ändern... ...genauso wie die 5% NATO Beiträge und die europäischen Sicherungstruppen in der Ukraine".
RE: EU vs. USA - Schneemann - 11.01.2026 Naja, das, was Wadephul hier macht, ohne dass ich nun ein Fan von ihm wäre, ist nicht ganz falsch. Denn es ist das, was die deutsche Außenpolitik in den letzten Jahren verpennt oder ignoriert hat. Erst ignorierte man Trump und sein Lager über Jahre hinweg und bandelte nur mit den Demokraten an, obwohl einige wenige Beobachter vor dieser Schlagseite warnten (berechtigterweise, wie wir aktuell erfahren), und nun soll man ihn wieder ignorieren, weil er sich ja nicht so ganz konform benimmt, wie wir das gerne hätten. Man bemerkt also die vorherrschende Bescheidenheit: Es wird endlich wieder Zeit, dass die Welt am deutschen Wesen genesen tut (sie weiß es bloß noch nicht). Nur mischt sich dieses Mal der besserwisserisch-linksliberale deutsche Studienrat-Zeigefinger in einem pseudopatriotischen Anflug mit den Klängen von Heil dir im Siegerkranz. Ob das nun die bessere Mischung ist als die vormalige, d. h. preußisch gefärbte Variante, wage ich anzuzweifeln. Schneemann RE: EU vs. USA - Broensen - 11.01.2026 Es ist absolut richtig, Trump bei seinen falschen Aussagen zuzustimmen. ![]() Trump hat ja insofern indirekt recht, dass es im Umfeld von Grönland an einer ausreichenden militärische Präsenz der NATO mangelt. Und es liegt in unserer europäischen Verantwortung das zu ändern. Also ist es richtig, hier etwas zu tun. Der Rest ist Psychologie im Umgang mit einem Riesenbaby in globalpolitischer Verantwortung. Und es ist allemal besser, unseren gegen Trump gerichteten Stolperdraht als Entgegenkommen ihm gegenüber zu deklarieren und parallel unsere Sicherheit gegenüber Russland zu erhöhen, als auf eine offene, NATO-interne Konfrontation zu setzen. RE: EU vs. USA - DopePopeUrban - 11.01.2026 @Schneemann Oh ich sage nicht, dass er unrecht mit seiner Aussage. Ganz im Gegenteil, es ist faktisch so. Ich kritisiere, dass der gute Mann anscheinend so schlecht darin ist den Raum zu lesen, dass er ausgerechnet jetzt damit ankommt. In diesem Kontext das primäre Ziel der deutschen Außenpolitik aktuell zu verhindern, dass die Vereinigten Staaten Grönland übernehmen. Dann auf die Begründung "Europa investiert nicht genug in Grönlands Verteidigung, deshalb müssen wir Grönland aufgrund der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten übernehmen" umgangssprachlich mit "Sie haben vollkommen Recht, wir haben zu wenig in Grönland investiert" zu antworten kommt einem argumentativen Todesurteil gleich. (Scheiß) egal ob es Wahrheit entspricht oder nicht, jetzt hat er ihm öffentlichkeitswirksam in seiner Begründung für eine Übernahme Recht gegeben. Wer nicht in der Lage ist, Leuten offen ins Gesicht zu lügen, soll kein Außenminister werden. ---------- @Broensen Ich befürchte inzwischen, dass uns unsere ständigen Anbiederungsversuche genau dahin geführt haben, wo wir heute stehen. Der Mann ist Impulsgetrieben aber er ist ebenfalls tief egoistisch und das hat man mMn unterschätzt. Die Lollipop-Strategie funktioniert anscheinend nur bei Themen, die ihn herzlich wenig interessieren. Russland-Ukraine bspw. Grönland hingegen scheint eines seiner Herzensprojekte zu sein. NATO und EU ebenfalls und ich fürchte, dass die selbe Lollipop-Strategie hier ein absoluter Reinfall war. Der denkt jetzt, dass er hier tun und lassen kann was er will, da wir am Ende ja doch wieder von selber ankommen. Wir haben beim 2.5-prozentigen Verteidigunshaushalt nachgegeben, wir haben beim 5-prozentigen Verteidigungshaushalt mehr oder weniger nachgegeben, wir haben bei einer europäischen Friedenstruppe in der Ukraine nachgegeben und sind drauf und dran, beim Verlust ukrainischer Gebiete nachzugeben. Der kriegt hier am Ende überall seinen Willen, darum denkt er jetzt, dass es mit Grönland auch so laufen wird. Berechtigterweise. RE: EU vs. USA - Kongo Erich - 11.01.2026 (11.01.2026, 20:44)DopePopeUrban schrieb: @SchneemannDu bist mit Deiner Meinung nicht alleine: USA-Experte im Interview Zitat:"Trump zu beschwichtigen, führt nirgendwohin außer in die Hölle"dazu dann der konservative Merkur: Zitat:Grönland-Schock: Trump will vom Militär Eroberungspläne – Widerstand im Pentagonund auch die ZEIT Zitat:Kaufen, erpressen, besetzen RE: EU vs. USA - Frank353 - 11.01.2026 (11.01.2026, 13:04)Schneemann schrieb: Nein, jeder Staat kann selbst entscheiden, wenn er aus der NATO austreten will. Ist ja auch schon passiert. Das ist nicht richtig. Nur die USA können Mitglieder entlassen. RE: EU vs. USA - DrKartoffelsalat - 11.01.2026 (11.01.2026, 23:12)Frank353 schrieb: Das ist nicht richtig. Nur die USA können Mitglieder entlassen. Das ist nicht richtig. Zitat:Art. 13 Informieren heißt nicht "Erlaubnis einholen". Zumindest rein vertraglich nicht. Was da jetzt diplomatisch real passieren würde, steht auf einem anderen Blatt. Der Nordatlantikvertrag ist öffentlich im Volltext verfügbar, bei Bedarf mit allerlei juristischem Kommentar, in sofern ist stumpfes "Nein, doch, oh" nicht nötig. Im übrigen ist Ausschluss im Nordatlantikvertrag gar nicht vorgesehen. Aber es gibt wahrscheinlich genug andere Hebel im internationalen Vertragsrecht um sowas zu bewerkstelligen, zumindest laut einigen Juristen. RE: EU vs. USA - Kongo Erich - 12.01.2026 Back to the Thema: heute journal - der Podcast: Kampfzone Arktis: Holt Trump sich Grönland? Zitat: Host Helene Reiner und heute journal-Moderatorin Marietta Slomka fragen, warum die Arktis für Trump so wichtig ist, weshalb Grönland gerade jetzt begehrt ist und welche Folgen ein möglicher Militäreinsatz für NATO und EU hätte. Darüber sprechen sie mit dem Arktis-und Sicherheitsexperten Dr. Michael Paul von der Stiftung Wissenschaft und Politik. US-Präsident gegen die Weltordnung - Babst: Trumps Grönland-Pläne sind Landraub 12.01.2026 | 01:09 Zitat:Ex-Nato-Strategin Stefanie Babst wirft Trump "Landraub" und Erpressung vor. Europa dürfe sich bei Grönland nicht einschüchtern lassen – und müsse dem US-Präsidenten Grenzen setzen.wer sonst - wenn nicht wir 450 Millionen Europäer? Trump von Vorstoß für mehr Arktis-Sicherheit unbeeindruckt - Zitat:Mehrere Nato-Staaten wie Großbritannien hatten sich zuletzt für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis ausgesprochen. Ein Vorschlag sieht Diplomaten zufolge einen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" (deutsch etwa: Wächter der Arktis) vor. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann.Aktualisiert am 12.01.2026, 05:32 Uhr ergänzend Zitat: ...die Drama-Queen wird also solange zuspitzen, bis er entweder sein Ziel erreicht hat - oder ihm seine Grenzen aufgezeigt werden. Je früher, deutlicher und klarer ihm diese Grenzen aufgezeigt werden, desto weniger Drama wird es geben. Was Wadephul hier macht ist also völlig falsch. Beschwichtigung ist bei Egomanen, die um Aufmerksamkeit heischen, das falsche Menue. Ruhig, klar und deutlich die eigenen Anstrengungen zeigen, also die eigenen Truppen angemessen erhöhen, ohne daraus selbst ein Theater zu machen, ist dagegen psychologisch die deutlich bessere Methode. Also: Eine oder zwei Staffeln Eurofighter / Gripen / Rafale mit Luft/Luft und Luft/Schiff-Effektoren und Saab 340AEW Erieye Aufklärer nach Grönland entsenden, sowie sowie Bodentruppen zum Objektschutz stationieren, das ganze mit einer öffentlichen Parade feiern, und dazu Medien aus den USA (am Besten natürlich die vom Republikaner-Rand, z.B. Fox) einladen. Dazu noch ein kleines Interview mit dem Kommandeur vor Ort, oder eine Bemerkung bei einer Tischrede (Presseball): Thema - Geheimer Kriegsbefehl: Dänemark würde auch gegen US-Truppen kämpfen Artikel von Aleksandar Brezar • 4 Std. Zitat: Sollten die USA angreifen, greifen sie ein: Dänische Soldaten sind verpflichtet, dänisches Hoheitsgebiet zu verteidigen – einzugreifen und das ohne auf Befehle zu warten. Grundlage dafür ist eine Militärrichtlinie aus dem Jahr 1952, deren Gültigkeit vom dänischen Verteidigungsministerium bestätigt wurde.man muss ja nicht sagen, dass das speziell einen Angriff der USA ausschließen soll (ganz im Gegenteil, die Ambitionen von GröPaZ sollten gar nicht groß erwähnt werden - besser ignorieren und totschweigen), sondern kann ganz allgemein von jedem Angriff auf dänisches Territorium wie z.B. Grönland sprechen ... RE: EU vs. USA - DopePopeUrban - 12.01.2026 (Gestern, 11:40)Kongo Erich schrieb: Dazu noch ein kleines Interview mit dem Kommandeur vor Ort, oder eine Bemerkung bei einer Tischrede (Presseball):Naja "geheim" ist dieser Befehl definitiv nicht. Die ist Teil der dänischen Grundsatzdoktrin die aus den Lehren des 9. April 1940 gezogen wurde und verhindern soll, dass Dänemark im Falle eines Überraschungsangriffes aufgrund von politischer Verzögerung nicht verteidigungsfähig ist. Aus den 6 Stunden hätten 6 Tage werden können hätte man nicht gepennt, diese Wunden sitzen tief. Sei mal dahingestellt inwiefern das hier direkte Auswirkungen hätte. Dänemark unterhält keine wirklich permanente Militärpräsenz in Grönland und die Kräfte die ab und zu mal da sind, bestehen aus OPVs und Patrouillen zu Schlittenhund. Aber es macht die Situation natürlich trotzdem fragil. RE: EU vs. USA - Bairbus - 12.01.2026 Laut dänischem Verteidigungsexperten sollte Dänemark den Gripen leasen. Dänischer Verteidigungsexperte wünscht sich, dass Dänemark Gripen-Kampfflugzeuge least. https://share.google/KHzgBbJwwkQFaSIVH RE: EU vs. USA - KBG32 - 12.01.2026 Das NATO Centre of Exellence - Cold Weather Operation könnte auf Grönland doch eine Außenstelle aufmachen. Und die Inuit könnten, wie bei den Kanadiern, die Überlebensausbildung übernehmen. RE: EU vs. USA - Kongo Erich - 12.01.2026 Ich weiß nicht, ob gemeinsame NATO-Strukturen über den "großen Graben" hinweg noch zukunftsträchtig sind. So, wie GröPaZ zur Zeit agiert, sehe ich wie Klingbeil eher ein Scheitern der intensiven und festen Beziehung: Zitat:Verhältnis zu den USAdie "Außenstelle auf Grönland" wäre für mich daher primär als europäisches Projekt zu sehen - das heißt nicht, den USA die Türe vor der Nase zuzuschlagen, das heißt vielmehr zu zeigen, dass es dort auch und gerade um europäische Belange in "unserer Wohnung" geht, zu der auch der separate Eiskeller Grönland gehört. Sprich: die europäischen Interessen in der Arktis umfassen den ganzen Sektor von der norwegisch/russischen Grenze bis zur grönländisch/kanadischen Grenze. Und Alaska ist so weit weg, dass wir diese "Außenstelle auf Grönland" lieber mit kanadischen Freunden besetzen sollten als mit GIs, die auf den Pazifik mit Russland und China konzentriert sind. RE: EU vs. USA - DopePopeUrban - 13.01.2026 Generell sind eigenständige europäische Strukturen lange überfällig. Ich würde nicht soweit gehen zu sagen, dass die NATO aufgelöst werden sollte aber die europäischen Mitglieder dieser Organisation sollten zumindest in der Lage sein, unabhängig von den NATO-Strukturen zu funktionieren. Sozusagen eine unabhängige europäische Führungs- und Bündnisstruktur die als Teil der NATO Strukturen fungiert, aber im Zweifel auch ohne diese funktionieren kann. RE: EU vs. USA - Kos - 13.01.2026 (Heute, 00:34)DopePopeUrban schrieb: Generell sind eigenständige europäische Strukturen lange überfällig. Ich würde nicht soweit gehen zu sagen, dass die NATO aufgelöst werden sollte aber die europäischen Mitglieder dieser Organisation sollten zumindest in der Lage sein, unabhängig von den NATO-Strukturen zu funktionieren. Sozusagen eine unabhängige europäische Führungs- und Bündnisstruktur die als Teil der NATO Strukturen fungiert, aber im Zweifel auch ohne diese funktionieren kann. Sehe ich auch so. Falls die NATO erhalten bleibt brauchen wir das 2 Säulen-Prinzip, USA - Europa. Die europäischen Verteidigungsstrukturen sollten von Europäern geführt und hauptsächlich von Europa gestellt werden. US-Amerikanische Truppen und Fähigkeiten, z.B. Aufklärung, spielen dabei keine zentrale Rolle mehr und sind eher Beiwerk, da die Europäer in allen Bereichen genügend eigene Kapazitäten haben. Leider habe wir Europäer das komplett vergeigt... RE: EU vs. USA - Kongo Erich - 13.01.2026 genau. und so, wie die USA auch ohne NATO agieren können, müssten auch die Europäer in der Lage sein, ohne die NATO zu agieren - auch in der Arktis ergänzend: Deutschland kontert Trumps Grönland-Drohung: Mehr Engagement in der Arktis |